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Nordwestmecklenburg Kiefernbogen: Erfolg für Anwohner
Lokales Nordwestmecklenburg Kiefernbogen: Erfolg für Anwohner
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16:25 28.11.2018
Keine Wende: Der Kiefernbogen in Palingen bleibt nach einem Mehrheitsbeschluss der Gemeindevertreter eine Sackgasse. Quelle: Jürgen Lenz
Palingen

Lang und leidenschaftlich diskutierten Einwohner von Palingen und Mitglieder der Gemeindevertretung Lüdersdorf am Dienstagabend darüber, ob der Kiefernbogen wieder für den Durchgangsverkehr freigegeben werden soll oder nicht. Zur Sitzung erschienen Anwohner der Straße, die sich dafür aussprachen, den Kiefernbogen als Sackgasse zu belassen, aber auch Palinger, die es lieber sehen würden, wenn die vor Jahren aufgebauten Sperrgitter an der Einmündung zur Hauptstraße wieder abgebaut werden. Am Ende scheiterte die Wählergemeinschaft „Bürger für Lüdersdorf“ (BFL) mit ihrem Antrag, die einseitige Straßensperrung aufzuheben. Für ihren Beschlussvorschlag stimmten vier Gemeindevertreter, dagegen acht.

Am Sitzungsabend erweiterte die BFL ihre Forderung, dass die Gemeinde die Sperrgitter abbaut und einen entsprechenden Antrag an die Verkehrsbehörde richtet, mit einer weiteren Idee: Die Straße wird in einen verkehrsberuhigten Bereich umgewidmet. Damit haben die Menschen am Kiefernbogen allerdings schlechte Erfahrungen gemacht. Sie berichten aus dem Jahr 2009: „Zu diesem Zeitpunkt war der Kiefernbogen offiziell eine Spielstraße, welche mit Schrittgeschwindigkeit (circa sieben km/h) befahren werden durfte.“ Als Anwohner hätten sie jedoch miterleben müssen, wie Autofahrer die Durchfahrtsstraße als Rennstrecke nutzten. Die Geschwindigkeit habe teilweise 40 bis 60 km/h betragen. Die Anlieger erklären: „Direkt nach der Kurve lagen dann unsere Hanggrundstücke, ohne Bürgersteige und ohne Knautschzone, was unsere kleinen Kinder ständig in Lebensgefahr brachte.“ Die einseitige Sperrung habe für „nachhaltige Verkehrssicherheit“ gesorgt.

Anwohner Pedro Severos erläuterte am Dienstagabend: „Uns geht es nicht darum, eine herausgehobene Stellung zu haben. Es geht uns um die Sicherheit der Kinder.“ Den Anliegern erschließe sich nicht, warum nun nicht nur die Sicherheit der Anwohner und deren Gäste gefährdet werden solle, sondern auch die der Mädchen und Jungen, die am Kiefernbogen den einzigen Spielplatz von Palingen besuchen.

Die BFS wies dagegen auf eine Unterschriftensammlung aus dem Jahr 2010 hin, mit der sich 200 Palinger gegen die einseitige Sperrung ausgesprochen hätten. Der Palinger Ulf Mecklenburg erklärte: „Der Weg war immer offen, so lange es das Dorf gibt.“ Die einseitige Sperrung führe dazu, dass sich viele Lieferanten im Dorf verfahren. Zwar kenne die örtliche Feuerwehr die Gegebenheiten, Krankenwagenfahrer aber nicht. Ulf Mecklenburg sagte, es sei überhaupt nicht in Ordnung, wenn jemand zu schnell fährt. Leider werde auch in anderen Straßen in Palingen gerast. Er sei dafür, den Kiefernbogen zu einem verkehrsberuhigten Bereich zu machen und die einseitige Sperrung zu beenden.

Anwohner hingegen argumentieren, die Sackgassenregelung sei im Interesse der Allgemeinheit. Der Mühlenkamp eigne sich besser als Verbindungsstraße. Er verfüge über einen Bürgersteig, sei gut einsehbar, ohne Grundstücke mit Hanglage und es gebe dort keinen öffentlichen Spielplatz.

Jürgen Lenz

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