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Nordwestmecklenburg Geht an der Mecklenburger Hufe ein Feuerteufel um?
Lokales Nordwestmecklenburg Geht an der Mecklenburger Hufe ein Feuerteufel um?
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20:17 26.01.2016

Sonntagabend hat es wieder in der Gartenanlage „Hufe Mecklenburger Tor“ gebrannt. Erneut stand ein Gartenhaus in Flammen. Erst am 30. Dezember musste die Feuerwehr einen Laubenbrand löschen. Wie auch am 7. November. Geht in Wismars größter Gartenanlage ein Feuerteufel um?

Das fragen sich nicht nur viele der 487 Kleingärtner. Auch im sozialen Netzwerk Facebook wird das Thema diskutiert. Und nicht zuletzt bei der Feuerwehr.

„Es ist schon auffällig, dass es in dieser Gartenanlage so häufig brennt“, sagt Wehrführer Stephan Hoffmann. „Jetzt dreimal hintereinander!“ Insgesamt musste die Freiwillige Feuerwehr Friedenshof im vergangenen Jahr achtmal zu Bränden in der „Mecklenburger Hufe“ ausrücken: Zu den genannten Einsätzen kamen noch je zwei im März, im Mai und im August dazu. In jedem Fall war es Brandstiftung, wie die Polizei ermittelte.

In der Nacht zum 12. August waren die Feuerwehrleute gerade dabei, einen Gartenhausbrand zu löschen, als es in Sichtweite in einem anderen Garten aufflammte. „Wenn wir ankamen, brannten die Lauben meist in voller Ausdehnung“, berichtet der Wehrführer. „Natürlich schaut man sich auch um, ob man etwas Verdächtiges bemerkt. Aber wir konzentrieren uns natürlich auf die Brandbekämpfung.“ Die Ursachenermittlung ist Sache der Polizei.

Die Vermutung liege laut Hoffmann nahe, dass ein Feuerteufel sein Unwesen in der Gartenanlage treibt. „Vielleicht zündet ein Einbrecher die Häuser an, der nach Wertgegenständen gesucht hat, um seine Spuren zu verwischen“, mutmaßt der Oberbrandmeister.

Die Ermittlungen der Polizei zur Ursache der Brände laufen. Ob sie aber in einem Zusammenhang stehen, bestätigt Polizeisprecher Axel Köppen nicht. „Auch das ist Gegenstand der Ermittlungen“, sagt der Kriminalhauptkommissar. Bei den beiden Bränden in der Augustnacht sei wohl ein Zusammenhang nicht von der Hand zu weisen.

Zum Teil wurden die Gärten lange Zeit oder gar nicht mehr bewirtschaftet. In zwei Fällen handelte es sich um massive Häuser, die die Pächter sehr wohl genutzt haben.

„Manche Gärten sehen leer stehend aus, sind aber verpachtet. Nur kommen die Pächter ihren Verpflichtungen nicht nach“, erklärt Ingelore Günther, Vorsitzende der Vereinigung der Gartenfreunde „Hufe Mecklenburger Tor Wismar“ e. V. Auch würde ein Außenstehender nicht erkennen können, ob es sich um einen sogenannten aufgelassenen (leer stehenden) Garten handelt. „Solche Gärten werden in gemeinnützigen Stunden, die die Vereinsmitglieder leisten müssen, auch gepflegt.“ Nach Aussage der Vereinsvorsitzenden gibt es zurzeit nur neun Gärten in der Anlage, die leer stehen, aber in einem ordentlichen Zustand sind und verpachtet werden können.

Ingelore Günther bestätigt, dass die Brände Gesprächsthema unter den Kleingärtnern sind. Zu Vermutungen, ob ein Feuerteufel seine Hände im Spiel hat, hält sie sich zurück. „Es gibt schon genug Gerüchte“, sagt sie. Um Auffälligkeiten aufzuspüren, mache der Vereinsvorstand Kontrollgänge durch die Anlage. „Wir schauen nach Einbruchmerkmalen oder ob sich Obdachlose in den aufgelassenen Gärten aufhalten. Wenn Türen aufstehen, benachrichtigen wir die Pächter.“

Haike Werfel

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