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Nordwestmecklenburg Flughafen Lübeck sucht Partner im Ostseebad Boltenhagen
Lokales Nordwestmecklenburg Flughafen Lübeck sucht Partner im Ostseebad Boltenhagen
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20:10 27.06.2013
Boltenhagen

Vertreter des Flughafens Lübeck strecken an der Ostseeküste von Mecklenburg und Schleswig-Holstein die Fühler aus. Gemeinsam mit Partnern aus der Tourismusbranche suchen sie weitere Mitstreiter für eine Geschäftsidee: Sie wollen eine Fluglinie etablieren, um neue Gästepotenziale erschließen zu können. In dieser Woche fand in Boltenhagen ein Treffen der Arbeitsgruppe statt.

„Wir sind immer wieder gefordert, neue Gäste in die Region zu bringen“, sagt Anett Bierholz, Geschäftsführerin des Verbands Mecklenburgischer Ostseebäder. „Gerade die Schweizer leisten sich bei uns sehr hochwertigen Urlaub“, macht sie deutlich. Das Problem bestehe in der weiten Anreise, zumal die Durchschnittsverweildauer bei vier bis fünf Tagen liege. „Dafür macht man sich aus der Schweiz nicht auf den Weg.“ Die Lösung liege in der Anreise durch die Luft.

Eine Fluggesellschaft setze aber nicht einfach ein Flugzeug ein und warte die Resonanz ab, sondern suche sich Partner, die das finanzielle Risiko mittragen. Bierholz verweist auf ein Konzept, das am Flughafen Usedom bereits gut funktioniert: Hoteliers oder große Zimmervermittlungen kaufen ein gewisses Kontingent an Sitzplätzen für Flüge auf der Strecke zwischen Zürich und Usedom und leisten damit einen Beitrag zur finanziellen Absicherung der Fluglinie.

Wie die Verbands-Chefin erläutert, sei für das Lübecker Vorhaben auch ein Reiseveranstalter aus der Schweiz mit von der Partie. „Wenn das Projekt zum Tragen kommt, wäre es für die Region ein großer Gewinn.“

Stephan Haake, einer der Projektkoordinatoren am Lübecker Flughafen, unterstreicht: „Es sind Konzeptgespräche. Wir schreiben etwa 150 Hotels und 25 Tourismusagenturen an, die bisher zur Arbeitsgruppe gehören, und laden zur Teilnahme ein.“ Eine richtige Projektleitung gebe es nicht, der Flughafen Lübeck, ebenfalls Teil der Arbeitsgruppe, habe lediglich die Koordination übernommen.

Rainer Kress, Direktor des Seehotels „Großherzog von Mecklenburg“ in Boltenhagen, meint, dass die Hotels nicht alles tragen könnten, der Flughafen Lübeck müsse ebenfalls einen Teil des Risikos übernehmen. Er sieht auch den Einzelhandelsverband in der Pflicht, da auch die Geschäfte vor Ort von einem Gästezuwachs profitieren. Auch größere Firmen sollten sich seiner Ansicht nach einbringen.

UO

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