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Nordwestmecklenburg Geldsegen für Grevesmühlen: Million für Bahnhof und Busse
Lokales Nordwestmecklenburg Geldsegen für Grevesmühlen: Million für Bahnhof und Busse
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20:15 25.08.2016

Mecklenburgs Großherzog durchquerte Anfang des 20. Jahrhunderts das Bahnhofsgebäude auf dem Weg vom Bahnsteig in die Stadt – wenn auch abgeschirmt von den „normalen“ Kunden durch einen extra Raum. Der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt reiste im Dezember 1981 von Lübeck nach Güstrow in einem Zug durch Grevesmühlen. Dafür ist damals das Bahnhofsgebäude extra neu gestrichen worden. Das alles ist in Grevesmühlens Chronik festgehalten. In jener wird vielleicht auch irgendwann stehen, dass die Stadt aus dem mehr als 150 Jahre alten Haus ein Multifunktionsgebäude machte – mit Kiosk, Veranstaltungssaal, Jugendklub, Musikschule und Räumen für therapeutische Zwecke.

Für dieses Großprojekt gab es jetzt erneut Geld vom Land. Der Minister für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, Christian Pegel, stattete dem fast fertiggestellten Bahnhofsgebäude – im März 2017 soll es bezugsfertig sein – einen Besuch ab und brachte einen Förderbescheid in Höhe von etwas mehr als 480000 Euro mit. „Dadurch werden wir in der Eigenfinanzierung deutlich entlastet“, freut sich Grevesmühlens Bürgermeister Jürgen Ditz (ptl.). Laut Bauamtsleiter Lars Prahler müsse die Stadt für die 2,5 Millionen Euro teure Sanierung des Gebäudes, das sie im Jahr 2012 von der Deutschen Bahn kaufte, 1,5 Millionen Euro aus eigener Kasse zahlen. Fertiggestellt sein sollte das Projekt bereits in diesem Jahr. Zurückgeworfen wurden die Pläne durch Schwammbefall im Gebäude und später als gedacht ausgezahlte Fördermittel.

Ebenfalls über einen sechsstelligen Betrag aus Schwerin kann sich die Nahbus Nordwestmecklenburg GmbH freuen. Christian Pegel hatte auch für sie einen Fördermittelbescheid dabei. 600 000 Euro soll es 2017 für sechs neue Busse geben. 1,25 Millionen kostet die Neuanschaffung insgesamt. Gekauft werden sogenannten Low-Entry- Busse, wie Nahbus-Geschäftsführer Jörg Lettau informiert. Das sind Fahrzeug mit niedrigem Eingang.

Über die Fördersumme freuen sich Landrätin Kerstin Weiss und Michael Berkhahn vom Aufsichtsrat der Nahbus GmbH gleichermaßen. „Es ist wichtig, eine Flotte zu haben, die ein gewisses Alter nicht überschreitet“, erläutert er. In der Regel fahren die Busse 50000 bis 55000 Kilometer im Jahr. Im Einsatz sind sie zwölf bis 14 Jahre, erklärt Jörg Lettau. „Wir versuchen, jährlich etwa zehn Prozent der Flotte zu erneuern“, rechnet er vor. Für alle drei Standorte – Grevesmühlen, Wismar und Gadebusch – sind 118 Busse im Regional- und Stadtverkehr im Einsatz. Gefahren werden sie von 140 Angestellten. Hinzu kommt Personal in den Werkstätten, das die Busse mitunter vierteljährlich wartet.

Die neuen Busse sollen im kommenden Jahr angeschafft werden. Auch in diesem Jahr investierte das Unternehmen in die Flotte: Bereits sechs neue Fahrzeuge rollen auf den Straßen des Landkreises.

Jana Franke

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