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Nordwestmecklenburg Englische Apartments auf Mühlengelände geplant
Lokales Nordwestmecklenburg Englische Apartments auf Mühlengelände geplant
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21:39 03.03.2018
Auf dem insgesamt 2,7 Hektar großen Areal stehen fünf denkmalgeschützte Gebäude. Quelle: Foto: Peter Täufel
Bad Kleinen

Ein englisches Apartmenthaus am Schweriner See soll aus dem großen Betonsilo der ehemaligen Mühle Bad Kleinen entstehen – das ist Teil der Vision von Egon Flemming.

Der Finanz- und Immobilienmakler der Flemming Finanzgruppe mit Sitz in Wismar stellte in der jüngsten Gemeindevertretersitzung sein Konzept und seine Pläne für die Entwicklung des „Mühlenquartieres“

vor. Inzwischen ist auch sein Kaufvertragsangebot dem Amt Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen zugegangen. Demnach könnten in dem 1964 im Betonschalenbau errichteten Gebäude Eigentumswohnungen, im Erdgeschoss Dienstleistungsunternehmen und im Keller ein Schwimmbad etabliert werden. „Quasi als Wellness-Oase für Bewohner und Gäste“, so der in Bad Kleinen wohnhafte Investor. Damit wäre der im Zusammenhang mit dem Entwicklungskonzept der Schleswig-Holsteinischen GLC Glücksburg Consulting AG aus dem Jahr 2016 in Betracht gezogene Abriss des Silos vom Tisch. „Dieses Silo ist doch ein Wahrzeichen von Bad Kleinen, das muss man doch erhalten“, findet auch die Ehefrau des Investors, Astrid Stern-Flemming. Die Ur-Bad Kleinerin arbeitet nicht nur im Unternehmen ihres Mannes, sondern engagiert sich seit einigen Jahren ehrenamtlich sehr stark, wenn es um die Entwicklung des Ortes geht.

„Hier könnte ein zweiter Ortskern entstehen, mit Kleingewerbe, Verwaltung und Wohnungen“, führte Egon Flemming aus. Dabei sollen alle historischen und denkmalgeschützten Gebäude erhalten bleiben.

„Zusätzlich werden unter anderem eine Reihenhausanlage und ein Parkhaus errichtet“, erläutert Flemming seine Pläne.

Der 60-Jährige will das insgesamt 2,7 Hektar große Areal gemeinsam mit weiteren Partnern und Investoren kaufen und entwickeln. Wer sich dahinter verbirgt und welcher Kaufpreis aufgerufen ist, liegt noch im Dunkeln. Die GLC schätzte seinerzeit die notwendigen Investitionskosten für das Gelände auf knapp 22,3 Millionen Euro.

Das Kaufvertragsangebot wird nun von der Rechtsabteilung des Amtes Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen geprüft. „Wenn alles passt, wird die Gemeindevertretung auf einer Sondersitzung am 22. März darüber abstimmen“, so der Leitende Verwaltungsbeamte Eckhard Rohde. Nach Auskunft von Egon Flemming könnte noch in diesem Jahr die erste Baugenehmigung erteilt und 2019 mit Bauarbeiten begonnen werden.

1916 in Betrieb genommen

Die Mühle Bad Kleinen wurde von Familie Janssen erbaut und ging 1916 in Betrieb. Der Komplex mit Mühle, Silo, Verwalter- und Trafohaus, Villa und Uhrenturm liegt am Schweriner See. Die Mühle war einst die größte in Mecklenburg und hatte einen eigenen Zugang zu Bahngleisen.

1968 musste sich die Mühle dem Kombinat Getreidewirtschaft des Bezirkes Rostock anschließen.

1993 wurde der Betrieb stillgelegt.

2012 übernahm die Gemeinde das Areal.

 Peter Täufel

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