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Nordwestmecklenburg Gemeinden müssen Brücken erneuern
Lokales Nordwestmecklenburg Gemeinden müssen Brücken erneuern
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20:23 09.01.2016

Viele Brücken in den Gemeinden im Klützer Winkel müssen saniert oder erneuert werden. Damit kommen in diesem und den nächsten Jahren erhebliche Investitionen auf die Kommunen zu, die alle damit kämpfen, ihren Haushalt auszugleichen.

Viele der Brücken im Klützer Winkel sind eher unscheinbar. Selbst am Auslauf des Klützer Baches in die Ostsee in Boltenhagen fällt die Brücke kaum auf. Doch all diese Bauwerke müssen regelmäßig überprüft und bei Schäden repariert werden. Etwa 200000 Euro muss Boltenhagen aufbringen, um zwei Brücken im Gemeindegebiet komplett zu erneuern. Die Bauwerke über den Tarnewitzer und den Klützer Bach hatten Noten schlechter als 3 erhalten. Damit muss eine Sanierung dringend erfolgen. Bewertet werden Brücken mit Noten von 1 bis 4, wobei 4 eine sofortige Sperrung bedeutet.

„Wir haben 2015 sogenannte Brückenbücher für alle Gemeinden im Amtsbereich erstellen lassen“, sagt Bauamtsleiterin Maria Schultz. Dabei seien verschiedene Schäden festgestellt worden. „Viele Brücken können aber mit Beschränkungen weiter genutzt werden“, berichtet sie. Dazu zählt ein Bauwerk im Klützer Ortsteil Tarnewitzerhagen. Auf ihr ist das Tempo auf 30 Stundenkilometer beschränkt, bis alle Mängel beseitigt sind. Handeln musste die Stadt bereits bei der Fußgängerbrücke über den Klützer Bach im Zentrum. Sie wurde bis auf die Fundamente erneuert.

Auch in Boltenhagen ist am Dünenweg eine Brücke über den Klützer Bach betroffen. Mit etwa 120000 Euro Baukosten muss die Gemeinde hier rechnen. Es könnte aber ein zweites Problem gelöst werden:

Am Klützer Bach müssen Fußgänger und Radfahrer die oft stark befahrene Straße kreuzen. Für sie könnte bei den Bauarbeiten für die Brücke eine sicherere Lösung gefunden werden, hofft Bürgermeister Christian Schmiedeberg (CDU). „Es ist angedacht, dort einen sicheren Übergang für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen. Wir warten jetzt auf Vorschläge des Planers.“

Für eine Brücke über den Tarnewitzer Bach muss die Gemeinde mit etwa 73000 Euro Baukosten rechnen. „Ich gehe davon aus, dass die Arbeiten so schnell wie möglich erledigt werden müssen. Im Prüfbericht war von ,dringend erforderlichen Maßnahmen‘ die Rede“, sagt Schmiedeberg. Er hofft, Fördermittel von Land, Bund oder EU zu bekommen. Zusätzlich zu den Neubauten kümmert sich die Gemeinde auch um die provisorische Sicherung weiterer Brücken. „Es müssen Geländer repariert oder neu angebracht werden“, sagt der Bürgermeister. Allerdings beziehe sich das nur auf öffentliche Wege. Viele Brücken in der Gemeinde befinden sich auf Privatgrund oder auf Privatwegen, deren Nutzung zum Teil von den Besitzern geduldet wird. „Die Gemeinde ist nur dort zuständig, wo die Wege oder Straßen öffentlich gewidmet sind“, stellt der Bürgermeister klar.

Malte Behnk

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