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Nordwestmecklenburg Erneuerbare Energien
Lokales Nordwestmecklenburg Erneuerbare Energien
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00:00 06.01.2013
An der neuen Solaranlage in Selmsdorf kam es zu regen Diskussionen. Bei heißem Punsch und leckeren Schmalzstullen wurde unter anderem über Arbeitsplätze, Bürokratie und Bienen gesprochen. Quelle: Dana Dolata
Selmsdorf

Der Waldweg hörte auf, aber die Teilnehmer des Infonachmittags in Selmsdorf zum Thema „Erneuerbare Energien“ gingen weiter. Sie stapften querfeldein, stiefelten über das matschige Feld. Etwa vier Kilometer legten sie innerhalb von zwei Stunden beim nunmehr dritten Neujahrsspaziergang zurück. Empfangen wurden sie mit Schmalzstullen. Organisiert hatte die Infoveranstaltung der SPD Ortsverein Selmsdorf.

In den vergangenen Jahren wurden bereits Referenten zu den Themen „Wald“ und „Grenzanlagen“ eingeladen. Diesmal begrüßte Bernhard Stoeter, stellvertretender Vorsitzender des Ortsvereines, Martin Rekasch, den Abteilungsleiter des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung. Zudem nahm der Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Hacker an der Infoveranstaltung teil.

Rekasch erklärte zum Beispiel, dass derzeit 50 Prozent der gesamten Stromproduktion im Land aus erneuerbaren Energien besteht. Zwei Drittel des Stromverbrauchs würden damit gedeckt. Außerdem machte er klar, dass erneuerbare Energien Arbeitsplätze schaffen: langfristige, gut bezahlte Arbeitsplätze. Er freute sich über das große Interesse am Infonachmittag. Etwa 30 Einwohner aus Selmsdorf und Umgebung waren gekommen. „Ich finde es schön, dass einige nur zuhören, andere aber auch kritisieren und Fragen stellen“, sagte der Abteilungsleiter.

Imker Achim Voß (71) aus Selmsdorf kritisierte die Monokulturen, die durch Biogasanlagen entstehen können. „Wir machen damit die Natur kaputt“, rief er empört aus. Das in den Medien stark thematisierte Bienensterben hätte nicht nur mit den modernen Pestiziden, sondern eben auch mit diesen Monokulturen zu tun.

Ein weiterer Teilnehmer erkundigte sich über die Speichermöglichkeiten von erneuerbaren Energien. „An den Hochschulen wird dazu gerade viel geforscht“, sagte Martin Rekasch. Außerdem wäre dies eines der Hauptthemen für die nächsten Jahre.

Dana Dolata

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