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Nordwestmecklenburg „Frühe Hilfen“ vom Kinderwunsch bis zur Familie
Lokales Nordwestmecklenburg „Frühe Hilfen“ vom Kinderwunsch bis zur Familie
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18:31 08.04.2017

Hilfe, bevor überhaupt erst Probleme entstehen. Das Netzwerk „Frühe Hilfen“ des Landkreises Nordwestmecklenburg unterstützt Eltern vom Kinderwunsch an. „Werdende Eltern erfahren bei uns, welche Herausforderungen auf sie zukommen, wo sie sich austauschen können und wo Treffen in ihrem Umfeld stattfinden. Wir bieten niederschwellige Unterstützung“, erklärt Beate Dellin, Fachdienstleiterin Jugend beim Landkreis. Im Rahmen eines Bundesprogramms stehen dem Landkreis jährlich rund 95000 Euro dafür zu Verfügung – zumindest bisher noch.

Anna

Olschewski,

Koordinatorin FOTO: VK

Seit 2012 gibt es das Netzwerk bereits in Nordwestmecklenburg, mittlerweile nimmt das Vorhaben Fahrt auf. „Der Anfang gestaltete sich recht schwierig“, gibt Anna Olschewski zu, Koordinatorin des Netzwerks seit 2015. „Es hat gedauert, die verschiedenen Partner zu finden, besonders bei den Ärzten“, erzählt sie. „Doch mit der Zeit haben wir sehr starke Partner gefunden.“ Es hat sich eine sogenannte Steuergruppe – bestehend aus Ärzten, den verschiedenen Trägern und Vereinen – zusammengefunden. Mindestens vier Mal im Jahr treffen sich die rund 15 Personen zur Besprechung.

Vier Projekte werden durch das Netzwerk „Frühe Hilfen“ derzeit gefördert. Zum einen das Elternprojekt „Mama’s Rockzippel“ in Bad Kleinen, ein Treffpunkt für Familien. „Dort lernen die Eltern Hilfe zur Selbsthilfe. Und das in einem entspannten Umfeld.“ Oftmals sei der Weg zu einem Elterncafé einfacher als zu einer Beratungsstelle. Ein weiteres Projekt, das gefördert wird, ist das Betreuungsangebot „Zeiträume“ für Familien mit Kindern von ein bis drei Jahren. Ehrenamtliche bieten bei diesem Programm an, sich zur Entlastung um das Kind zu kümmern. „Das war anfangs auch schwer, jemanden zu finden. Aber jetzt haben wir fünf Kümmerer“, sagt Anna Olschewski. Weitere Helfer sind gern gesehen. Das dritte Projekt ist die Paarberatung „Eltern-Ge(h)zeiten“. „Denn ein Kind zu bekommen ist eine große Aufgabe für werdende Eltern“, sagt Anna Olschewski. Seit diesem Jahr Teil des Netzwerkes ist die Frühchengruppe „Kleines Wunder“, eine Krabbelgruppe für Familien mit Frühgeborenen. „Die Kinder sind oftmals noch nicht so weit entwickelt. In der Gruppe bei den Wismarer Werkstätten können die Eltern sich austauschen und die Kinder spielen.

Für die kommende Zeit hat Anna Olschewski sich konkrete Ziele gesetzt: „Wir wollen in diesem Jahr sogenannte Sozialraumkoordinatoren in den jeweiligen Regionen einsetzen“, erzählt sie. Ein Ansprechpartner vor Ort also. „Es gibt so viele Angebote im Landkreis, darüber wissen die Leute vor Ort am besten Bescheid“, sagt die Koordinatorin. Dadurch soll die Zielgruppe noch besser erreicht werden und das Angebot flächendeckender sein. Durch Multiplikatoren könne das Netzwerk zudem mehr publik gemacht werden. So soll auch das ehrenamtliche Engagement abgesichert werden.

„Wir arbeiten schon voraus“, erklärt Beate Dellin. „Die Fördermittel laufen aus und deshalb wollen wir rechtzeitig die Nachhaltigkeit des Netzwerks sichern.“ Das Angebot sei zu wertvoll, um die Arbeit nun einzustellen. „Wir haben den Willen, das Netzwerk weiterzuführen, und das ist auch schaffbar“, zeigt sie sich optimistisch. Auch Anna Olschewski ist zuversichtlich. „Wir haben jetzt erst richtig Fahrt aufgenommen“, sagt die Koordinatorin.

Netzwerk

Seit 2012 stehen dem Landkreis

jährlich Mittel zur Verfügung, die

der Bund im Rahmen der „Bundesinitiative Frühe Hilfen und Familienhebammen“ vergibt. Ziel ist es,

Menschen während der Familienplanung, werdende Eltern und

Familien mit Kleinkindern bis zu

drei Jahre durch entsprechende

Beratungsangebote zu unterstützen.

Kontakt: ☎ 03841 / 30 40 51 68

oder www.nordwestmecklenburg.de

Vanessa Kopp

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