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Nordwestmecklenburg „Eine Auszeit für die Seele“
Lokales Nordwestmecklenburg „Eine Auszeit für die Seele“
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18:34 02.07.2016

Es gibt Dinge, die man nicht sagen, aber singen, musizieren kann. Brita Rehsöft bringt sie vielen Menschen nahe. Sie arbeitet als Sängerin, Künstlerin, Dozentin. „Musikmachen ist eine Auszeit für die Seele“, sagt die 44-Jährige und fügt hinzu: „Ich habe großes Glück, dass es mein Beruf ist.“

Was treibt Brita Rehsöft als Musikerin an? Sie antwortet: „Eine Sehnsucht nach Unerhörtem“ und: „Ich bin immer auf der Suche nach Eindrücken für kreatives Musizieren.“ Und was treibt sie als Dozentin an? „Jeden Menschen in seiner Sehnsucht, zu singen, abzuholen, ihm Mut zu machen und ihm zu helfen, seinen Klang zu finden.“

Ihren eigenen Klang hat Brita Rehsöft gefunden. Diesen Eindruck macht sie im Gespräch. Es findet im Garten des Hauses statt, das sie mit Mann und Kindern in der Lindenallee in Stove bewohnt. Sie scheint zufrieden zu sein, in sich zu ruhen. Hier, auf dem Land, lebt sie ebenso gerne wie sie Musik macht. „Sehr gerne wohne ich hier“, sagt sie. „Weil es ruhig ist.“ Lärm ist nicht ihre Sache. Sie mag den Klang der Stille und die Momente, in denen sie in Konzerten merkt, dass das Publikum den Atem anhält.

Aufgewachsen ist Brita Rehsöft in Schönberg. Sie erzählt: „Ich habe meine ersten Gitarrenstunden in Schönberg bekommen, als ich zwölf Jahre alt war.“ Schon damals dachte sie: „Ich will unbedingt Sängerin werden.“ Das Schönberger Schulensemble, das Martin Schirmacher leitete, ermöglichte der jungen Musikerin viele Auftritte als Solistin. Brita Rehsöft sagt: „Es hat ganz großen Spaß gemacht.

Ich liebe es zu singen. Es ist schön, viele Konzerte zu geben.“ Etwa 20 sind es in jedem Jahr. Besonders gelungen sind sie in den Momenten, in denen die Musikerin vergisst, dass sie Musik macht, wenn sie verschwindet im Klang und Ausdruck, wenn alles fließt.

Brita Rehsöft studierte an den Musikhochschulen in Rostock und Lübeck. In Hamburg und England intensivierte die Sopranistin ihre Gesangsausbildung. Heute tritt sie in ganz Deutschland auf – als Solistin, aber gerne auch mit anderen Musikern, denn: „Es befruchtet, es macht reicher, es fordert.“ Dabei liebt sie es, die Grenzen zu anderen Stilen zu überschreiten.

Mit Instrumentalisten und Gesangskollegen gestaltet Brita Rehsöft in der kommenden Woche drei „Oden zur Nacht“, zu denen sie in Kirchen in Nordwestmecklenburg einlädt. Zwei Wochen später, am 19.

Juli, singt sie im Ratzeburger Dom im Credo der h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach. Am 20. September gestaltet sie mit Bettina Ullrich und dem Organisten Simon Schumacher in der Kirche in Lübsee das Programm „Himmel und Erde“. Am 1. Oktober tritt sie im Abschlusskonzert des 30. Schönberger Musiksommers auf.

Gegenüber der Schönberger Kirche, im Katharinenhaus, und bei sich zu Hause in Stove betreibt Brita Rehsöft seit dem Herbst 2014 die Sing-Schule Schönberg. Sie erläutert: „Ich habe viele Jugendliche, die bei mir singen wollen, ich unterrichte aber auch Erwachsene.“ Wissen und Können zu vermitteln, weiterzugeben, das ist der Musikerin eine Herzensangelegenheit.

Kontakt: www.brita-rehsoeft.de,

☎ 0398873/33941

Jürgen Lenz

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