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Nordwestmecklenburg Frauen im Nordwestkreis leben länger als die Männer
Lokales Nordwestmecklenburg Frauen im Nordwestkreis leben länger als die Männer
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20:34 11.01.2018
Grevesmühlens Stadtpräsident Udo Brockmann (rechts) bedankt sich bei Klaus Erdmann und Gert Bentin (Mitte) für die Arbeit des Seniorenbeirates. Quelle: Foto: M. Prochnow
Grevesmühlen

Schlechte Zeiten für die Männer in der Region: Laut der aktuellen Einwohnerstatistik für Grevesmühlen und den Landkreis haben die Frauen eindeutig die Oberhand. Zumindest was die Gruppe der Senioren betrifft.

Zahlen

10507

Einwohner zählte die Stadt Grevesmühlen

Ende vergangenen

Jahres. 2363 davon waren älter als 65 Jahre.

In dieser Altersgruppe sind 1410 Frauen und 953 Männer.

In Grevesmühlen beispielsweise leben aktuell 10507 Einwohner, 2363 davon sind im Alter zwischen 65 und 110 Jahren – 1410 davon sind Frauen, im Verhältnis dazu sind nur 953 Männer im Rentenalter in Grevesmühlen. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Die Hauptursache: Die Lebenserwartung von Frauen ist laut einer bundesweiten Studie deutlich höher als die der Männer.

Auf den Landkreis bezogen bestätigt sich der Trend aus Grevesmühlen: 24520 Frauen und 20800 Männer (jeweils über 60 Jahre) leben in Nordwestmecklenburg.

Was bedeutet das für die Entwicklung der Region? Die Seniorenkonferenz in Grevesmühlen am kommenden Mittwoch, 17. Januar, ist ein Schritt auf dem Weg in eine Zukunft der Kommunen, die sich verstärkt auf die Bedürfnisse der älteren Menschen einstellen. Lars Prahler, Bürgermeister der Stadt Grevesmühlen, erklärte in diesem Zusammenhang, dass es längst nicht mehr darum gehe, Parks und Sitzbänke zu schaffen. „Vielmehr reden wir über eine Generation, die aktiv am Leben teilhaben will. Und diese Chance sollten wir nutzen.“ Wie das in der Praxis aussehen kann, das zeigt das Beispiel des Museums in der Stadt. Als Ende vergangenen Jahres aufgrund eines personellen Engpasses die Öffnungszeiten des Museums eingeschränkt werden sollten, fragte Lars Prahler beim Heimatverein nach, ob nicht jemand ehrenamtlich die Vertretung übernehmen könne. „Das hat so gut geklappt, dass ich nicht nur sehr überrascht war, sondern darauf hoffe, dass daraus noch mehr werden kann“, so der Bürgermeister.

Denn die Senioren von heute sind deutlich aktiver als noch vor einigen Jahrzehnten. Die große Nachfrage nach Sportgruppen ist ein weiteres Indiz für das breite Interesse jener Bevölkerung, die ihre Aktivitäten auch unter der Woche ausweiten.

Grevesmühlens Stadtpräsident Udo Brockmann hatte auf der Stadtvertretersitzung seinen Dank an den Seniorenbeirat der Stadt ausgesprochen, der in diesem Jahr 25 Jahre existiert. Stellvertretend nahmen Klaus Erdmann und Gert Bentin die Glückwünsche entgegen. Das Jubiläum ist auch der Grund für die Seniorenkonferenz. Wie Lars Prahler erklärte, wollten die Beiratsmitglieder keine Feierstunden sondern eine Veranstaltung, die vor allem den Blick nach vorn richtet. Und genau das soll am 17. Januar im Rathaussaal geschehen.

Apropos Altersgruppen: Bei der Geburtenrate kehrt sich das Verhältnis zwischen Jungen und Mädchen übrigens um in den vergangenen Jahren. Laut den aktuellen Zahlen gibt es in Grevesmühlen 439 Einwohner, die jünger sind als fünf Jahre – und zwar 237 Jungs und 210 Mädchen. In den nachfolgenden Altersgruppen egalisieren sich die Zahlen zwischen Männern und Frauen. Erst bei den Einwohnern jenseits der 65 Jahre geht die Schere dann wieder deutlich auseinander.

Tatsache ist, dass Grevesmühlen sich auf den demografischen Wandel vorbereiten will und muss. Die Seniorenkonferenz (Programm siehe unten) soll dafür den Auftakt bilden. Vor allem die Podiumsdiskussion soll Ideen hervorbringen, Probleme und mögliche Lösungen benennen.

Das Programm der Seniorenkonferenz

Die Veranstaltung am kommenden Mittwoch, 17. Januar, findet im Rathaussaal sowie im Foyer statt. Die Konferenz ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

13.30 Uhr: Beginn der Veranstaltung mit der Ankunft der Teilnehmer sowie der Gäste.

14 Uhr: Eröffnung durch Bürgermeister Lars Prahler.

Der weitere Ablauf: Nach dem Grußwort des Bürgermeisters wird Karl-Ludwig Gädert eine Bilanz der Arbeit des Seniorenbeirates geben, der seit 25 Jahren aktiv ist.

14.30 Uhr: Referat „Demografische Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern“ von Martina Tegtmeier, Landtagsabgeordnete und Mitglied der Enquete-Kommission „Älter werden in Mecklenburg-Vorpommern“. Danach Referat „Aktiv und kreativ mit Medien“ von Roland Rosenstock (Theologische Fakultät Greifswald)

15.30 Uhr: Kaffeepause

16 Uhr: Podiumsdiskussion im Rathaussaal. Moderiert werden die Debatten von Sven Schiffner. Themen sind „Senioren- und bedarfsgerechte Infrastruktur“ mit Bauamtsleiter Holger Janke; „Wohnen im Alter“ mit Wobag-Geschäftsführerin Uta Woge sowie „Partizipation und bürgerschaftliches Engagement“ mit Jan Holze und Maike Frey. Ebenfalls Thema: „Gesund im Alter mit Sport und Bewegung“ sowie „Perspektiven“.

Michael Prochnow

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