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Nordwestmecklenburg Gemeinden planen Zukunftskonzept
Lokales Nordwestmecklenburg Gemeinden planen Zukunftskonzept
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20:13 28.07.2017

Die Gemeinden Zierow und Hohenkirchen streben künftig eine engere Zusammenarbeit an. Geplant ist die Erarbeitung eines gemeinsamen Rahmenplans zur touristischen Entwicklung. Damit wollen sich beide Kommunen für die künftigen Anforderungen in diesem Bereich wappnen. „Es gibt keine Sicherheiten, aber strategisch stellen wir uns gut auf. Es gibt verdammt gute Gründe, es zu tun“, plädierte Zierows Bürgermeister Franz-Josef Boge (ptl.) auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung. In beiden Orten haben sich die Gremien für das Konzept ausgesprochen.

Ausgangspunkt waren die Zierower Überlegungen, wie der Strandbereich besser und schöner gestaltet werden kann. „Es geht darum, uns als Erholungsort zu repräsentieren. Doch wir haben gemerkt, dass wir relativ kopflos waren“, so Boge. Man habe daraufhin Experten beauftragt, die den Vorschlag unterbreiteten, ein gemeindeübergreifendes Konzept anzufertigen. „Das ist für uns billiger“, betonte der Zierower Bürgermeister. Denn für ein interkommunales Projekt gebe es laut beauftragten Planungsbüro eine Förderungsmöglichkeit von bis zu 90 Prozent durch das Wirtschaftsministerium. Die Kosten für die Konzepterarbeitung werden auf rund 30000 Euro beziffert. Der Förderantrag ist bereits gestellt. Zur Debatte stand zwischenzeitlich auch eine Kooperation von Zierow mit der Hansestadt Wismar sowie dem Amt Dorf Mecklenburg/Bad Kleinen, um den Bereich bis zum Schweriner See abzudecken. Doch laut Boge hätten die ersten Gespräche bereits gezeigt, wie schwierig das Unterfangen ist, ein Konzept in dieser Dimension auf die Beine zu stellen. Schließlich habe das Amt Klützer Winkel eine Zusammenarbeit mit Hohenkirchen vor. Das entstehende Konzept könne später auch für angrenzende und interessierte Gemeinden erweitert werden. Der künftige Maßnahmenplan soll den Gemeinden für fünf bis zehn Jahre als Handlungsgrundlage, Ideengeber und Leitfaden dienen und dabei helfen, Schwachpunkte zu beheben. Laut Einschätzung des Planungsbüros seien sowohl Zierow als auch Hohenkirchen derzeit nicht in der Lage, „den stetig steigenden Bedarfen und Anforderungen der Urlauber in systematischer Weise gerecht zu werden“. Neben infrastrukturellen Problemen, zu denen der An- und Abreiseverkehr sowie die Parkplatzsituation zählen, mangelt es auch an der Vernetzung und Vermarktung der einzelnen Angebote vor Ort. Zudem würden den Urlaubern in nur unzureichender Menge attraktive Freizeitprodukte geboten. Auch die Beschilderung sei in beiden Kommunen „unstrukturiert und ungenügend“.

LN

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