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Nordwestmecklenburg Fördermittel für 21 neue Bushaltestellen
Lokales Nordwestmecklenburg Fördermittel für 21 neue Bushaltestellen
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23:26 29.02.2016
Das Buswartehäuschen in Reppenhagen ist marode. Das Dach aus Asbest ist undicht. Jetzt kann die Gemeinde Damshagen es erneuern.

 Jedes Buswartehäuschen wird mit 75 Prozent der Kosten bezuschusst.

25 Prozent Eigenleistung sind immer noch eine große Herausforderung für ihre Kommunen.“ Christian Pegel (SPD), Infrastrukturminister

„Ich weiß, die 25 Prozent Eigenleistung sind immer noch eine große Herausforderung für ihre Kommunen“, sagt der Minister an die Bürgermeister gewandt. Vor allem im Zusammenhang mit der Umsetzung des neuen Nahverkehrskonzepts im Landkreis ist es ihm wichtig, dass auch die Infrastruktur angepasst wird. Nordwestmecklenburg habe mit der neuen Struktur im Nahverkehr einen mutigen Schritt gemacht und Kinderkrankheiten müssten noch geheilt werden. „Aber wir werden uns das ansehen und vielleicht in ein paar Jahren im Land übernehmen“, sagt Pegel. Für mehr Akzeptanz müssten aber die Fahrgäste speziell an den Umsteigepunkten die Möglichkeit haben, sich sicher unterstellen zu können. Das ist im Klützer Winkel nicht an allen Bushaltestellen gegeben.

Einige sind zum Beispiel beschädigt, so dass sie keinen Schutz mehr vor Wind bieten, weil in den Wänden nach Vandalismus ganze Felder fehlen. Andere Bushaltestellen sind schon sehr alt. Diese massiven Wartehäuschen, wie in Gutow oder Reppenhagen in der Gemeinde Damshagen, sind dunkel und es sammelt sich schnell Müll darin. „Wenn man weder rein- noch rausgucken kann, ist das kein schönes Gefühl. Dabei geht es auch um Sicherheit“, sagt Mandy Krüger (ptl.), Bürgermeisterin von Damshagen.

Um Sicherheit geht es auch Boltenhagens Bürgermeister Christian Schmiedeberg (CDU). „Wir wollen ab diesem Jahr die bisherigen Park&Ride-Plätze an die Buslinie anbinden. So wollen wir auch Verkehr aus dem Ortszentrum heraus bekommen“, erklärt er dem Minister. Das Ansinnen gefällt Christian Pegel, der selber Vater von zwei Kindern ist. „Ein tolles Konzept — vor allem im Sommer ist es an der Ostsee schnell vorbei mit der Erholung, wenn man wegen des Verkehrs nur noch auf die Kinder aufpasst.“ Es sei schön, dass Boltenhagen mit den Großparkplätzen an den Ortseingängen an einer Verbesserung im Zentrum arbeite. „Schade ist allerdings“, sagt Christian Schmiedeberg, „dass wir heute ohne Fördermittel eigentlich nichts mehr machen können.“

Aufgrund der unterschiedlichen finanziellen Ausstattung der Gemeinden können sie in diesem Jahr auch nur unterschiedlich in Buswartehäuschen investieren. Die Gemeinde Damshagen kann sich nur Eigenanteile für zwei Bushaltestellen leisten. Die Gemeinde Zierow benötigt nur ein neues Wartehäuschen. Auch in Hohenkirchen ist schon in diesem Bereich investiert worden, so dass noch vier Wartehäuschen erneuert werden sollen. Boltenhagen hingegen will acht Buswartehäuschen ersetzen beziehungsweise ganz neu aufstellen. In der Stadt Klütz sind sechs neue Unterstände an Bushaltestellen geplant.

Der Großteil der Buswartehäuschen in Klütz wurde in den 1990er Jahren aufgestellt. „Da haben wir noch nicht so sehr mit Vandalismus gerechnet, wie wir ihn heute feststellen müssen“, sagt Bürgermeister Guntram Jung (CDU). „Aber es nutzen auch immer mehr Touristen den Nahverkehr im Klützer Winkel und für den Weg nach Lübeck oder Wismar. Da müssen die Haltestellen gut aussehen.“ Das sieht auch Minister Christian Pegel so. „Ich finde es gut, dass sie jetzt entlang der Hauptlinien der Busse die Haltestellen erneuern wollen. Das gibt ein einheitliches Bild und die Investitionen sind wichtig, um die Haltestellen so barrierearm wie möglich zu machen“, sagt der Minister.

Malte Behnk

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