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Nordwestmecklenburg „Es gibt keinen besseren Ort zum Leben“
Lokales Nordwestmecklenburg „Es gibt keinen besseren Ort zum Leben“
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20:49 24.08.2017
Die gotische Dorfkirche ist das Wahrzeichen von Hornstorf. Sie wird 1327 erstmals erwähnt – und derzeit saniert. Quelle: Fotos: Sylvia Kartheuser

Für Bürgermeister Andreas Treumann (parteilos) steht fest: „Der besondere Charme von Hornstorf ist, dass sich hier viele Leute kennen, dass sie sich schätzen und aufeinander verlassen können.“ Hinzu komme eine große Verbundenheit zur Heimat. Sie führe dazu, dass viele, die weggezogen waren, wieder zurückkommen. „Oft haben sie Eltern oder Großeltern hier und erinnern sich an schöne Zeiten in der Kindheit“, sagt der 38-Jährige, der selbst in dem Ort aufgewachsen ist.

Die Verbundenheit der Menschen und die Nähe zur Stadt machen den Reiz aus.

Ulrike Fischer ist eine, die zurückgekehrt ist. Sie ist im Bahnwärterhäuschen aufgewachsen, Vater Heinz Berndt war Fahrdienstleiter. 2008 hat sie das Häuschen gekauft und ist dort mit ihren Kindern eingezogen. „Hornstorf ist nun mal Hornstorf, es gibt keinen besseren Ort zum Leben“, sagt die 47-Jährige mit Nachdruck.

Zur Bahn hat auch Andreas Treumann eine spezielle Beziehung. Seine Eltern wohnten in der Nähe der Gleise am Bahnübergang. „Von meinem Fenster aus konnte ich den Brückenbau genau verfolgen.“ 1981 ging es los, am 9. August 1982 wurde die Bahnbrücke eröffnet. „Ich habe gesehen, wie das Band durchgeschnitten wurde. Das war eines der aufregendsten Ereignisse meiner Kindheit.“ Andreas Treumann blättert in der Chronik. „Begonnen hatten die Planungen für die Brücke 1962.“

Die Nähe zu Wismar, gute Verbindungen nach Rostock, Schwerin und Lübeck mit dem Zug oder über die Autobahn machen das Dorf zu einem attraktiven Wohnort. Im Oktober 2016 begann die Erschließung des neuen Baugebietes Am Run’n Barg (am runden Berg) mit 29 Grundstücken, von denen 21 der Gemeinde gehörten. Sie wurden für 70 Euro pro Quadratmeter zum Verkauf angeboten. „Soweit ich weiß, ist nur noch ein Grundstück frei“, sagt Treumann. Auf sechs Flächen hat der Bau von Einfamilienhäusern begonnen.

Der Bürgermeister geht davon aus, dass Hornstorf allein durch dieses neue Baugebiet bald 100 Einwohner mehr haben wird. „Wir müssen dann darauf hinarbeiten, diese neuen Hornstorfer zu integrieren“, sagt Andreas Treumann. Dazu gibt es in der Gemeinde viele Anlaufpunkte: die Feuerwehr, der Sportverein, der Förderverein der Kirche „und natürlich die Hornstorfer selbst“, so Treumann. Am 9.

September können sich Alt- und Neu-Hornstorfer beim Gemeindefest ganz zwanglos treffen.

Überhaupt ist die freiwillige Feuerwehr ein großer Aktivposten, besonders in puncto Kinder- und Jugendarbeit. „Seit sich Michael Homuth um die Kinder und Jugendlichen kümmert, hat die Feuerwehr großen Zulauf“, stellt Hornstorfs Bürgermeister fest. Mittlerweile würden etwa 30 Jungen und Mädchen dort mitmachen. „Ich glaube, inzwischen können einige von ihnen die Feuerwehrknoten schon besser als ich“, sagt Andreas Treumann, der lange stellvertretender Wehrführer war.

 Sylvia Kartheuser

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