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Nordwestmecklenburg Führungswechsel nach 28 Jahren
Lokales Nordwestmecklenburg Führungswechsel nach 28 Jahren
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20:32 16.04.2018

Schönberg. Im Heimatbund für das Fürstentum Ratzeburg zeichnet sich das Ende einer Ära ab. „Ich werde im nächsten Jahr nicht mehr kandidieren“, kündigte Klaus-Peter Räsenhöft am Sonnabend in der Jahreshauptversammlung des Vereins an. Der Schönberger führt seit 1991 den Verein, dessen Leitungsposten nach seinem Willen in jüngere Hände gelegt werden soll. Ein Argument, das Klaus-Peter Räsenhöft für den Wechsel anführt: „Es sind neue Ideen gefordert.“ Der 77-Jährige sagte zu den Mitgliedern: „Es ist jetzt der Punkt erreicht, an dem ich sage: Es ist nicht mehr angemessen, wenn ich weiter hier stehe.“ Klaus-Peter Räsenhöft äußerte in Versammlungen des Heimatbundes bereits mehrmals den Wunsch, dass jemand Jüngeres den Posten übernimmt und sich weitere Frauen und Männer für eine Mitarbeit im Vorstand melden. Im April 2016 fasste die Mitgliederversammlung in Schönberg einen einstimmigen Beschluss, dass der Vorsitzende und seine Stellvertreterin Emanuela Glöde die 1901 als Altertumsverein für das Fürstentum Ratzeburg gegründete Gemeinschaft künftig gemeinsam führen – als eine Art Doppelspitze. Emanuela Glöde kündigte an, der langjährige Vorsitzende werde von einigen organisatorischen Aufgaben entlastet. Am Sonnabend informierte die stellvertretende Vorsitzende im Volkskundemuseum in Schönberg über Aktivitäten des Vereins und des Museums in 2017 und 2018. Nach ihrer Auskunft beginnt die Saison auf dem Denkmalhof „Bechelsdorfer Schulzenhaus“

Klaus-Peter Räsenhöft leitet seit 1991 den Heimatbund für das Fürstentum Ratzeburg, der eine neue Ausgabe des Bundes „Dreißig Dörfer“ anbietet.

am 13. Mai. Ab dann werde es auch wieder Backtage im Freilichtmuseum geben. Für den 9. Juni plant der Heimatbund nach Auskunft von Emanuela Glöde eine öffentliche Radtour, die nach Falkenhagen und Bülow führen wird und für den 1. Juli eine Busfahrt nach Stavenhagen. Ribnitz und Umgebung ist das Ziel einer zweiten Bustour. Sie soll am 14. Oktober in Schönberg starten. Bereits am 8.

September lädt der Heimatbund zu einer Radtour nach Dassow und Rodenberg ein. Geplant sind auch plattdeutsche Lesungen und ein Vortrag über den Naturpark Sternberger Seenland.

Am Sonnabend diskutierten die Mitglieder des Heimatbundes für das Fürstentum Ratzeburg über den Vorschlag, den Namen des Vereins zu ändern. Zur Debatte standen „Heimatbund für das historische Fürstentum Ratzeburg“ und „Heimatbund für Schönberg/Mecklenburg und Umgebung“. Nach einer kurzen Diskussion stimmte eine große Mehrheit für ein Ergebnis, das der Vorsitzende so beschrieb: „Bliwt allns bin Olln“ (Bleibt alles beim Alten). Die meisten Mitglieder waren dafür, die Tradition auch in der Bezeichnung des Vereins weiterzuführen.

Ein Schönberger brachte nach den Vorschlägen zur Namensänderung den Gründer des Schönberger Museums ins Spiel: „Fritz Buddin würde sich im Grabe umdrehen, wenn er das hören würde.“

Ein weiteres Argument: Der Name „Heimatbund für Schönberg/Mecklenburg und Umgebung“ würde Einwohner von Schlagsdorf, Carlow und Ratzeburg nicht ansprechen.

Nicht beim Alten geblieben ist die Zahl der Mitglieder. 2017 traten mehr Frauen und Männer in den Verein ein als ausschieden. Damit setzt sich ein positiver Trend fort, der 2016 einsetzte. Nun gehören mehr als 200 Mitglieder dem Heimatbund an. Sie zahlen nach einem Mehrheitsbeschluss vom vergangenen Sonnabend 25 Euro Beitrag pro Jahr. Vorher waren es noch weniger: zwölf Euro.

Zur nächsten Mitgliederversammlung lädt der Heimatbund für das Fürstentum Ratzeburg am 4. Mai 2019 um 14 Uhr auf das Gelände des Denkmalhofes ein. Dann wird der Vorstand neu gewählt.

Jürgen Lenz

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