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Nordwestmecklenburg Flugzeugabsturz: Weiter keine Spur von drei Insassen aus Hessen
Lokales Nordwestmecklenburg Flugzeugabsturz: Weiter keine Spur von drei Insassen aus Hessen
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17:59 05.09.2016
Suche nach Absturz eines Kleinflugzeuges auf der Insel Usedom. Quelle: Tilo Wallrodt
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Usedom

Taucher, Flugexperten und Polizei haben am Stettiner Haff weiter nach drei Menschen aus einem Kleinflugzeug gesucht, das seit Sonntag vermisst wird. Mehrere Boote seien am Montag im Einsatz gewesen, sagte eine Polizeisprecherin. Nach ersten Ermittlungen war die Maschine Typ TB 20 am Sonntagmorgen kurz nach dem Start am Flughafen Heringsdorf auf der Insel Usedom (Kreis Vorpommern-Greifswald) ins Stettiner Haff gestürzt. Helfer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hatten schon kurz danach bei Neverow Wrackteile des Flugzeuges und Teile der persönlichen Ausrüstung aus dem Wasser geborgen, wie eine DGzRS-Sprecherin in Bremen berichtete.

Alle drei Vermissten stammten aus Hessen. Wie ein Sprecher des Flugplatzes in Michelstadt/Odenwald (Odenwaldkreis) erklärte, waren eine Frau und zwei Männer im Alter von Anfang 50 und Anfang 60 Jahren am Freitag nach Usedom geflogen. Dabei seien sie von einer zweiten Maschine begleitet worden - diese sei dann am Sonntag zurückgekehrt. Einer der Männer fliege mehr als sechs Jahre, der andere schon etwa 20 Jahre, hieß es.

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung war mit Experten am Stettiner Haff. Sie sollten mit Tauchern und Wasserschutzpolizei die Reste des Flugzeuges bergen und begutachten. Mit einem Sonargerät sollte die Absturzstelle am Montag näher geortet werden. Sie wurde etwa zwei Kilometer südlich der Insel Usedom vermutet. Dort soll das Haff etwa vier Meter tief sein. Danach war der Einsatz der Taucher geplant, was sich allerdings immer wieder verzögerte.

Die Überlebenschancen der Insassen hänge davon ab, ob es sich um einen Absturz oder eine missglückte Notlandung gehandelt habe, sagte ein Sprecher der Bundesstelle. Die Maschine verfüge aber nicht über spezielle Rettungseinrichtungen wie Schleudersitze, die es bei Militärflugzeugen gibt. Es gebe aber einen Notsender, der eventuell eine Ortung ermögliche.

Bei der Maschine war schon kurz nach dem Start in Heringsdorf der Kontakt zu dem anderen Piloten aus Hessen abgerissen, der vorher mit seinem Flugzeug gestartet war. Das Stettiner Haff ist etwa 22 Kilometer lang und bis zu 52 Kilometer breit und nach Fläche fast doppelt so groß wie der Bodensee.

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