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Nordwestmecklenburg Erfolgreiche Schäferin geht in Ruhestand
Lokales Nordwestmecklenburg Erfolgreiche Schäferin geht in Ruhestand
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00:00 12.10.2012
Christel Holland (67) ist vom Natur- und Heimatverein in Hof Gutow verabschiedet worden. Michael Steigmann (l.) und Peter Krejci überraschten sie mit einem Holzbild von Wolfgang Schumacher.
Nordwestmecklenburg

Hof Gutow – Für Christel Holland ist nun endgültig Schluss. Elf Jahre war die heute 67-Jährige aus Klütz Schäferin beim Natur- und Heimatverein in Hof Gutow. Inzwischen ist der Stall leer. Die Herde der Rauwolligen Pommerschen Landschafe lebt mittlerweile in Waren an der Müritz. „Aufgrund der geänderten Fördermöglichkeiten mussten wir uns von den Tieren trennen“, bedauert Michael Steigmann, Geschäftsführer des Vereins.Zum Abschied der Schäferin würdigten Steigmann und der Vereinsvorsitzende Peter Krejci die erfolgreiche Arbeit von Christel Holland. Michael Steigmann blättert in den Urkunden: „2006 haben wir beim Landesschaftag den besten Nachwuchsbock gehabt, ein Jahr zuvor hat eines unserer Tiere den dritten Platz belegt.“ Zudem hätten Tiere des Natur- und Heimatvereins in den Jahren 2008 und 2010 den Wollsieger gestellt und sich auch auf Mecklenburgs größter Landwirtschaftsschau, der Mela in Mühlengeez, in bestem Licht gezeigt. „Das war Christel Holland zu verdanken und auch sehr positiv für die Vereinsleitung“, sagt Peter Krejci. Augenzwinkernd setzt Michael Steigmann hinzu: „Sie hat nicht nur die Böcke der Herde im Griff gehabt, sondern auch die bei uns auf dem Hof.“Wie erklärt sich die Schäferin die Erfolge? „Wir wollten Schafe mit guter Wolle und ästhetischem Äußeren, das seiner Rasse entspricht. Da habe ich dann geguckt, welcher Bock passt zu welchem Mutterschaf – und meistens hat es geklappt“, sagt die 67-Jährige. So gäbe es zum Beispiel in der Herde ein mittlerweile elfjähriges Mutterschaf, das jedes Jahr Zwillinge werfe. „Lediglich bei der ersten Geburt hatte die Zibbe nur ein Lamm“, erinnert sich Christel Holland, die sich an ihr Rentnerdasein erst noch gewöhnen muss. „Es war einfach wunderschön, morgens in den Stall zu kommen, das Mööh und Määh der Tiere zu hören.“In Spitzenzeiten hatte der Natur- und Heimatverein 140 bis 160 Tiere. „Dann haben wir die Herde auf 70 bis 80 reduziert, weil wir das Ziel hatten, scrapieresistente Schafe zu züchten, also Schafe mit Genotypklasse I, der besten Klasse“, sagt Michael Steigmann und erklärt: Scrapie, auch Traberkrankheit genannt, sei bei Ziegen und Schafen eine Krankheit des Gehirns, die langsam aber tödlich verlaufe, ähnlich wie BSE bei Rindern.

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