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Fusion der Musikschulen verläuft reibungslos

Grevesmühlen/Wismar Fusion der Musikschulen verläuft reibungslos

Verantwortliche erhoffen sich, mehr Schüler unterrichten zu können.

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Der zehnjährige Christian Pril (r.) zeigt sein Können auf der Trompete. Er wird von seinem Vater Ilja am Klavier begleitet, der auch Lehrer an der Kreismusikschule „Carl Orff“ ist.

Quelle: Foto: Daniel Heidmann

Grevesmühlen/Wismar. Keine Probleme bei der Fusion: Der Übergang der Musikschule Wismar in den Betrieb der Kreismusikschule „Carl Orff“ verläuft ohne Schwierigkeiten.

 

LN-Bild

Wir haben bereits seit dem 1. Januar kooperativ gearbeitet und uns super vorbereitet. Hartwig Kessler Leiter der Kreismusikschule

Quelle:

1900 Schüler

Die Kreismusikschule „Carl Orff“ zählt nach der Fusion mit

der Musikschule Wismar etwa

1900 Schüler.

25 hauptamtliche Lehrkräfte und 49 freie Mitarbeiter unterrichten sie in 34 Fächern. Insgesamt findet

der Unterricht an 32 verschiedenen

Orten im Landkreis Nordwestmecklenburg statt.

Seit dem 1. August gibt es nur noch eine gemeinsame Musikschule für den Landkreis Nordwestmecklenburg. Grundlage dafür ist ein öffentlich-rechtlicher Vertrag. Anfang März dieses Jahres hatte der Kreistag der geplanten Zusammenlegung der Schulen zugestimmt (die OZ berichtete). „Bei ähnlichen Fusionen an anderen Orten gab es durchaus Reibereien“, sagt Hartwig Kessler, Leiter der Kreismusikschule“. „Doch wir haben bereits seit dem 1. Januar kooperativ gearbeitet und uns super vorbereitet. Der Betrieb geht geräuschlos über“, ergänzt er.

Auch Landrätin Kerstin Weiss (SPD) ist positiv gestimmt. „Ich kann die Fusion nur sehr begrüßen. Sie ist schnell, unproblematisch und relativ unbürokratisch abgelaufen. Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört.“ Schon zuvor hätten beide Einrichtungen eng zusammengearbeitet, so die Landrätin weiter. Der reibungslose Übergang sei laut Hartwig Kessler auch deshalb möglich, weil die Verantwortlichen der Musikschulen in den Gestaltungsprozess eingebunden wurden. „Das ist sehr gut gelaufen. Es sind keine Strukturen kaputt gemacht worden“, erklärt er. Bei der Vorbereitung der Fusion habe es klare Ziele gegeben. So war der Erhalt und die Fortführung des bestehenden Unterrichtsangebots ebenso von Priorität wie die Übernahme aller Schüler und Lehrer der ehemaligen Wismarer Musikschule. Ein weiterer Punkt war das Inkrafttreten einer Gebührensatzung, bei der die Kosten nicht erhöht werden. Für die Wismarer Schüler kostet der Unterricht künftig sogar fünf bis zehn Prozent weniger im Jahr. „Wir wollen möglichst vielen Kindern im Landkreis die Chance geben, ein Musikinstrument zu erlernen“, betont Kerstin Weiss.

Hauptsitz der gemeinsamen Kreismusikschule ist Grevesmühlen. Wismar wird als Arbeitsstelle gesehen, an der auch weiterhin unterrichtet wird. Dafür konnte das Gebäude am Wismarer Turnplatz erhalten werden. Diese Frage hatte für öffentliche Diskussionen gesorgt. „Die Schließung des Gebäudes war die größte Befürchtung der Eltern“, betont Jana Rohloff, Leiterin der Arbeitsstelle Wismar.

Doch die Hansestadt stellt dem Kreis die Räume für zehn Jahre kostenlos zur Verfügung. „Damit bleibt unser Angebot attraktiv, weil alles an einem Ort ist. Zudem ist das Gebäude ein Haus voller Musik und Kultur“, äußert Rohloff ihre Erleichterung.

Von der Zusammenlegung der Schulen erhoffen sich die Verantwortlichen mehr Quantität und Qualität. Zum einen sollen laut Hartwig Kessler die Fahrwege für die Lehrer reduziert werden, was ermögliche, mehr Schüler im gesamten Landkreis zu unterrichten. Zum anderen werde auch das Spektrum der angebotenen Instrumente größer. „Und das ohne, dass es teurer wird“, so Kessler. Denn zuvor sei es vorgekommen, dass eine Schule Instrumente hatte, für die es aber nur an der anderen Einrichtung Lehrer gab. Die Fusion mache nun insgesamt eine bessere Arbeit möglich. Des sei positiv für ganz Nordwestmecklenburg. „Wir leisten damit einen großen Beitrag, um den Landkreis attraktiver zu machen“, sagt Hartwig Kessler.

Daniel Heidmann

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