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Nordwestmecklenburg Erhard-Bräunig-Preis wird 2016 ausgelobt
Lokales Nordwestmecklenburg Erhard-Bräunig-Preis wird 2016 ausgelobt
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20:21 11.12.2015
Susanne Bräunig gestern auf Schloss Hasenwinkel. Quelle: Ina Schwarz

Bewegende Momente gestern auf Schloss Hasenwinkel. Die Bürgerstiftung der Volks- und Raiffeisenbank eG feierte ihr Jubiläum. „Heute genau vor zehn Jahren kam die Anerkennungsurkunde vom Innenministerium“, erinnerte Kuratoriumsvorsitzender Uwe Gutzmann, Nachfolger des im Sommer tödlich verunglückten Erhard Bräunig. Der ehemalige Landrat des Kreises Nordwestmecklenburg war erster Kuratoriumsvorsitzender der Bürgerstiftung der Volks- und Raiffeisenbank. Ihm zu Ehren wird im kommenden Jahr erstmals der Erhard-Bräunig-Preis für bürgerschaftliches Engagement ausgelobt. In Erinnerung an den Einsatz, den Erhard Bräunig während seiner vielen Jahren im Haupt- und auch im Ehrenamt an den Tag legte.

Nicht die Stiftung allein, sondern eine unabhängige Jury entscheidet über die Anträge, die auf Vorschlag Dritter eingereicht werden können. Ein Mitglied der Jury wird künftig auch die Witwe des verunglückten Lokalpolitikers sein. „Eine schöne Aufgabe“, sagte gestern Susanne Bräunig angesichts der Würdigung des Lebenswerkes von Erhard Bräunig, der vor wenigen Tagen seinen 70. Geburtstag gefeiert hätte. „Ehrenamtliches Engagement ist für unsere Gesellschaft enorm wichtig. Ich freue mich, dass das Wirken meines Mannes im Sinne dieses Preises gewürdigt wird. Ich bin sehr gern in der Jury dabei“, sagte sie gegenüber den Lübecker Nachrichten.

Die Bürgerstiftung startete im Dezember 2005 mit 100000 Euro Stammkapital. „Seitdem haben wir ein stolzes Wachstum hingelegt“, so Uwe Gutzmann. Seit Gründung unterstützen etwa 1000 Bürger und Unternehmen aus den Regionen Wismar, Güstrow, Grevesmühlen, Gadebusch, Lübz, Sternberg und Bad Doberan durch Spenden und Zustiftungen die junge Bürgerstiftung, die bisher 203 Einzelprojekte förderte.

„Es sind vor allem die kleinen Aktivitäten in den Dörfern und Gemeinden, die wir unterstützen möchten“, erklärte der Kuratoriumsvorsitzende. „Jene, die sonst nicht mit Aufmerksamkeit überschüttet werden, verdienen es, in den Mittelpunkt gerückt zu werden.“ Auch der Vorsitzende der Stiftung, Dietrich Heidenreich, sprach in seiner Rede vor allem von Gemeinwohl. „Unsere Bürgerstiftung ist ideal, um diese Kräfte zu bündeln“, sagte Heidenreich.

Den Festvortrag hielt Björn Engholm, ehemaliger Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein. „Ich komme aus einer Stadt, die vor Schulden nicht aus den Augen gucken kann“, begann der Lübecker seine Ausführungen. „Wenn Lübeck nicht eine überdurchschnittliche Stiftungsdichte hätte, könnte diese Stadt nicht einmal mehr ihre Pflichtaufgaben mit Anstand regeln“, so Engholm, seit jeher bekannt für seine deutlichen Worte. Nächstenliebe, die Erkenntnis demokratischer Notwendigkeit, Lust, Leidenschaft und auch Eitelkeiten und steuerliche Vorteile nannte der SPD-Mann Motivationen des Stiftens und erinnerte in seinem kurzweiligen Vortrag an Vorbilder, Werte und wunderbare Beispiele für Bürgertugenden.

Durch das Festprogramm führte NDR-Moderatorin Dörthe Graner, musikalisch begleitet wurde die feierliche Stifterversammlung durch das Duo „Die Kompromisten“ mit den Musikern Gunnar Rieck und Karl-Heinz Saleh, bekannt auch durch die Kreismusikschule Carl Orff.

Nächstenliebe, die Erkenntnis demokratischer Notwendigkeit, Lust, Leiden- schaft und auch Eitelkeiten sind Gründe für das Stiften.“ Björn Engholm, ehem. Ministerpräsident

Ina Schwarz

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