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Eltern fordern Tempo 30 an der Schule

Kalkhorst Eltern fordern Tempo 30 an der Schule

Vor Ausbau der Kalkhorster Ortsdurchfahrt galt das Limit / Verkehrsinsel bietet nicht genug Schutz.

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Die Mütter Annika Grenzau und Anna Horn bringen ihre Kinder über die vielbefahrene Hauptstraße an Kalkhorsts Ortseingang zur Schule.

Quelle: Foto: Malte Behnk

Kalkhorst. Viele Eltern, deren Kinder die Grundschule und den Kindergarten in Kalkhorst besuchen, sorgen sich um die Sicherheit ihrer Kleinen, wenn die die Hauptverkehrsstraße kreuzen müssen. Sie wünschen sich eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h an der Einfahrt zur Schule. Sie liegt nah am Ortsteingang, wo mancher Autofahrer noch oder schon etwas schneller unterwegs ist.

„Das Tempolimit gab es bereits, bis die Ortsdurchfahrt 2013 erneuert wurde“, sagt Kalkhorsts Bürgermeister Dietrich Neick (FWK). Mit der Erneuerung der Straße sei dann eine Querungshilfe in Form einer Verkehrsinsel am Übergang zur Schule gebaut worden. Die biete aus Sicht der Eltern aber nicht genug Sicherheit für die Kinder. „Am besten wäre eine Ampel oder auch ein Zebrastreifen“, sagt Annika Grenzau. Ihr Sohn Oliver geht in die Kita und ihre Tochter Isabel in die Vorschule. Die Meinung teilt auch Anna Horn. Ihr Sohn Michel geht in die erste, Sohn Max in die vierte Klasse. Der ältere findet es selber auch gefährlich, die Landesstraße an der Schule überqueren zu müssen, wenn er zu einem seiner Freunde will, der weiter im Dorf wohnt. Denn nur auf einer Straßenseite führt ein Fußweg nach Kalkhorst hinein.

Dietrich Neick bedauert auch, dass Tempo 30 am Ortseingang bei der Schule entfallen ist. „Jetzt gibt es aber eine neue Rechtslage“, sagt er. BIslang durfte Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen nur angeordnet werden, wenn nachgewiesen wurde, dass es eine 30 Prozent höhere Gefährdung an der Stelle gibt. Diese Hürde ist aber gefallen und die Behörden, in diesem Fall der Landkreis, können einfacher ein Tempolimit vor Kindergärten, Schulen, Altenheimen oder Krankenhäusern einrichten. Einen Antrag hat die Gemeinde Kalkhorst bereits im Januar dazu gestellt. „Es wurde mehrfach nachgefragt, Ende April auch schriftlich“, sagt Neick. „Aber die Eltern bekommen nicht einmal eine Antwort“, sagt der Bürgermeister, der den Vorgang, das Tempolimit einzurichten, für einen simplen Verwaltungsakt hält, der eigentlich schnell umzusetzen wäre.

Auf Nachfrage beim Landkreis gibt es die Bestätigung, dass die Gemeinde für die Friedensstraße, Höhe der Straße „Am Sportplatz“ eine Temporeduzierung auf 30 km/h beantragt hat. „Eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Stundenkilometer an der Landesstraße darf nach der Straßenverkehrsordnung nur angeordnet werden, wenn hier eine besondere Gefahrenlage besteht und nachgewiesen ist“, heißt es von der Verkehrsbehörde des Landkreises. „Dieser Nachweis wird nach der neuen Straßenverkehrsordnung nur erleichtert, wenn die Schule direkt an der Landesstraße liegen würde. Die Schule befindet sich jedoch ,in zweiter Reihe’ etwa 150 Meter von der Landesstraße entfernt“, ist die weitere Information aus der Kreisverwaltung, dass auch die neue Rechtslage nur wenig Erleichterungen bringt.

„Das Straßenverkehrsamt des Kreises hat daher zur Beantwortung der Frage, ob hier eine besondere Gefahrenlage vorliegt und nachgewiesen werden kann, eine Verkehrsmessung veranlasst. Nach Vorliegen und Auswertung der Ergebnisse dieser Messung sowie nach Anhörung des Landes als Straßenbaulastträger wird über den Antrag der Gemeinde entschieden.“ Die Eltern in Kalkhorst werden also noch abwarten müssen, ob sich für sie etwas verbessert.

Dabei ist die Sicherheit beim Überqueren der Hauptstraße in Kalkhorst nicht nur eine Frage des Schulwegs. Neben dem Gebäude mit Schule, Kita und Hort liegen auch der Sportplatz und das Sportlerheim des Kalkhorster SV. Somit müssen viele Kinder manchmal mehrfach am Tag über die teilweise stark befahrene Straße gehen.

Malte Behnk

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