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Nordwestmecklenburg Einbruch im MEZ Gägelow: 100 000 Euro Schaden
Lokales Nordwestmecklenburg Einbruch im MEZ Gägelow: 100 000 Euro Schaden
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20:16 14.12.2015
Die Täter haben sich von oben Zutritt ins MEZ Gägelow verschafft: Sie kamen über eines der Dachfenster in das Gebäude. Quelle: Vanessa Kopp

Sie kamen übers Dach. In der Nacht von Sonnabend auf Sonntag haben noch unbekannte Täter eines der Dachfenster des MEZ Gägelow zerstört, verschafften sich so Zutritt in das Einkaufszentrum und raubten Waren im Wert von rund 100 000 Euro. Die Opfer: Parfümerie „Max Hennings“ und die Tabakbörse, beides Geschäfte im Erdgeschoss. Die Ermittlungen laufen, doch die Polizei ist dankbar über jeden Hinweis. „Wer in der Nacht Fahrzeuge oder Personen im Umfeld gesehen hat, soll sich bei uns melden“, sagt Nancy Schönenberg von der Polizeiinspektion Wismar.

Sven Lorenz, Besitzer der Tabakbörse, hat wenig Hoffnung, dass die Täter gefasst werden. Ihn beschäftigen derzeit ganz andere Probleme: „Der Einbruch ist für mich existenzbedrohend“, gibt er offen zu. 43 000 Euro beträgt sein Schaden. Bargeld, Zigaretten, Briefmarken und Lottolose haben die Täter einkassiert. „Natürlich bin ich versichert“, erklärt er. Bereits zum elften Mal wurde Lorenz nun Opfer eines Einbruchs. Seine Erfahrungen? Bescheiden. „Das dauert in der Regel vier bis acht Wochen, bis bei der Versicherung etwas passiert.“ Wochen, in denen er weiter Ware einkaufen und seine Mitarbeiter bezahlen muss. Dem Unternehmer stellt sich nun die Frage, was er sich an Neuware überhaupt leisten kann? „Wir werden in der nächsten Zeit ein ausgedünntes Sortiment haben“, gibt er zu.

„Ich habe zum Glück noch eine weitere Filiale in Wismar, von der ich einige Waren fürs Erste übernehmen kann.“ So konnte er sein Geschäft gestern wieder öffnen — zumindest teilweise. „Die Poststelle bleibt bis Dienstagabend zu“, erklärt der Besitzer. Mitarbeiter der Deutschen Post müssten zuerst den Schaden erfassen, bevor Lorenz und sein Team wieder den gewohnten Betrieb aufnehmen können. Für ihn steht jedenfalls fest: „Das waren Profis, sportliche Profis.“

Nebenan bei Britt Heinrich, Geschäftsführerin der Parfümerie „Max Hennings“, blieb gestern die Filiale noch zu. Vereinzelt stehen irritierte Kunden vor dem Laden, ziehen an der verschlossenen Tür.

Doch die Chefin und ihrer Mitarbeiter sind mit der Bestandaufnahme für die Versicherung beschäftigt. „Die Regale waren teilweise völlig leer geräumt“, erzählt Britt Heinrich. „Die Täter haben gezielt hochwertige Produkte mitgenommen.“ Ein kompletter Verkaufstag in der Adventszeit geht ihr zusätzlich zum Schaden flöten. Nach dem ersten Schock blickt die Chefin jedoch nach vorn. „Ich kann das nur akzeptieren“, sagt die mit einem freudlosen Lachen. „Zum Glück wurde im Laden kein Vandalismus begangen.“ Jetzt müsse sie schnell schauen, wie sie neue Ware beziehen kann. Denn viele Kosmetika werden aus Frankreich geliefert. „In der Vorweihnachtszeit ist es schwierig, schnell Ersatz zu bekommen“, sagt sie. Doch Britt Heinrich lässt sich den Mut nicht nehmen: „Wir werden hoffentlich trotzdem ein schönes Weihnachtsfest haben.“

Hinweise an die Polizei unter ☎ 03841 / 20 30

Vanessa Kopp

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