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Ferienspaß mit Jugendlichen aus aller Welt

Wismar Ferienspaß mit Jugendlichen aus aller Welt

15 Teilnehmer beim Internationalen Workcamp in Wismar / Gäste betreuen Kinder.

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Jovana Kovacevic (19) und Bojan Krstic (23) kommen aus Serbien. Zum Auftakt des Workcamps stellen sie ihre Heimat den anderen Teilnehmern kurz vor – und erzählen ihnen, welche kulinarischen Köstlichkeiten es in den unterschiedlichen Regionen gibt.

Quelle: Foto: Kerstin Schröder

Wismar. Rot, blau, weiß – Jovana Kovacevic (19) und Bojan Krstic (23) haben sich die Farben ihres Heimatlandes ins Gesicht gemalt – auf die Wangen und die Stirn. Zu einem Fußballspiel wollen die jungen Serben aber nicht. Sondern sie stellen sich anderen jungen Leuten vor – mit den Nationalfarben und kulinarischen Spezialitäten vom Balkan: „Zu Familienfesten essen wir meist Sarma und Proja“, erzählen sie. Gerne hätten sie die Kohlrouladen und Maismehlbrote auch serviert, doch „die Zubereitung dauert ziemlich lange und es gibt hier nicht alle Zutaten zu kaufen“, bedauern die zwei. Dafür werden in der Wismarer Wagenburg viele andere Spezialitäten aus Ländern in Europa, Asien und Mittelamerika aufgetischt und natürlich auch probiert.

Das gemeinsame Kochen ist der Auftakt des Internationalen Workcamps. 15 Jugendliche aus zehn Ländern der Welt sollen sich so kennenlernen. Denn: In den kommenden drei Wochen leben und arbeiten sie zusammen. Sie kümmern sich in Wismar und Grevesmühlen um Ferienkinder. „Ich hoffe, dass ihr ihnen viele Spiele und Bräuche aus euren Heimatländern zeigt“, sagt Karla Krüger vom Landkreis Nordwestmecklenburg. Der stellt für die Finanzierung des Workcamps 8075 Euro zur Verfügung. Weitere 2300 Euro kommen von den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten. 15 Jugendliche haben sie diesmal eingeladen – aus Spanien, Mexiko, Taiwan, der Ukraine, Russland, Spanien, Frankreich und Italien.

In den nächsten Tagen werden sie auf die Kinderbetreuung vorbereitet. Ali Adelfi aus dem Irak freut sich schon darauf, mit den kleinen Ferienkindern zu basteln oder Fußball zu spielen. „Ich komme aus einer kinderreichen Familie“, erzählt der 24-Jährige. Er habe fünf Brüder, drei Schwestern, viele Neffen und Nichten. „Da ist immer was los, es wird nie langweilig“, sagt der junge Mann aus Bagdad.

Durch den Aufenthalt in Wismar hofft er auch seine Deutschkenntnisse zu verbessern. Denn er möchte Jura studieren – am liebsten in Deutschland. Außerdem möchte Ali Adelfi Freundschaften schließen – mit Menschen aus der ganzen Welt. Dazu haben die jungen Leute vor allem nach der Arbeit Gelegenheit – in ihrer gemeinsamen Unterkunft, der Wagenburg, oder bei Ausflügen. Mit Fahrrädern und Sommerferientickets können sie in der Freizeit die Region erkunden.

Ihre Arbeit sieht so aus: Vom 31. Juli bis 2. August unterstützen die jungen Leute die Ferienwoche in Grevesmühlen. Dort helfen sie den Mitarbeitern des Jugendhauses und bringen ein wenig internationales Flair in die Stadt. Danach arbeitet die Gruppe vom 3. bis zum 10. August für das Kinder- und Jugendfreizeitzentrum Wismar (KJFZ). Mitarbeiterin Maria Nitz freut sich auf die Unterstützung. Und da auch regelmäßig im Zentrum gekocht wird, hat sie gestern die kulinarischen Spezialitäten der Campteilnehmer schmecken lassen: Pizza aus Italien, Schokolade aus der Ukraine, Maissuppe aus Taiwan. Auch Klaus-Dieter Thauer hat alles gern probiert. Er ist Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft der Hansestadt Wismar. Die stellt dem Kreis die Wagenburg für das Workcamp kostengünstig zur Verfügung. „Ich wünsche ihnen eine schöne Zeit“, so Thauer. Leider spiele das Wetter nicht so richtig mit für Super-Sommerferien. „Aber wenn sie das nächste Mal nach Wismar kommen, scheint bestimmt die Sonne“, ergänzt Thauer.

Die jungen Leute im Alter von 18 bis 23 Jahre nehmen die Wolkenbrüche gelassen. Denn noch legen sie nicht richtig los, sondern bereiten sich erst mal auf ihre neuen Aufgaben vor. Und voller Zuversicht erklären sie: „Nächste Woche wird das Wetter besser.“

Kerstin Schröder

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