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Familiärer Adventsmarkt an der Kirche

Grevesmühlen Familiärer Adventsmarkt an der Kirche

In Grevesmühlen wurden gestern ein Riesenstollen und eine Wurstkette verkauft.

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Der riesige Stollen wurde von 14 kräftigen Helfern durch die Stadt zum Kirchplatz getragen, bevor er für einen guten Zweck verkauft wurde. FOTOS: (3)KARL-ERNST SCHMIDT, (4) MALTE BEHNK

Grevesmühlen. . Rund um die St. Nikolai-Kirche in Grevesmühlen trafen sich gestern Familien und Freunde zum „Kreihnsdörper Adventsmarkt“ der zum zweiten Mal auf dem Kirchplatz stattfand.

LN-Bild

In Grevesmühlen wurden gestern ein Riesenstollen und eine Wurstkette verkauft.

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Eröffnet wurde der Markt vom ökumenischen Posaunenchor, bevor Sven Schiffner vor dem Kirchenportal über das Programm des Tages informierte. Nach etwa einer Stunde mussten die Besucher des Adventsmarktes dann viel Platz für die zwei Attraktionen machen. Denn mit 14 kräftigen Helfern hatten Bäcker und Fleischer einen riesigen Stollen und eine Meterlange Kette aus Knacker-Würsten durch die Stadt bis zum Adventsmarkt an der Kirche getragen. Dort wurden die Leckereien dann verkauft. Zum letzten Mal durfte dabei Jürgen Ditz als noch amtierender Bürgermeister den Stollen anschneiden.

Der Stollen wurde von der Bäckerei Benn und der Bäckerei Freytag hergestellt, die Würste stammten aus den Fleischereien Fischer, Rump und Timmermann. Beim Verkauf des Stollens und der Würste sowie am Stand des Gewerbevereins und der Mitarbeiter der Stadtverwaltung mit Apfelpunsch waren knapp 2200 Euro eingenommen. Kutscher Arthur Rieckhoff hatte zudem seinen Lohn gestiftet und Jürgen Ditz als amtierender Bürgermeister stockte die Summe mit seinem künftigen Nachfolger Lars Prahler auf, so dass 2300 Euro an einen guten Zweck fließen.

Stollen und Würste kamen so gut an, dass schon nach kurzer Zeit gemeldet wurde, dass beides ausverkauft ist. „Es ist sehr schön hier. Mit dem großen Stollen und den Würsten hat man hier etwas ganz eigenes geschaffen“, sagte Susanne Beritz, die mit ihrem Mann Knud ihren Sohn René in Grevesmühlen besuchte.

Auch von Einheimischen gab es Lob für die zweite Auflage des Adventsmarktes an der Kirche, der zuvor auf dem Marktplatz stattfand. „Hier ist es gemütlicher, weil es etwas enger ist. Es ist niedlich gemacht und das Essen ist toll“, sagte Heike Schäfer aus Neu Degtow. „Allerdings gibt es nur wenig warme Getränke ohne Alkohol für die Kinder“, fand sie doch einen Kritikpunkt. Dafür wurde im Luise-Reuter-Saal ein lustiges Programm für Kinder geboten. Das Figurentheater Calimero zeigte dort Geschichten von „Pettersson und Findus“, während sich die Kinder und ihre Eltern aufwärmten.

Viel Betrieb herrschte auch in der Kirche. Dort war ein bunter Basar aufgebaut, dessen Stände zum größten Teil schon am frühen Abend ziemlich leer gekauft waren. Der Erlös des Basars in der Kirche, so hatte Sven Schiffner bei der Eröffnung des Marktes erklärt, kommt der Grevesmühlener Tafel zugute.

Die meisten Stände auf dem Kirchplatz betreuten Vereine aus der Stadt Grevesmühlen. Unter anderem boten die Imker nicht nur Honig sondern auch heiße Getränke an, die aus Honig hergestellt wurden. Der Behindertenverband hatte schöne Weihnachtsdekorationen gebastelt, die gut verkauft wurden. Der Kiwanis-Club, der sich für das Wohl von Kindern einsetzt, hatte Feuerschalen aufgebaut, in denen brennender Zucker in die Feuerzangenbowle tropfte. Auch Sport- und Karnevalsvereine der Stadt, Mitarbeiter der Stadtverwaltung sowie von Feuerwehr und DRK boten Glühwein an oder betreuten eine Feuerstelle, an der Kinder Stockbrot backen konnten. „Es ist sehr familiär hier. Das liegt vielleicht auch dran, dass es kleiner ist. Uns gefällt es diesmal sehr gut an der Kirche“, sagte Christian Ziebarth, der mit Ehefrau Katrin und den Söhnen Nic und Noa aus Köchelstorf gekommen war. „Das Theater für die Kinder ist super“, fügte er hinzu.

Dem Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz trauerte die Grevesmühlenerin Marlis Schulz etwas nach. „Hier finde ich es etwas klein und eng. Außerdem sind die Geschäfte weit entfernt und können sich nicht beteiligen. Ich fand’s auf dem Markt schöner“, sagte sie.

Malte Behnk

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