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Nordwestmecklenburg Frank Wobser ist Unternehmer des Jahres im Landkreis
Lokales Nordwestmecklenburg Frank Wobser ist Unternehmer des Jahres im Landkreis
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20:22 18.02.2016
Frank Wobser (41, M.), Unternehmer des Jahres 2015, mit Landrätin Kerstin Weiss (SPD) und Kreistagspräsident Klaus Becker (CDU) bei der Ehrung in der Remise des Schlosses Hasenwinkel. Fotos (5): Norbert Wiaterek

Er ist Chef von 130 Mitarbeitern, sein Unternehmen hat ein jährliches Umsatzvolumen von etwa 20 Millionen Euro: Frank Wobser von der Horst Jeske Sanitär- und Heizungsbau GmbH aus Warin darf sich Unternehmer des Jahres 2015 in Nordwestmecklenburg nennen. Die Auszeichnung bekam der 41 Jahre alte Firmenchef beim Unternehmerempfang in der Remise des Schlosses Hasenwinkel.

Landrätin Kerstin Weiss (SPD) bescheinigte dem Vater eines erwachsenen Sohnes „Leistungskraft, Innovation, Engagement und soziale Kompetenz“. Wobser, der das unternehmerische Risiko nicht scheue, führe seine Firma „mit großer Hingabe und Fachkompetenz“. Die Sanitär- und Heizungsbau GmbH gehöre zu den größten Handwerksbetrieben in der Region und sei ein wichtiger Ausbildungsbetrieb. „Ich freue mich sehr über die Ehrung“, sagte Wobser, der gerne Fahrrad fährt, im Schützenverein aktiv ist und Tennis spielt.

Etwa 120 Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem ganzen Landkreis, Politiker und Verwaltungsmitarbeiter waren beim Empfang dabei. Sie freuten sich über die Darbietungen der „Pipeguys“ Maximilian Lau und Philipp Schulz aus Schönberg, die auf Plastikrohren trommelten. Die Wismarer Band RayD.O begeisterte unter anderem mit dem Lied „Wo die Seele lächelt“. Im Schloss gab es später Zeit, um beim Grünkohlessen Erfahrungen auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und über die Worte von Hans Thon zu diskutieren. Der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Schwerin, der morgen seinen 73. Geburtstag feiert, hatte die wirtschaftliche Entwicklung im Landkreis gelobt, aber auch gemahnt, Vorsorge für die Zukunft zu treffen. „Ein Problem ist schon jetzt der Fachkräftemangel“, betonte Thon. Es wäre ein „Tropfen auf den heißen Stein“, wenn es gelingen würde, mehr arbeitslose Jugendliche aus anderen Ländern, etwa aus Südeuropa, in die Betriebe zu bringen. Und wenn Auspendler, die zum Beispiel in Hamburg und Schleswig-Holstein arbeiten, überzeugt werden könnten, ihr Brot wieder im Westen Mecklenburgs zu verdienen. „Wichtig ist es, neue Arbeitsplätze zu schaffen und bestehende Jobs zu stärken“, meinte der Gastredner aus Schwerin, der auch von Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) Applaus erhielt. Das Thema Fachkräfte und Nachwuchssicherung liegt vielen Unternehmern in Nordwestmecklenburg am Herzen. „Das wird uns noch beschäftigen“, sagte Uwe Steinhagen (76), Geschäftsführer des Glaszentrums Wismar. Aber die meisten Firmenleiter blicken optimistisch auf die kommenden Monate. „Wir haben einen sehr guten Auftragsbestand. Das größte Risiko ist die Entwicklung der Weltwirtschaft“, äußerte sich Uwe Blaumann, Chef des Möbelherstellers Palmberg aus Schönberg.

Monika Farell vom Tigerpark Dassow zählte 2015 etwa 30000 Besucher.

Das Unternehmen

1990 gründeten Monika und Horst Jeske die Horst Jeske Sanitär- und Heizungsbau GmbH. Das erfolgreiche Unternehmen hat sich auf Sanitär- und Heizungsinstallation, Lüftungs- und Klimatechnik sowie Solartechnik/Fotovoltaik spezialisiert und ist auch als Generalunternehmer, etwa bei Komplexsanierungen, tätig. Zum Unternehmen gehört eine Wärmeversorgungs GmbH. Durch sie werden 3000 Wohnungen in Sternberg, Warin und Wismar versorgt.

2008 übergab Horst Jeske das Wariner Unternehmen an Frank Wobser. Dieser hatte 1991 in der Firma eine kaufmännische Ausbildung begonnen, war dort für die Buchhaltung verantwortlich und Prokurist.

Norbert Wiaterek
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