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Nordwestmecklenburg Gesucht: Bester Nachwuchs für Küche, Restaurant und Hotel
Lokales Nordwestmecklenburg Gesucht: Bester Nachwuchs für Küche, Restaurant und Hotel
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20:20 03.02.2016
Flambiert Obst: Paulina Bansemir (21) vom Hotel „Weiße Wiek“ in Boltenhagen.

Teilnehmerrekord beim Vorausscheid der 24. Deutschen Jugendmeisterschaften in den gastgewerblichen Ausbildungsberufen: Zehn Kochlehrlinge, zehn angehende Hotelfachleute und sieben Azubis im Restaurantfachgewerbe aus Nordwestmecklenburg und Schwerin haben sich gestern in Wismar und vorgestern in der Landeshauptstadt an der Vorrunde beteiligt.

Im Wismarer Ausbildungs- und Schulungshotel des Jugendfördervereins Parchim/Lübz mussten sie das in der Ausbildung Gelernte unter Beweis stellen. Erst die theoretische Prüfung: Fachenglisch, Warenkunde, Fachbegriffe, Mathematik und mehr. „Eine sehr gute Vorbereitung auf die Abschlussprüfung, gerade wegen meiner Deutschkenntnisse“, kommentierte Naik Abhishek beim Flambieren. Zucker in einer Pfanne karamellisieren, mit Orangensaft ablöschen, das Obst hinein, mit Hochprozentigem aufgießen und die Flammen mit einer Schöpfkelle und Alkohol in die Pfanne holen. Ein toller Effekt vor dem Gast. Vorausgesetzt, es gelingt. Naik Abhishek hätte jeden Gast entzückt. Der 24-jährige Inder lebt seit zweieinhalb Jahren in Deutschland, lernt Restaurantfachmann im Wismarer Phönix Hotel Seeblick und spricht ziemlich gutes Deutsch. Er erklärt den Juroren jeden Schritt beim Flambieren, so wie er es auch dem Gast gegenüber machen würde. Für sein flambiertes Obst gab es großes Lob von den Juroren, während anderes schmeichelhaft als „nicht servierfähig“ durchfiel. Nicht schlimm für die Azubis, deswegen sind sie Lehrlinge und können nur dazulernen.

Das Flambieren von Obst und das Tranchieren von Fleisch gehörte zu den Prüfungen für die Restaurantfachleute. Derweil ging es in der Lehrküche heiß her. Dreieinhalb Stunden hatten die Azubis Zeit, ein vorzügliches Zwei-Gänge-Menü für vier Personen zu zaubern. Sie wussten vorher nur, dass es um Schweinefilet und eine „bayrisch Creme“ geht. Den Warenkorb mit allen anderen Anforderungen gab es erst gestern in der Prüfungssituation. Auf Hygiene, Sauberkeit und Ordnung achteten die Juroren, dazu natürlich auf das Fachliche. Wie geht der Azubi mit den Waren um, was macht er aus den Rohstoffen?

Nicht einfacher hatten es die angehenden Hotelfachleute. Sie mussten freundlich und mit einigen Fallstricken eine Reservierungsbestätigung schreiben, einen Knopf annähen und gemeine Grasflecken entfernen. „Das gehört dazu“, weiß Christiane Beyer, Ausbilderin im Grone Bildungszentrum.

Trainerin Andrea Lehmann vom Jugendförderverein hofft, dass die hohe Zahl an Anmeldungen ein gutes Zeichen ist für einen Umbruch im Gastgewerbe, das lange unter Azubi- und Fachkräftemangel litt und die Jugendlichen überzeugen muss, dass eine Ausbildung in der Branche lohnt, trotz der Arbeitszeiten. Andrea Lehmann: „Nach den Ferien geht für viele Unternehmen die Bewerbungsphase für die Ausbildung los. Und gute Fachkräfte sind dringend gesucht.“

So geht es weiter

Die Besten des Vorausscheides fahren am 21. März zum Regionalausscheid nach Schwerin, dann geht es weiter zum Landeswettbewerb Mitte April in Stralsund. Dort werden die drei Landesmeister für den Bundeswettbewerb im September gekürt.

Qualifiziert für den Regionalausscheid haben sich im IHK-Gebiet Schwerin im Hotelfach: Leyla Siebeking, Hannes Ettrich, Roxana Hosso, Johann Thomas und Csilla Fekete. Im Restaurantfach sind das Marie Sophie Tramitz, Abishek Naik, Paulina Bansemir und Joel Philipp Heller. Als Köche konnten sich Tommy Butze und Swapnil Parkar qualifizieren.

Nicole Hollatz
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