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Nordwestmecklenburg Gefangen in der Natur
Lokales Nordwestmecklenburg Gefangen in der Natur
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20:24 02.08.2017

Nein. Ich werde nicht über den Regen jammern. Über den Schirm als tägliches Utensil, als selbsterfüllende Prophezeiung. Aber das Wetter spielt doch auch eine Rolle – bei dem, was kürzlich geschah.

Vor allem der Wind. Es reichte ein leichter, um mich einzufangen unten im Hof der Redaktion. Mein Kopf war umgeben von etwas, das – belastbarer als Stahl – mit bloßem Auge kaum zu erkennen, aber zu spüren war. 200 Mal dünner als ein Haar, lag es mir kreuz und quer auf dem Kopf und wog schwer. Und nur mit Mühe konnte ich es wieder lösen – das Radnetz einer Sektorspinne. Das Spinnentier hatte sich unterdessen verfatzt. Zu groß offenbar war die Erschütterung, die die Kollision meines Kopfes mit dem Netz auslöste. Zu fett die Beute für das nur Millimeter große Tier. An einem Faden ließ die Spinne sich hinab. Ein leichter Windhauch trug den Faden samt Getier hinüber zur Armlehne eines Gartenstuhls. Die Spinne gab mehr und mehr Faden und landete auf der Lehne – der Anfang für ein neues Radnetz war gemacht. Schließlich ist Paarungszeit im Spinnenland. Und wo kein Radnetz, da keine Sektorenspinnennachfahren. Die Begattung findet im Übrigen im Hochsommer statt. Ja – genau jetzt.

LN

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