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Gemeinde hat weniger Geld für Vereine

Boltenhagen Gemeinde hat weniger Geld für Vereine

Insgesamt stehen 4000 Euro zur Verfügung/ Sozialausschuss streicht und senkt Anträge.

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Der Wassersportclub Boltenhagen soll 400 Euro bekommen.

Boltenhagen. Geht es nach dem Ausschuss für Schule, Kultur, Sport, Jugend, Senioren und Soziales in der Gemeinde Boltenhagen, soll nicht jeder Verein, der einen Antrag gestellt hat, auch eine Förderung bekommen. Zudem haben die Ausschussmitglieder beantragten Zuschüssen nicht in voller Höhe zugestimmt. Sie wurden jeweils um 20 Prozent herabgesetzt.

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Insgesamt stehen 4000 Euro zur Verfügung/ Sozialausschuss streicht und senkt Anträge.

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Hintergrund ist, dass 1000 Euro der für die Vereinsförderung im Haushalt veranschlagten 5000 Euro bereits fest an den Seniorenbeirat der Gemeinde vergeben werden, um unter anderem zu Jubiläen und Geburtstagen zu gratulieren.

4000 Euro kann die Gemeinde also noch an Zuschüssen für die örtlichen Vereine vergeben. Daher nahmen die Ausschussmitglieder direkt den Antrag mit der höchsten Summe ins Visier. Der Vorsitzende des Sozialausschusses, Ekkehard Giewald, sagte: „Ich stelle zur Diskussion, ob tatsächlich die Hälfte der Gesamtsumme an den SC Boltenhagen gegeben werden soll, auch wenn er der größte Verein in der Gemeinde ist.“ Ausschussmitglied Markus König würde das vorhandene Geld gerne „gerechter auf alle Vereine verteilen“. Er schlug vor, dem SC Boltenhagen die Hälfte der beantragten Summe, also 1000 Euro zuzusprechen und allen anderen Antragstellern jeweils 500 Euro.

Zuvor hatten die Ausschussmitglieder bereits darüber abgestimmt, welche Vereine, die einen Antrag auf Zuschuss der Gemeinde gestellt hatten, überhaupt Geld bekommen sollen. Dabei fiel die Entscheidung gegen den Förderverein des Blinden- und Sehbehindertenhotels „Ostseeperlen“, die Schuldnerberatung des Arbeitslosenverbands, den Behindertenverband und vorerst auch gegen den Antrag des BRH-Ortsvereins.

Der BRH habe sich schließlich aufgelöst, begründeten die Ausschussmitglieder. Allerdings meldete sich Jürgen Schossow als Zuhörer zu Wort, der den neuen „Seniorenverein Klützer Winkel“ als Rechtsnachfolger des BRH leitet. Aus seiner Sicht hätte der neue Verein mit seinen 116 Mitgliedern auch Anspruch auf den beantragten Zuschuss, obwohl er unter dem Namen des BRH eingereicht wurde.

Nach langer Diskussion folgten die übrigen Ausschussmitglieder dem Vorschlag von Frank Dietrich, die beantragten Beträge jeweils um 20 Prozent zu kürzen und das verbleibende Geld dem SC Boltenhagen zuzusprechen – anstelle der beantragten 2000 Euro. Dabei wurde der Sportverein rechnerisch zum großen Verlierer. Der Sozialausschuss sprach ihm 1230 Euro zu. Das sind fast 40 Prozent weniger. Hinzu kommen aber noch 400 statt beantragter 500 Euro für Übungsleiter des SC Boltenhagen.

Diskutiert wurde auch um den Antrag des Schulfördervereins. Ausschussmitglied Christiane Meier merkte an: „Der Förderverein beantragt bei uns Geld zum Beispiel für neue Spielgeräte auf dem Schulhof, obwohl wir als Gemeinde schon Schullastenträger sind.“ Ekkehard Giewald fügte aber hinzu, dass sich die Mitglieder des Schulfördervereins aber auch in vielen anderen Bereichen engagieren, um Geld für Projekte zu sammeln.

Ihre Ablehnung für die Zuschussanträge des Fördervereins „Ostseeperlen“, des Behindertenverbands und der Schuldnerberatung des Arbeitslosenverbands begründeten die Ausschussmitglieder damit, dass es keine rein örtlichen Vereine seien. Da sei es eher Aufgabe des Kreises oder des Landes, sie zu unterstützen.

Vom Sozialausschuss vorgeschlagene Zuschüsse

SC Boltenhagen: 1230 Euro für Vereinsarbeit plus 400 Euro für Übungsleiter

WSC Boltenhagen: 400 Euro

Schulförderverein: 720 Euro

DRK-Familienbildungsstätte: 400 Euro für Senioren-Gedächtnistraining

Sozialverband: 400 Euro für Arbeit mit Senioren und Behinderten Verkehrswacht Wismar: 50 Euro „Seniorenverein Klützer Winkel“: 400 Euro für Seniorenarbeit, mit

Nachweis der Rechtsnachfolge für

den BRH Endgültig entscheidet die

Gemeindevertretung beziehungs-

weise der Bürgermeister über die

Zuschüsse

Malte Behnk

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