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Nordwestmecklenburg Geld für Inklusion, Sport und Kultur
Lokales Nordwestmecklenburg Geld für Inklusion, Sport und Kultur
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21:10 18.01.2017
Grevesmühlen

Zu Beginn eines Jahres steht bei vielen Vereinen und Verbänden in Grevesmühlen die bange Frage im Raum: Werden wir auch in diesem Jahr Fördergelder erhalten, um unsere sozialen und kulturellen Angebote aufrechtzuerhalten? Dementsprechend groß war das Interesse an der ersten Sitzung des Kultur- und Sozialausschusses der Stadt in diesem Jahr, die am Dienstagabend stattfand. Insgesamt neun Förderanträge wurden besprochen, genauestens überprüft – und zum Teil lebhaft diskutiert.

Ausschussmitglied Uwe Bendiks (ptl.) wollte wissen, wie sich die Arbeitszeit des Projektleiters „Handicap“ – für den der Grevesmühlener Sportverein eine Personalkostenförderung von 6000 Euro beantragt hatte – konkret gestaltet. „Wofür genau bekommt dieser Projektleiter sein Geld? Wie sieht sein Arbeitstag aus?“, wollte Bendiks wissen. Da niemand von Blau-Weiß zugegen war, sprang Heidrun Lange vom Grevesmühlener Behindertenverband ein. Der Behindertenverband hatte ebenfalls zwei Förderanträge gestellt.

„Das Projekt Handicap kann man nicht in eine normale Bürozeit von 8 bis 16 Uhr packen“, sagte Lange – die mit Dirk Möller, der dieses Projekt beim Sportverein leitet, oft zusammenarbeitet. „Es geht dabei um so viel mehr als um die Organisation von sportlichen Veranstaltungen aller Art für Menschen mit Handicap in unserer Stadt“, führte die Behindertenverbandsvorsitzende weiter aus. Sie bezeichnete Möller als einen unermüdlichen Netzwerker – innerhalb und außerhalb regulärer Arbeitszeiten.

Das sahen die meisten Ausschussmitglieder genauso. „Die Arbeit des Sportvereins auf diesem Gebiet ist insbesondere vor dem Hintergrund, dass unsere Stadt sich das Thema Inklusion auf die Fahnen geschrieben hat, ein Segen“, sagte Hans-Joachim Schönfeldt (SPD). Letztlich erhielt Blau-Weiß für diese Personalie eine Förderung von 3000 Euro. „Vorbehaltlich der Genehmigung des Haushaltes der Stadt“, wie Hauptamtsleiterin Pirko Scheiderer noch betonte. Denn der Haushalt für Grevesmühlen ist zwar bereits aufgestellt und beschlossen, muss aber noch vom Landkreis abgesegnet werden.

Keinerlei Diskussionen gab es um die beiden Förderanträge des Behindertenverbandes. Auch in diesem Fall ging es um einen Zuschuss zu Personalkosten – hier für zwei Minijobber, die schon seit einigen Jahren den Verband auch ehrenamtlich unterstützen. Die 5000 Euro Förderung wurden einstimmig beschlossen. Ebenso die 400 Euro für die Gestaltung der kreativen Nachmittage für behinderte Menschen im Museums- und Vereinshaus.

Kultur-Ausschussmitglied Elvira Kausch (ptl.) bemängelte bei fast allen Anträgen „eine unsachgemäße Ausführung“ – gab aber zu, „dass die Anträge zu kompliziert gestaltet sind.“ Der Ausschuss beschloss, sich mit der Vereinfachung der Formulare zu beschäftigen.

Förderungen

Der SV Blau-Weiß erhielt für die

Stelle einer Vereinsportlehrerin

5000 Euro und für die Stelle des

Projektleiters „Handicap“ 3000 Euro.

Der Behindertenverband Grevesmühlen wurde insgesamt mit 5400 gefördert. Das Geld fließt in zwei

Mini-Jobberinnen und kreative Nachmittage für behinderte Menschen.

Der Verein für Jugendeinrichtungen NWM stellte zwei Förderanträge für das Kinder- und Jugendfilmstudio in Grevesmühlen. In beiden Fällen ging es um die Bezuschussung von Personalkosten – einmal für einen Mitarbeiter in Höhe von 6473 Euro und den Leiter des Filmstudios in Höhe von 6600 Euro. Beide Förderanträge

wurden positiv beschieden.

Der Arbeitslosenverband Deutschland – Schuldnerberatung in der

Wismarschen Straße – stellte einen Antrag auf 2000 Euro Förderung

seiner Arbeit. 40,7 Prozent aller Schuldner, die vom Verband in NWM beraten werden, stammen aus Grevesmühlen. Bewilligung erfolgte,

unter der Voraussetzung, dass der Verein seinen Eigenanteil erbringt.

Der Antrag des Heimatvereines Grevesmühlen zur Unterstützung der diesjährigen Luise-Reuter-Gedenkfeier wurde mit 400 Euro bestätigt.

Die Kirchgemeinde St. Nikolai

erhält für die Grevesmühlener

Sommermusiken 2017 eine reguläre Förderung von 1300 Euro.

Annett Meinke

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