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Nordwestmecklenburg Freie Fahrt ab Anfang Juni
Lokales Nordwestmecklenburg Freie Fahrt ab Anfang Juni
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23:08 13.02.2018
Der Bahnübergang in der Rehnaer Straße wird am 8. Juni wieder für den Verkehr geöffnet. Seit November ist er gesperrt. Quelle: KARL-ERNST SCHMIDT
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Grevesmühlen

Die Gerüchteküche brodelte bereits in Grevesmühlen. Werden die Bahnübergänge in der Rehnaer Straße und im Questiner Weg überhaupt wieder geöffnet? Nachdem die Firmen die Streckensanierung und die Erneuerung der Gleise im vergangenen Jahr in Rekordzeit über die Bühne brachten, sind die Bahnübergänge inzwischen seit Anfang November gesperrt. „Die Gerüchte stimmen nicht“, betont Grevesmühlens Bauamtsleiter Holger Janke. „Die Bahnübergänge werden beide saniert und für den Verkehr geöffnet, und zwar am 8. Juni.“ Das habe die Deutsche Bahn auf Nachfrage bestätigt.

Bahnübergänge in Grevesmühlen sollen zum Stadtfest wieder befahrbar sein.

Gedenkminute

Die Stadtvertreter gedachten zu Beginn ihrer Sitzung Gerda Ahrens. Die ehemalige Stadtpräsidentin und langjährige Stadtvertreterin war kürzlich verstorben. 2010 hatte sie sich aus gesundheitlichen Gründen aus der Kommunalpolitik zurückgezogen. Seit der Wende hatte sie maßgeblichen Anteil an der Entwicklung der Stadt Grevesmühlen. Das hoben die Stadtvertreter hervor.

Hintergrund der Verzögerung seien das Wetter und die Tatsache, dass die Übergänge deutlich mehr Aufwand benötigten als die Sanierung der Bahnstrecke. In den vergangenen Jahren war mehrfach darüber diskutiert worden, dass bei einer Elektrifizierung der Bahnstrecke von Lübeck nach Bad Kleinen der Bahnübergang in Grevesmühlen möglicherweise gesperrt werden könnte. Doch davon ist inzwischen keine Rede mehr.

Trägerschaft Jugendzentrum wird ausgeschrieben

Die Stadt Grevesmühlen sucht offiziell nach einem neuen Träger für das Jugendzentrum (die LN berichteten). Die Stadtvertreter einigten sich am Montagabend darauf, eine Ausschreibung für den Betrieb der Einrichtung im Bürgerbahnhof herauszugeben. Laut Bürgermeister Lars Prahler (parteilos) sei der Betrieb durch einen Träger aus mehreren Gründen die bessere Lösung. „Wir sind als Stadtverwaltung nur begrenzt in der Lage, die Jugendarbeit zu leisten. Ein Träger, der sich damit speziell auseinandersetzt, hat die besseren Voraussetzungen. Außerdem hat es auch, das ist kein Geheimnis, finanzielle Gründe. Eine Förderung ist für die Stadt einfacher zu realisieren als eine feste Stelle.“ Laut Prahler gebe es bereits Interessenten für das Jugendzentrum.

Seniorenbeirat kritisiert Sparkassenumbau

Karl-Ludwig Gädert, Vorsitzender des Seniorenbeirats in Grevesmühlen, hat im Rahmen der Stadtvertretersitzung die Bedingungen im Kassenbereich der Sparkasse in Grevesmühlen kritisiert. „Vor allem wenn es um größere Summen geht, ist die Privatsphäre am Schalter nicht gegeben“, erklärte er. Gädert kündigte an, zusammen mit der Stadtverwaltung mit dem Vorstand der Sparkasse sprechen zu wollen.

Cap Arcona-Denkmal wird saniert

Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) hat für die Sanierung des Cap Arcona-Denkmals auf dem Tannenberg in Grevesmühlen 200000 Euro bewilligt. Das gab Bürgermeister Lars Prahler bekannt. Zusätzlich hat die Stadt einen Förderantrag gestellt, zusammen mit weiteren Gedenkorten der Schiffskatastrophe im Mai 1945, bei der mehrere Tausend KZ-Häftlinge in der Lübecker Bucht starben. Die Sanierung der Gedenkstätte soll gegen Ende des Jahres beginnen.

Wlan-Hotspots für die ganze Stadt

Die AG „Digitale Stadt“ hat ihre Arbeit aufgenommen. Unabhängig von dem Breitbandausbau durch den Bund, den der Landkreis umsetzt, will die Stadt Grevesmühlen ein Netz von Wlan-Punkten schaffen, die allen Nutzern offenstehen. Die Arbeitsgruppe besteht aus Kommunalpolitikern und IT-Experten – allesamt Männer übrigens. Das allerdings kritisierte Stadtvertreterin Christiane Münter (grevesmühlen.jetzt). Sie monierte, dass keine einzige Frau in dem Gremium vertreten sei. Sie sei auch nicht gefragt worden, als es um die Auswahl der Mitglieder für die AG gegangen sei.

Bleicherberg kurz vor einer Regelung

Die Straße Am Bleicherberg soll bald eine endgültige Beschilderung erhalten. Am 12. März ist ein Termin mit der Stadtverwaltung und dem Kreis vorgesehen. Danach soll die Entscheidung fallen, welche Fahrzeuge die Straße befahren dürfen. Seit Jahren fordern die Anwohner eine Sperrung für Lastwagen – der Kreis hatte mehrfach interveniert. Die Straße wird vor allem für Lastwagen genutzt, die das Gewerbegebiet Nordwest erreichen wollen. Das Areal hat eine eigene Zufahrt von der B 105.

 Michael Prochnow

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