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Nordwestmecklenburg Endlich genug Platz fürs Feuerwehrboot
Lokales Nordwestmecklenburg Endlich genug Platz fürs Feuerwehrboot
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20:10 15.08.2015
Boltenhagen

Das aufwendige Rangieren eines acht Meter langen Bootstrailers hinter den Fahrzeugen, zwischen zwei Pfeilern, hat für die Feuerwehr in Boltenhagen ein Ende. Die Einsatzkräfte können inzwischen einen Anbau ans Gerätehaus am Weidenstieg nutzen, in den der Bootstrailer und der Wagen der Einsatzleitung hinein passen. „Wir sparen mindestens zwei bis drei Minuten Zeit, wenn wir mit dem Boot ausrücken. Das sind wichtige Minuten, wenn jemand zu ertrinken droht“, sagt Wehrführer Sebastian Hacker.

In diesem Jahr wurde das Mehrzweckboot der Freiwilligen Feuerwehr Boltenhagen bei der Bergung eines toten 62-jährigen Mannes an der Seebrücke am 21. März benötigt und es kam bei der Rettung von drei Anglern zum Einsatz, deren Boot am 19. April vor Großklützhöved gekentert war. Dank des neuen Anbaus ging es schneller als im Vorjahr.

Aber der Weg dahin war lang. Nachdem das neue Gerätehaus 2003 am Weidenstieg eröffnet wurde, zeigte sich 2006, dass es für das neu angeschaffte Einsatzboot samt Trailer nicht genug Platz bietet. Der Bootstrailer musste quer hinter den Fahrzeugen geparkt werden. So blieb den Feuerwehrleuten kaum Platz, sich umzuziehen. Die Planungen in der Gemeinde liefen an, 2012 und 2013 wurden sie konkret. Im März 2014 wurde eine kleine Containergarage von der Fläche des Anbaus auf die andere Seite des Gerätehauses umgesetzt. Im Mai setzte dann der damals amtierende Landrat Gerhard Rappen (CDU) den ersten Spatenstich für den benötigten Anbau.

160000 bis 180000 Euro hatte die Gemeinde dafür eingeplant. Eigentlich hätte der Anbau spätestens bis zum Jahresende fertiggestellt sein sollen. „Es wurde aber bis April dieses Jahres gebaut“, sagt Sebastian Hacker. „Dann konnten wir rein, aber es hat durchgeregnet.“ Eine Abnahme der Bauarbeiten ist auch bislang nicht erfolgt. Dabei hat die Feuerwehr auch in diesem Jahr schon drei Bootseinsätze gefahren. „Wir sind froh und dankbar, dass die Gemeinde die Feuerwehr als Institution und unsere Arbeit zu schätzen weiß“, sagt Hacker. „Es ist aber schade, dass der Bau dann doch recht halbherzig abgelaufen ist.“ So seien die einzelnen Gewerke nicht gesammelt ausgeschrieben worden, sondern immer wenn sie anstanden. So gab es immer wieder Stillstand auf der Baustelle, während auf der gegenüber liegenden Straßenseite ein privater Bau innerhalb einiger Wochen fertig gestellt wurde. Das zu klären, ist aber Aufgabe der Gemeindevertretung.

In erster Linie ist Boltenhagens Wehrführer Sebastian Hacker froh, dass jetzt im Anbau ausreichend Platz für das Einsatzboot ist und es im eigentlichen Gerätehaus wieder genug Platz zum Umziehen für die insgesamt 30 aktiven Mitglieder der Feuerwehr gibt. „Der zusätzliche Platz ist eine sehr große Bereicherung“, sagt Hacker. „Wir können jetzt das Zubehör für unser Boot passend lagern und wir haben genug Platz, um auch mal am Boot oder am Trailer zu schrauben“, sagt er. Zumindest an dem Anhänger sei immer etwas zu tun, da das Salzwasser der Ostsee das Material angreift, wenn der Hänger immer wieder ins Wasser geschoben wird.

Malte Behnk

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