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Nordwestmecklenburg Einsatzkräfte wappnen sich für Ölunfall auf der Ostsee
Lokales Nordwestmecklenburg Einsatzkräfte wappnen sich für Ölunfall auf der Ostsee
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20:27 14.10.2017
Ralf Hecht (r.), Sachbearbeiter beim Stalu, und Christoph Kühl vom THW bei der Lagebesprechung in der Einsatzleitung in Klütz. Quelle: Foto: D. Heidmann

Wappnen für den Ernstfall: Am Sonnabend hat das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) Westmecklenburg in Absprache mit dem Landkreis an der gesamten Küste Nordwestmecklenburgs eine Ölabwehrübung durchgeführt. Über 40 Einsatzkräfte waren daran beteiligt. „Wir führen diese Übung einmal im Jahr durch“, erklärte Ralf Hecht, Sacharbeiter des Stalu.

Dabei gehe es darum, die Abläufe auf den Prüfstand zu stellen, um für den Realfall vorbereitet zu sein.

Das Szenario sah eine sogenannte Großschadenslage vor: Ein Schiffsunfall, bei dem mehrere hundert Tonnen Rohöl in die Ostsee gelangt ist. Dieser Ölteppich bewegt sich auf die Küste Mecklenburg-Vorpommerns zu. Dafür wurde auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr in Klütz die mobile Einsatzleitung eingerichtet. Hier liefen alle Fäden zusammen. Beteiligt waren an der Übung neben dem Stalu die Feuerwehren Klütz, Neuburg und Selmsdorf sowie die Polizei, das Technische Hilfswerk (THW) aus Rostock und auch Vertreter der Bundeswehr.

„Es geht unter anderem darum, Bekämpfungsstrategien zu entwickeln, die betroffenen Küstenabschnitte zu sichern sowie die Bereitstellungsräume für die Technik und die Dekontiminationspunkte einzurichten“, schildert Ralf Hecht. Insgesamt sei die Übung gut verlaufen. „Es gibt noch kleineren Abstimmungsbedarf, aber dafür sind solche Übungen da“, so Hecht. Auch der Klützer Wehrführer Daniel Jenner war mit dem inszenierten Einsatz zufrieden. „Das ist eine Bereicherung für unsere Führungskräfte.“

Die Vorbereitung auf eine Ölkatastrophe an der Ostsee sei dringend notwendig, wie der Stalu betont. Zwar habe es noch nie einen Schiffsunfall dieser Art auf dem Binnenmeer gegeben. Doch der zunehmende Verkehr auf der Ostsee stelle eine Bedrohung für Natur und Menschen dar.

heid

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