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Nordwestmecklenburg Fünf Monate nach Brandstiftung: Tiere fühlen sich wieder wohl
Lokales Nordwestmecklenburg Fünf Monate nach Brandstiftung: Tiere fühlen sich wieder wohl
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20:32 22.10.2013
Der Stall im Tierpark ist nach dem Brand neu aufgebaut worden. Jetzt fühlen sich die Ziegen wieder wohl. Quelle: Hans-Joachim Zeigert

Den 4. Mai 2013 werden Tierparkchef Michael Werner und seine Mitarbeiter so schnell nicht vergessen: Ein durch Brandstiftung entstandenes Feuer vernichtete einen reetgedeckten Stall, der die Unterkunft für insgesamt 50 Tiere war. Der Schaden betrug etwa 120 000 Euro.

Inzwischen steht an gleicher Stelle ein niegelnagelneues u-förmiges Gebäude, bei dem auch alle Leitungen erneuert wurden. „Zum Glück gingen die Schadensregulierung und das Ausschreibungsverfahren für die Handwerker rasch vonstatten, so dass wir schnell handeln konnten“, erinnert sich Michael Werner. Auch die Stadt habe unbürokratisch und zügig gehandelt, lobt auch Wolfgang Kühl, Vorsitzender des Tierparkvereins.

Auf ein Reetdach ist beim Neubau allerdings verzichtet worden. „Wer einmal so ein brennendes Dach gesehen hat, wird verstehen, warum wir uns für ein Ziegeldach entschieden haben“, erklärt der Tierparkchef und erinnert sich an die Hektik, als das Feuer entdeckt worden war: „Sieben Pferde, drei Esel, drei Kühe, 21 Ziegen und 16 Schafe, darunter viele Jungtiere, mussten sofort umquartiert werden.“

Seit 35 Jahren leitet Michael Werner den Tierpark Wismar. Das Feuer war das Schlimmste, was in dieser Zeit geschehen ist. „Und ich hoffe, dabei bleibt es auch“, sagt er. Nach wie vor ist es für ihn ein kleines Wunder, dass kein Tier in dem Feuer umgekommen ist.

Mitglieder und Förderer des Tierparkvereins haben sich den neuen Stall schon angesehen. Denn es ist gute Tradition, dass die Tierheimmitarbeiter die mehr als 50 Vereinsmitglieder und Förderer zum Ende der Saison einladen. Über den Neubau sind sich die Vereinsmitglieder einig: „Alles ist viel schöner geworden als zuvor“, bestätigt der Vorsitzende Wolfgang Kühl. Das Lob gilt nicht nur den Handwerkern und Firmen, sondern auch vielen fleißigen, ehrenamtlichen Helfern. „Gerade sie haben in Eigeninitiative bei der Beseitigung der Brandschäden Pionierarbeit geleistet“, urteilt Wolfgang Kühl.

Besonders freut sich der Vorsitzende des Tierparkvereins auf die Eröffnung des neuen Imbisses zu Beginn der nächsten Saison. „Das wird ein Highlight werden“, ist Wolfgang Kühl sicher. Der Gastronomiebereich ist bereits und der angebaute Sanitärtrakt soll noch mit Holz verkleidet werden. „Das wird vom Spielplatz aus sehr schön aussehen“, so der Vereinsvorsitzende. Dafür hat der Trägerverein ganz schön tief in die Tasche gegriffen und etwa 170 000 Euro investiert.

Den Ansturm von bis zu 2000 Besuchern in Spitzenzeiten müssen am Imbiss dann die neuen Pächter, das Ehepaar Blievernicht vom Blievent Veranstaltungsservice, bewältigen. Sie lösen das Ehepaar Mohri ab, das nach 16 Jahren in den Ruhestand gegangen ist. „Besonders Frau Mohri konnte gut Kindern umgehen und hat sich toll um sie gekümmert“, erinnert sich Wolfgang Kühl.

Lobende Worte über den Tierpark findet auch Norbert Huschner vom Vereinsvorstand: „Es ist immer wieder erfreulich mit anzusehen, wie positiv sich alles im Lauf der Zeit entwickelt hat.“ Das sei dem Fleiß der Mitarbeiter ebenso zu danken, wie dem Engagement der Freunde, Sponsoren und aktiven Helfer.

Optimistisch stimmen ihn auch steigende Besucherzahlen. Im Vorjahr kamen etwa 105 000 Gäste. Für dieses Jahr hofft Huschner, dass sich die Besucherzahl der Marke von 120 000 nähert. „Dazu lässt sich jetzt aber noch nichts Konkretes sagen“, bremst Michael Werner die Erwartungen. Sicher sei aber, dass es mehr sind als 2012.

Der Stall und die Gastronomie sind viel schöner geworden.“ Wolfgang Kühl, Vorsitzender Tierparkverein

Hans-Joachim Zeigert und Sylvia Kartheuser

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