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Filiale zu klein: Norma will Neubau

Grevesmühlen Filiale zu klein: Norma will Neubau

Bisheriger Markt in Grevesmühlen soll dafür weichen / Bedenken im Bauausschuss.

Grevesmühlen. Der Discounter Norma will seinen Markt in der Klützer Straße in Grevesmühlen durch einen Neubau ersetzen. Das Unternehmen hat bei der Stadt einen Antrag auf Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens gestellt. In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses wurde das Vorhaben vorgestellt und diskutiert. Dort gab es zwar einige Bedenken, letztlich stimmten die Mitglieder jedoch bei zwei Enthaltungen dafür. Norma würde alle anfallenden Kosten übernehmen „Wir wollen abreißen und neu bauen. Der aktuelle Markt bietet uns Bedingungen, die wir einfach nicht mehr haben wollen“, sagte Birte Martens. Die Expansionsleiterin für die Region Ostseeküste machte die Notwendigkeit eines Neubaus bei einer Präsentation im Ausschuss deutlich. Die bisherigen 657 Quadratmeter Verkaufsfläche seien einfach zu wenig. „Wir haben in den Regalen keinen Platz für bestimmte Artikel, die wir deshalb in den Gängen platzieren müssen. Dadurch wirkt unser Markt eng, überladen und damit unübersichtlich und beengt für die Kunden“, erklärte Martens anhand von Bildern.

Die Bedingungen würden mittlerweile längst nicht mehr den vorherrschenden Anforderungen an eine Lebensmitteldiscountfiliale entsprechen.

Außerdem sei das am 1. Mai 1993 in Betrieb genommene Objekt mit erheblichen baulich-energetischen Mängeln behaftet. Eine Sanierung sei wirtschaftlich jedoch nicht sinnvoll. „Den aktuellen und künftigen Kundenwünschen kann nur durch eine Neupositionierung am Standort entsprochen werden“, heißt es im Antrag von Norma an die Stadt Grevesmühlen. Das Unternehmen wolle sich so „marktgerecht und zukunftsfähig“ aufstellen. Das Sortiment von aktuell knapp über 1330 Artikeln soll trotz Neubaus nicht erweitert werden, betonte Martens..

Das neue Gebäude soll eine Verkaufsfläche von 1000 Quadratmetern und gebenenfalls auch Platz für einen Bäcker mit „Café-Charakter“ bieten. Zudem sind 60 bis 70 Parkplätze vorgesehen. „Wir würden gern auch eine Überfahrt zum benachbarten Marktkauf schaffen, um mögliche Synergieeffekte zu nutzen“, sagte Martens, die bei ihrem Antrag von Norbert Korzak, Seniorchef bei Marktkauf, unterstützte wurde.

Mit dem neuen Markt erhofft sich Norma auch eine Senkung der Logistikkosten. Denn aktuell müsse der Discounter aufgrund des fehlenden Platzes häufiger angefahren werden.

„Es sind auch neue Arbeitskräfte geplant. Denn eine 1000 Quadratmeter große Verkaufsfläche wäre von der aktuellen Besetzung nicht zu meistern“, kündigte Martens an. Beheizt werden soll das Gebäude durch Wärmerückgewinnung der Kälteanlage, was den nahezu vollständigen Verzicht auf fossile Brennstoffe ermögliche.

Der Antrag des Discounters fiel im Bauausschuss größtenteils auf fruchtbaren Boden. „Die Verkaufsqualität bei Norma muss besser werden. Die Vergrößerung ist nötig, um breitere Gänge zu schaffen“, meinte Gremiumsmitglied Thomas Krohn zum Vorhaben. Auch der Ausschussvorsitzende Erich Reppenhagen sprach sich für den Neubau aus. „Der Markt hat mehr als 20 Jahre auf dem Buckel. Man sollte eine in Grenzen gehaltene Erweiterung für einen ansässigen Betrieb ermöglichen.“

Doch es gab auch Bedenken hinsichtlich der Vorgaben des Einzelhandelskonzeptes der Stadt: „Wir müssen aufpassen, dass die Dinge nicht aus dem Ruder laufen“, warnte Bauausschussmitglied Volkmar Schulz. Er wies darauf hin, dass die Verkaufsfläche pro Einwohner in Grevesmühlen bereits bei etwa 2,5 Quadratmetern liege. „Die Stadt ist schon jetzt überdeckt. Penny will auch erweitern. Und Grevesmühlen muss sich nicht damit ausweisen, dass es pro Kopf die größte Verkaufsfläche hat“, so Schulz. Er sieht die Gefahr einer Verdrängungskonkurrenz.

Die sei jedoch längst vorhanden, haderte Marktkauf-Filialleiter Norbert Korzak von den Zuhörerplätzen. „Wir sind bereits in einer Verdrängungskonkurrenz. Das wurde in der Vergangenheit trotz Warnungen ignoriert.“ Er spielte auf den Bau des Markant-/Aldi-Komplexes am Bahnhof an. Es gehe darum, keine neuen Märkte und Vollsortimenter mehr in der Stadt anzusiedeln. Und auch Erich Reppenhagen konterte Schulz: „Auch wenn die Verkaufsfläche pro Kopf in unserer Stadt hoch ist, die Flächenproduktivität liegt im Bundesdurchschnitt.“

Daniel Heidmann

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