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Nordwestmecklenburg Freude und Ärger über Dünenpromenade
Lokales Nordwestmecklenburg Freude und Ärger über Dünenpromenade
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20:15 21.11.2016

. Fast einstimmig haben Boltenhagens Gemeindevertreter für den Baubeginn der Dünenpromenade gestimmt. Bürgermeister Christian Schmiedeberg (CDU) hofft sogar auf einen ersten Spatenstich im Frühjahr.

Die Reaktionen im Ostseebad auf die Entscheidung der Politiker fallen gemischt aus. Kurdirektorin Claudia Hörl gratuliert den Gemeindevertretern. „Schön, dass es nach fast fünf Jahren jetzt endlich zur Umsetzung kommen kann“, sagt sie. „In den vergangenen Jahren gab es ja wenige Projekte, die verwirklicht wurden. Die Kurverwaltung hat mit der Dünenpromenade viel Arbeit gehabt. Jetzt geht es darum, zügig die Baugenehmigungen für die DLRG-Türme und die Häuser der Strandkorbvermieter zu bekommen“, so Hörl. Sie geht im Gegensatz zum Bürgermeister eher von einem Baubeginn im Herbst 2017 aus.

Das wäre auch der Wunsch der Strandkorbvermieter. „Im Frühjahr werden sicher Gäste durch Baumaschinen gestört“, befürchtet Achim Chille, Sprecher des Vereins der Strandkorbvermieter in Boltenhagen.

„Wir sind nicht gegen etwas Neues und auch nicht grundsätzlich gegen die Dünenpromenade“, stellt er klar. „Wir befürchten aber, dass Details nicht weit genug geplant sind.“ So sei die Platzierung der Hütten der Strandkorbvermieter südlich der Dünenpromenade aus seiner Sicht falsch. „Damit wird für uns das Kassieren der Strandbeiträge sehr schwierig, weil wir nicht einschätzen können, wer nur auf die Promenade und wer zum Strand will“, sagt Chille. An dem Punkt arbeitet die Gemeindevertretung bereits und hofft auf eine Genehmigung, die Hütten der Strandkorbvermieter auch nördlich der Promenade bauen zu dürfen. „Ein Problem sehen wir auch in der Begehbarkeit der Promenade im Winter. Wer entfernt dann Schnee und Eis?“, fragt Chille.

Die Frage nach dem Winterdienst stellen sich auch Mitglieder des Seniorenbeirats. „Wird sie dann mit einer Schnur und dem Hinweis auf Schnee und Eis gesperrt? Ich habe den Eindruck, dass es jetzt Zeitdruck bei der Planung gab“, sagt Brigitte Hilscher, Vorsitzende des Seniorenbeirats etwas kritisch. „Andererseits sagen auch einige Senioren, dass man auf der Dünenpromenade sicher schön spazieren gehen kann“, so Hilscher. Ihr wäre es wichtig, dass Boltenhagen als „kleiner, feiner Badeort“ vor allem durch Qualität auf sich aufmerksam macht.

Genauso gemischte Meinungen zum Entschluss der Gemeindevertreter gibt es beim Gewerbeverein des Ostseebads. „In unseren Reihen gibt es Befürworter und Gegner“, sagt Wolfgang Kupsch, Geschäftsführer des Gewerbevereins.

Uwe Burmeister, Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe in Boltenhagen, freut sich über die Entscheidung für die Dünenpromenade, weil die Türme der Rettungsschwimmer inzwischen immer wieder ausgebessert werden müssen. „Im Frühjahr gibt es immer öfter Probleme mit undichten Dächern oder morschen Geländern. Daher wären wir sehr froh, wenn bald neue Türme kommen“, so Burmeister. „Bislang müssen wir oft mit Provisorien arbeiten, wenn es zum Beispiel nur um Wasser zum Hände waschen geht.“

Malte Behnk

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