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Nordwestmecklenburg Ein Asphaltband und mehr Grün für den Karl-Liebknecht-Platz
Lokales Nordwestmecklenburg Ein Asphaltband und mehr Grün für den Karl-Liebknecht-Platz
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22:23 24.10.2013
Dieser Blick auf den Karl-Liebknecht-Platz bietet sich dieser Tage aus Richtung Amtsgericht. Mit der Baustelleneinrichtung und Baumpflege könnte es noch 2013 einen Baustart geben. Quelle: Robert Niemeyer
Grevesmühlen

Der Grevesmühlener Karl-Liebknecht-Platz ist für den 51-jährigen Udo Meier immer noch eines der schönsten Areale in der Stadt. Auch wenn das Terrain das heute beim bloßen Anschauen nicht bestätigt und alle Kraftfahrer genervt reagieren, sind sie auf der Fahrbahn rund um den Platz unterwegs. Aber: Eine Umgestaltung steht jetzt bevor. Der Grevesmühlener Unternehmer ist gespannt. Schließlich betreibt er seinen Laden seit Jahren schon an Standorten in der Nachbarschaft und er kennt auch die Historie.

Das, was spätestens nach Frostfreiheit Anfang 2014 Gestalt annehmen soll, hätten die Stadtväter schon 2010/11 intensiv diskutiert, erklärt Grevesmühlens Bauamtsleiter und 2. Stellvertretender Bürgermeister Lars Prahler. Eine klassische Kreisverkehr-Variante dicht am Rot- Kreuz-Speicher war dabei verworfen worden. Mehr Zuspruch fand die bestehende Verkehrsführung, die Vorfahrt gewährt im Einbahnverkehr innerhalb der den Platz umgebenden Fahrbahn. Deren Breite allerdings verschmälert sich auf 3,65 Meter. Das neue Asphaltband bekommt einen rot markierten Radweg, wie ihn die Grevesmühlener aus der Rudolf-Breitscheid-Straße und der Gebhartstraße kennen. Eine Entschleunigung des Verkehrs ist Ziel. „Die Fahrbahn erscheint schmaler“, sagt Lars Prahler.

Die jetzt acht Meter breite Straße muss zudem Federn lassen — im Durchschnitt von 1,50 Meter Breite — für eine Erweiterung der noch 2000 Quadratmeter großen Grünfläche, die ansonsten keine Änderung erfährt. Für mehr Grün sollen noch zwei Hochbete in den Einfahrtsbereichen von August-Bebel- sowie der Lübecker Straße sorgen. Vier Bäume werden an letzterer gepflanzt. Dort, wo keine Stellplätze mehr vorgehalten werden dürfen. „Die alten Bäume fassen wir nicht an“, betont Lars Prahler und verweist zudem auf die Verlegung der Bushaltestellen in Höhe Einfahrtsbereich der Malzfabrik.

Das dürfte auch Udo Meier freuen, der sich ohnehin für eine Verlegung der Parkplätze ausspricht und sich eigentlich eine Grünfläche im Innern ohne Gebäude wünscht. Und: „Sollte noch einmal ein Kunstwerk aufgestellt werden, dann dort.“ Neue Bürgersteige, Straßenlaternen und ein deutlich erweiterter Gehwegbereich am Rot-Kreuz- Speicher komplettieren das Projekt mit einer Baukostensumme von 903 000 Euro. Fördermittel fließen innerhalb der Altstadtsanierung. Heißt auch: Die Anwohner müssen keine Ausbaubeiträge zahlen, wohl aber einen Ausgleichsbetrag, weil die Grundstücke in einem Sanierungsgebiet liegen. So der Baubetrieb und die Verkehrsführung für die Zeit der Bauarbeiten feststeht, findet eine Einwohnerversammlung statt.

Aus der Geschichte
Als „Schinderkuhlen“ ist das bis 1945 auch Sedanplatz genannte Areal im Stadtplan von 1756 eingetragen. Es diente offenbar der Lagerung von Tierkadavern.


Ein Busbahnhof entstand 1957 mit dem heute noch vorhandenen Gebäude, das sich in privater Hand befindet. Der Carport dort wurde zum Streitobjekt, darf aber laut Gericht stehen bleiben. Die Stadt- und Kreisbibliothek war im Busbahnhofsgebäude auch untergebracht. Seit 1972 ist der Platz kreisförmig gestaltet. Quelle: Eckart Redersborg

Cornelia Roxin

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