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Nordwestmecklenburg Filmer präsentiert mit „Die Weite suchen“ Kindheitserinnerungen
Lokales Nordwestmecklenburg Filmer präsentiert mit „Die Weite suchen“ Kindheitserinnerungen
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11:45 24.02.2016
Der Filmemacher vor der Kamera: Falk Schuster mimte selbst einen Grenzsoldaten, der die Ostsee überwacht. Quelle: Annett Meinke

Der Sommer 2014 hatte ein paar wirklich heiße Tage. Wer damals öfter an der Steilküste hinter Boltenhagen spazieren ging, konnte ein paar seltsame Szenen beobachten. Da schritt ein jungen Mann mit einem Holzgewehr auf der Steilküste entlang, immer wieder, von links nach rechts, ab und an blieb er stehen und schaute mit einem Feldstecher in die Ferne — und wurde dabei von einem Kameramann gefilmt. Der Mann der einen DDR-Grenzsoldaten spielte, heißt Falk Schuster.

Der Filmemacher arbeitete damals an einem Projekt mit dem Arbeitstitel „Klütz 87“. Es ging um seine Kindheitserinnerungen. Der Hallenser war in jedem Sommer mit seinen Eltern nach Klütz gekommen, hatte dort in einer der improvisierten Urlauberunterkünfte gewohnt. Falk Schusters Spezialgebiet ist Animation. Deshalb ging es in dem Film nicht nur um Erinnerungen und um die Gegenwart, sondern auch darum, Dokumentarisches und Gezeichnetes miteinander zu verbinden (die LN berichteten).

Im Oktober 2015 feierte sein Film, der schließlich unter dem Titel „Die Weite suchen“ fertiggestellt worden war, Premiere. Beim „DOK Leipzig“, einem internationalen Festival für Dokumentar- und Animationsfilm wurde er erstmals gezeigt. Im November lief er dann im Programm des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR).

Nun wird Falk Schuster seinen Film auch in der Region vorstellen, in der er entstanden ist. „In den Film sind auch Mittel aus der Filmförderung MV geflossen, deren Büro sich in Wismar befindet“, berichtet der Filmer. „Deshalb ist es nur folgerichtig, dass er jetzt auch in Wismar gezeigt wird.“ Doch nicht nur Sabine Matthiesen vom Filmbüro in der Hansestadt freut sich, den Film von Falk Schuster am 11. März einem interessierten Publikum vorstellen zu können. Auch im Klützer Literaturhaus „Uwe Johnson“ wird der Film am Sonnabend, 12. März, ab 19 Uhr gezeigt. „Ich werde dort sein, um die Fragen der Zuschauer zu beantworten“, gibt Falk Schuster bekannt. Und nicht nur er wird da sein, auch sein Produzent und einige der im Film mitwirkenden Protagonisten aus der Region. Denn ihre Erinnerungen an „damals“, an die 1980er Jahre in der DDR, dicht an der Grenze zum Westen, spielen natürlich auch eine Rolle.

Außerdem wird es ein „making of“-Spezial geben. Falk Schuster wird den Zuhörern vom Drehprozess, den Schwierigkeiten und Herausforderungen erzählen, die mit der Verfilmung seiner Kindheitserinnerungen verbunden waren.

Termine

Freitag, den 11. März, 19 Uhr: Hanse- und Kreisstadt Wismar, Kino des Filmbüros Mecklenburg-Vorpommern, Bürgermeister-Haupt-Straße: Film „Die Weite suchen“ und „making of“, Filmgespräch mit Regisseur und Produzent, in Anwesenheit von Filmbüro-Leiterin Sabine Matthiesen und Protagonisten.

Sonnabend, den 12. März, 19 Uhr: Schloss-Stadt Klütz, Literaturhaus „Uwe Johnson“, Im Thurow 14: Film „Die Weite suchen“und „making of“, Filmgespräch mit dem Regisseur, Produzent und Protagonisten.

• Infos:

 www.die-weite-suchen.de www.falkschuster.com

Annett Meinke

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