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Nordwestmecklenburg Ein Seminar rund um Herzschwäche
Lokales Nordwestmecklenburg Ein Seminar rund um Herzschwäche
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20:32 29.10.2013
Chefarzt Dr. Jürgen Bolte und Birgit Seblewske mit einem Herzmodell vor der Strandklinik. Quelle: Ulrike Oehlers

Jährlich werden in Deutschland mehr als 370 000 Menschen mit einer Herzschwäche in ein Krankenhaus eingeliefert, rund 50 000 sterben daran. Die Erkrankung, die aufgrund der steigenden Lebenserwartung immer häufiger auftritt, steht im Mittelpunkt des diesjährigen nunmehr 18. Herzseminars der Strandklinik Boltenhagen. Am Sonnabend sind sowohl ehemalige Patienten als auch andere Interessierte eingeladen, eine Reihe von Vorträgen zu diesem Thema anzuhören. „In Deutschland leiden etwa zwei bis drei Millionen Menschen an einer Herzschwäche“, sagt Dr. Jürgen Bolte, Chefarzt der Abteilung Kardiologie und Angiologie der Strandklinik. Die Diagnose bezeichnet er als „Komplott verschiedenster Erkrankungen“.

Nach Angaben der Deutschen Herzstiftung, die jedes Jahr im November bundesweit Informationsveranstaltungen wie jene in Boltenhagen anstößt, entwickelt sich die Herzschwäche in etwa 70 Prozent der Fälle aus der koronaren Herzkrankheit und hohem Blutdruck. Wie Bolte erläutert, bestehe die Problematik im schleichenden Fortgang der Erkrankung, deren Symptome — etwa Luftnot und Leistungsabnahme — oftmals fälschlicherweise dem hohen Alter zugeschrieben werden. Ein Herzspezialist könne durch spezielle Untersuchungsverfahren, etwa mithilfe des Ultraschalls, eines Belastungs-EKG oder des Katheders, Aufschluss über eine mögliche Herzschwäche geben.

Die Vorträge am Sonnabend, für die Bolte Kollegen aus anderen Kliniken gewinnen konnte, befassen sich mit den Ursachen der Herzschwäche, mit chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten, den Auswirkungen auf die Psyche sowie der Belastungsfähigkeit eines Patienten. „Viele Menschen mit Herzschwäche leiden unter Depressionen, weil sie nicht mehr so können, sowie unter Angst“, sagt Bolte und weist auf ein noch recht junges Fachgebiet der Medizin hin: die Psychokardiologie, die sich erst innerhalb der vergangenen fünf Jahre entwickelt habe.

„Etwa 100 Patienten haben sich schon für das Seminar angemeldet“, berichtet Birgit Seblewske, Verwaltungsleiterin der Strandklinik.

Das Programm
2. November, 9 Uhr: Begrüßung durch Dr. Jürgen Bolte, Chefarzt der Kardiologie der Strandklinik, Verwaltungsleiterin Birgit Seblewske und Peter Norden von der Deutschen Herzstiftung; 9.15 bis 9.45: „Das schwache Herz: Ursache das Herz selbst“, Prof. Dr. Alexander Staudt, Chefarzt der Kardiologie im Helios Klinikum Schwerin; 9.45 bis 10.15 Uhr:

„Das schwache Herz: Ursache außerhalb des Herzens“, Prof. Dr. Joachim Weil, Chefarzt der Kardiologie der Sana Kliniken Lübeck; 10.15 bis 10.45 Uhr: „Chirurgische Behandlungsmöglichkeiten“, Prof. Dr. Hans-H. Sievers, Direktor der Klinik für Herz- und thorakale Gefäßchirurgie der Uniklinik Lübeck; 11.15 bis 11.45 Uhr: „Was sagt die Psyche?“, Kerstin Münchhoff, Psychologin der Strandklinik; 11.45 bis 12.15 Uhr: „Was darf ich mir zutrauen?“, Thomas Schulke, Sporttherapeut der Strandklinik; 12.15 bis 12.30 Uhr:

Zusammenfassung, Dr. Bolte; 13 bis 14 Uhr: Wiederbelebungs-Seminar, Johanniter.


Die Teilnahme ist kostenfrei. Interessenten sollten sich spätestens bis Freitag, 12 Uhr, anmelden (03 88 25/47-913)


Zudem besteht die Möglichkeit der Cholesterin-, Blutzucker- und Blutdruckmessung.

Ulrike Oehlers

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