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Nordwestmecklenburg Ein alter „Dutra“ ist das erste Objekt im neuen Depot
Lokales Nordwestmecklenburg Ein alter „Dutra“ ist das erste Objekt im neuen Depot
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18:29 09.11.2013
Landrätin Birgit Hesse sieht zu, wie der Trecker-Oldie „Dutra“ ins Depot fährt und dabei das gespannte Band durchtrennt. Fotos (2): Haike Werfel
Dorf Mecklenburg

Auf originelle Weise wurde das neue Depotgebäude des Kreisagrarmuseums gestern in Betrieb genommen. Der Allradtraktor „Dutra“, Baujahr 1967, gelenkt vom Paten Uwe Hoppe, fuhr durch eines der beiden geöffneten Tore. Dabei durchtrennte der Trecker ein Band in den Mecklenburg-Vorpommern-Farben. Die Gäste — Planer, Bauleute, Vertreter von Kreistag und Verwaltung sowie Museumsmitarbeiter — applaudierten.

Zuvor war der symbolische Einweihungsakt erfolgt: Landrätin Birgit Hesse (SPD) durchschnitt, assistiert von Dorf Mecklenburgs Bürgermeister Peter Sawiaczinski (ptl.) und Museumsdirektor Falko Hohensee, ein rotes Band. „Wir freuen uns, trotz knapper Ressourcen das Museum um das Depot zu erweitern“, sagte die Verwaltungschefin. Träger des Museums ist der Landkreis. Aber ohne Geld aus Brüssel wäre der Bau nicht möglich gewesen. Von den 114 000 Euro Kosten kamen 70 000 Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums.

„Wir sind froh, dass wir vor Jahren in das Eler-Projekt gekommen sind“, gestand Direktor Hohensee. Denn die rund 3500 Objekte und Sammlungseinheiten, die das Museum gesammelt hat, sind mehr schlecht als recht verwahrt: in einem ehemaligen Schweinestall, in einem Schuppen und in vier gebrauchten Seecontainern. Lediglich ein Teil von den Objekten ist in der Dauerausstellung zu sehen. So reifte im Juni 2012 mithilfe des Planes Heinz-Josef Polzer aus Nevern die Idee, neben das alte Depotgebäude ein identisches zu bauen, an die Stelle der Seecontainer. Sie wurden im Juni dieses Jahres mit tatkräftiger Unterstützung von Landwirt Nils Bratrschovsky und seinem Sohn umgesetzt. Anfang August war Baubeginn, Mitte September war das Tonnendach gerichtet. Das Gebäude ist 7,20 Meter hoch.

Auf einer 9,5 mal 12,5 Meter großen Fläche werden wertvolle, landwirtschaftliche Maschinen untergebracht, teilte der Museumsdirektor mit, zum Beispiel der „Dutra“, ein Lkw K 30 und ein Framo, der Vorgänger des Barkas, ein Holzpflug aus dem Jahr 1850 sowie Mobiliar. In Regalen, die noch aufzustellen sind, werden kleinere Objekte Platz finden, unter anderem von einer Schusterwerkstatt aus Grevesmühlen, die aus gut 2000 Einzelteilen besteht.

Wir werden unseren Fundus sortieren, auch Objekte aussortieren und in der neuen Halle einlagern.“Falko Hohensee, Museumsdirektor

Haike Werfel

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