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Nordwestmecklenburg Eine neue Heimat für Menschen und Tiere
Lokales Nordwestmecklenburg Eine neue Heimat für Menschen und Tiere
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20:44 18.10.2016
Auf dem Dreiseithof in Palingen arbeiten Florian Kalis (r.), Stephan Schröder und Vanessa Michels. Quelle: Fotos: Lenz

Vor fünf Jahren war der Dreiseithof in Palingen ein Ort des Verfalls, die 1857 errichtete Fachwerkscheune eine Bruchbude, der Stall eine Ruine. Heute leben Menschen im umgebauten Stall in schicken Wohnungen, ist die Scheune denkmalgerecht saniert, schallt das Lachen von Kindern und Gackern von Hühnern über den Hof. In den kommendem Monaten vollendet eine Initiative von Frauen und Männern die Verwandlung des Anwesens in einen Ort, an dem Menschen und Tiere miteinander leben und gesund werden können. „Wir beginnen demnächst mit der Sanierung des Haupthauses“, sagt Konstanze Guhr. Sie arbeitet als Architektin in Palingen und Lübeck, gehört einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts mit dem Namen „Projekt Palingen“ an und führt als Vorsitzende den Verein Avalun.

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Der Verein Avalun und eine Projektgesellschaft vollenden in Palingen jetzt ein Wohn- und Gesundheitsprojekt.

Konstanze Guhr erläutert: „Die Gesamtkosten für das Werderhaus liegen bei 2076128 Euro, wobei für den Verein mit drei Wohneinheiten 551259 Euro und für die sechs Wohneinheiten im Wirtschaftsteil 1524869 Euro zu Buche schlagen.“ In die Wohnungen werden junge Familien und ältere Menschen ziehen. Hinzu kommen auf dem Dreiseithof schon jetzt Tageskinder. Mitarbeiter des Vereins betreuen sie je nach Wetter auf dem Gelände des Hofes, in der Scheune oder im nahe gelegenen Wald. Für fünf Mädchen und Jungen hat der Verein unlängst die Pflegeerlaubnis vom Landkreis Nordwestmecklenburg bekommen. Fabian Kalis (25) erklärt, während er mit Kindern zusammensitzt: „Wir sind offen für alle Jungen und Mädchen – mit und ohne Behinderung.“ Ponys und Hühner zu füttern, gehöre zum Alltag der Tageskinder im idyllisch gelegenen Palingen dazu. Die meisten Mädchen und Jungen kommen nach Kalis Auskunft aus Lübeck. In Palingen sind sie montags bis freitags je fünf Stunden. Vanessa Michels (34) vom Verein Avalun betont: „Jedes Kind bekommt über Avalun eine tiergestützte Einzelförderung.“ Es gehe um das Kennenlernen von Tieren, um die Förderung der Wahrnehmung, um Kommunikation, Körpersprache, Körperspannung, Gleichgewichtssinn. „Ziel ist auch Ängste abzubauen, sollten welche vorhanden sein“, ergänzt die gelernte Heilerziehungspflegerin.

„Es ist der Anfang für das, was wir mit Avalun vor allem vorhaben“, sagt Konstanze Guhr. Der gemeinnützige Verein gründete sich im Jahr 2012. Ein Motiv war nach Angaben der Gründer entscheidend dafür, dass er ins Leben gerufen wurde: „Andere Menschen, vor allem Kinder, eine ähnlich beglückende Zeit auf dem Hof erleben zu lassen, wie unsere eigenen Kinder es durften.“

Kontakt: www.avalun-ev.de,

☎ 038821/159997

Jürgen Lenz

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