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Nordwestmecklenburg „Es bringt großen Spaß, Erfahrungen zu teilen“
Lokales Nordwestmecklenburg „Es bringt großen Spaß, Erfahrungen zu teilen“
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00:00 17.10.2012
Rainer Kress (54, l.) testet mit Dirk Toboldt-Scharfschwerdt, stellvertretender Küchenchef, die Qualität des Fischfilets.
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Nordwestmecklenburg

Boltenhagen – Das Seehotel Großherzog von Mecklenburg in Boltenhagen hat einen neuen Direktor: Rainer Kress. 17 Jahre hat der 54-Jährige das Scandic-Hotel in Lübeck geleitet. Dass er nun an der Spitze des Seehotels steht, bezeichnet er als Glücksfall. „Das Haus ist gut aufgestellt, hat Struktur. Es wäre fahrlässig, alles ändern zu wollen“, sagt Rainer Kress.Der gebürtige Baden-Württemberger, dessen weicher Tonfall trotz der Jahre im Norden immer noch an seine Heimat erinnert, ist gelernter Koch mit Küchenmeisterbrief. Und er war Koch mit Begeisterung. „Die prominenten Köche haben der Küche sehr gut getan und vieles angeregt“, sagt Rainer Kress. Kreative Köche würde auszeichnen, dass sie aus einfachen Komponenten „etwas Spannendes machen“. Auch aus diesem Grund sei er mit einem lachenden und einem weinende Auge aus der Küche raus gegangen. Im Steigenberger hat Rainer Kress gearbeitet, im Kempinski und für Hilton International. „Als ich im Scandic Ettlingen war, hatte ich das Glück, dass der Hoteldirektor mein Mentor wurde und mich gefördert hat“, berichtet der Vater von zwei erwachsenen Söhnen. Nach zwei Jahren habe der F&B-Manager aufgehört, der für den Einkauf von Lebensmitteln und Getränken zuständig war „und mein Mentor hat mich gefragt, ob ich das machen will“. Er wollte.Nach und nach wuchs Rainer Kress, der sich als Team-Player sieht, in die Aufgaben eines Hoteldirektors. „Der Job ist sehr abwechslungsreich“, sagt er und greift zur Kaffeetasse. „Kein Tag ist gleich“, fährt er fort, „man kann ihn morgens noch so gut planen, abends wird man feststellen, dass er doch wieder ganz anders gelaufen ist.“ Da sei man auf ein Team angewiesen, das sich hilft und unterstützt. „Außerdem habe ich festgestellt, dass im Team geteilte Erfahrungen mehr Spaß machen, darüber hinaus sinkt die eigene Fehlerquote“, betont der neue Direktor des Seehotels, und hier habe er ein gutes Team. Manche sind schon seit der Hoteleröffnung 1995 dabei. Ganz fremd ist Rainer Kress der „Großherzog“ nicht. Kurz nach der Eröffnung ist er dort gewesen, hat den ersten Hoteldirektor, Helmuth Mahnkopf, besucht. „Wir kannten uns aus Lübeck und Boltenhagen war für uns auch immer Vorbild. Wir haben es beäugt und beobachtet, was dort passiert“, erinnert sich der Neue. Das Haus erinnere ihn an das Scandic Lübeck. „Auch wenn die Konzepte unterschiedlich sind.“ Im „Großherzog“ würde, dem Anspruch des Ostseebades entsprechend, zum Beispiel ein stärkeres Augenmerk auf Familien mit Kindern gelegt.Rainer Kress fühlt sich wohl im Norden. „Ich könnte mir eher vorstellen, hier alt zu werden, als im Süden, weil hier alles entspannter ist.“ Im Süden gingen die Menschen etwas ruppiger miteinander u. Der 54-Jährige vermutet, dass es daran liegt, „dass im Süden im Prinzip eine Stadt an der anderen liegt, während es hier im Norden Raum gibt“. Er habe sich riesig gefreut, dass es mit Boltenhagen geklappt habe, allein schon wegen der Nähe zur Ostsee. Rainer Kress: „Du kommst hier an und hast sofort das Gefühl von Urlaub – das ist ein großes Privileg.“ Dieses möchte er die nächsten Jahre nutzen und genießen.

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