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Nordwestmecklenburg Gelenkverschleiß: Wenn es knackt und knirscht
Lokales Nordwestmecklenburg Gelenkverschleiß: Wenn es knackt und knirscht
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20:28 31.05.2018
Grevesmühlen/Gadebusch

Im Knie sticht es heftig, die Schulter schmerzt bei bestimmten Bewegungen, die Hüfte will nicht mehr wie noch vor ein paar Jahren: Abgenutzte Knorpel an den Gelenken sind nicht immer altersbedingt. Auch junge Menschen kann Arthrose treffen. Es ist die weltweit häufigste Gelenkerkrankung und praktisch alle Gelenke können betroffen sein.

Dr. Jörn Bogun

Heilbar ist Arthrose nicht. Damit verbundene Schmerzen und Bewegungsstörungen schränken die Alltagsaktivitäten deutlich ein.

„Empfehlenswert sind zunächst konservative Therapien“, erklärt Dr. Jörn Bogun, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie im Grevesmühlener DRK-Krankenhaus. Über diese und die Möglichkeiten eines Gelenkersatzes informieren er und seine beiden Krankenhauskollegen, der leitende Oberarzt Dr. Florian Schöning und Oberarzt Dr. Jon Schäfer, am Freitag, dem 15. Juni, bei einem Arzt-Patienten-Seminar, zu dem das Krankenhaus zum nunmehr zweiten Mal einlädt. Das erste Seminar im Grevesmühlener Bürgerbahnhof zum Thema Darmkrebs im März wurde sehr gut angenommen. Auf eine ebenso große Resonanz hoffen die Organisatoren nun in zwei Wochen. Als Veranstaltungsort ist der historische Bahnhof in Gadebusch ausgewählt worden. Der Eintritt ist frei. Willkommen geheißen werden die Gäste um 15 Uhr zu Kaffee, Kuchen und informativen Fachvorträgen. Ziel ist es vor allem, den aktuellen Stand der Therapiemöglichkeiten darzustellen. „Dank der modernen Medizin stehen uns zumindest für die größeren Gelenke sichere und erprobte Verfahren des Gelenkersatzes zur Verfügung“, erläutert Dr. Jörn Bogun. Seine Empfehlung an die Patienten ist es, zunächst konservative Therapien auszuprobieren: Einnahme von entzündungs- und schmerzhemmenden Medikamenten, Physiotherapie, Injektion von Knorpelaufbaupräparaten in das jeweilige Gelenk. „Diese Möglichkeiten erschöpfen sich aber irgendwann. Die Beschwerden werden zwar für einen mehr oder weniger langen Zeitraum gelindert, aber eine ursächliche Therapie zur Regeneration des körpereigenen Knorpels gibt es bisher trotz intensiver Forschung noch nicht“, führt er aus. Gelenkersatz sind die Folge. Wie diese in Knie oder Hüfte eingesetzt werden, erklärt Dr. Jörn Bogun anhand von Modellen. In den meisten Fällen sind die Gelenke nach der Operation durch die Patienten sofort wieder voll belastbar.

Mehr als 200 Gelenkersatz-Operationen zählt das DRK-Krankenhaus Grevesmühlen jährlich. Tendenz zunehmend. „In diesem Jahr haben wir bereits 50 Kniegelenke ersetzt.“ Werden diese Operationen nicht vorgenommen, ist meist ein steifes Gelenk die Folge, das dann nicht mehr reparabel ist.

Programm

15 Uhr: Begrüßung durch Dr. Jörn Bogun, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie im DRK-Krankenhaus Grevesmühlen

15.10 Uhr: Kniegelenkverschleiß – stadiengerechte Therapiemöglichkeiten: von der Korpelaufbauspritze (Referent: Dr. Jörn Bogun)

15.40 Uhr: Hüftgelenkverschleiß – zeitgemäße Möglichkeit des Gelenkersatzes: vom Kurzschaft mit Keramikkopf bis zum zementierten Duokopf (Referent: Dr. Florian von Schöning)

16.10 Uhr: Schultergelenkverschleiß – funktionserhaltende Methoden: von anatomisch bis invers (Referent: Dr. Jon Schäfer)

Jana Franke

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