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Nordwestmecklenburg Gesund im Büro: Arbeitgeber setzen auf Fitnessprogramme
Lokales Nordwestmecklenburg Gesund im Büro: Arbeitgeber setzen auf Fitnessprogramme
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21:10 11.09.2018
Kopfschmerzen nach einem Arbeitstag am Computer? Fehlhaltungen sind oft der Grund dafür. Firmen in Nordwestmecklenburg tun ihren Arbeitnehmern etwas Gutes und holen Physiotherapeuten ins Haus. Quelle: Foto: Pexels
Grevesmühlen/Wismar

Schreibtischarbeiter kennen es sicherlich: Hier zwickt es in der Schulter, dort zieht es im Rücken und die Hand ist durch das Nutzen der Computermouse auch irgendwie überlastet. Kurzum: Monotone Körperhaltung kann krank machen. Deshalb haben einige Arbeitgeber das betriebliche Gesundheitsmanagement im Unternehmen fest verankert und sagen Verspannungen bei ihren Arbeitnehmern den Kampf an. Hier und da gibt es – gegen Bezahlung – Massagen und Physiotherapie sowie Sportangebote.

Mit Massage, Physiotherapie und Sportangebot fit durch den Berufsalltag.

Unter dem Namen „Baumstark“ startete das Landesforstamt vor zwei Jahren ein Aktionsprogramm, von dem auch die Mitarbeiter des Forstamts Grevesmühlen mit Sitz in Gostorf profitieren. „Es gibt theoretische und praktische Blöcke“, verrät Forstamtsleiter Peter Rabe. Stress und gesunde Ernährung werden genauso thematisiert wie die richtige Körperhaltung am Computer. Erst kürzlich haben die Mitarbeiter den aktiven Teil ins Freie verlegt und Streck- sowie Entspannungsübungen genossen. „Wir haben bei uns beide Extreme. Einmal den Büromitarbeiter und dann die Waldarbeiter, die eine schwere körperliche Tätigkeit ausüben“, sagt Peter Rabe. Die gebeugte und einseitige Arbeit mit der Motorsäge oder die Sitzhaltung am Computer habe schon zu manchen Rücken- und Schulterproblemen geführt.

„Uns wurden Übungen gezeigt und Tipps an die Hand gegeben. Was jeder Mitarbeiter daraus macht, ist letztlich seine Angelegenheit. Das Angebot wird aber sehr gut genutzt“, weiß Peter Rabe. Damit er im stressigen Arbeitsalltag die kurzen, aber hilfreichen Übungen nicht aus den Augen verliert, hat er sich einen Bildschirmschoner vom Bundesministerium für Gesundheit eingerichtet, der an die Schreibtischübungen zur Entlastung erinnert.

Apropos erinnern: Das kann sich auch Grevesmühlens Stadtsprecherin Regina Hacker. Massagemöglichkeiten habe es regelmäßig im Rathaus gegeben, sagt sie, aber irgendwann sei das Interesse der Mitarbeiter daran verebbt. „Nun sind wir dabei, uns etwas anderes zu überlegen“, verrät sie. In der Verwaltung des Landkreises ist das Interesse nach wie vor groß – und das schon seit acht Jahren.

Fingergriffe am Rücken oder an den Schultern lassen die Mitarbeiter entweder in der Pause über sich ergehen oder sie arbeiten die Zeit entsprechend nach.

Sowohl in Dassow als auch in Lübeck kommt zweimal in der Woche eine Physiotherapeutin ins Unternehmen Euroimmun. „Sie führt nicht nur Massagen durch, sondern zeigt auch Übungen, mit denen Kollegen zum Beispiel kleine Schmerzen selbst beheben oder Fehlhaltungen entgegenwirken können“, berichtet Unternehmenssprecherin Annekathrin Staub. " Außerdem gebe es für die Pausen genügend Möglichkeiten, sich zu bewegen: Kicker-, Billard- und Snookertische sind aufgestellt, „die auch gern genutzt werden“. Auch nach Feierabend würden die Mitarbeiter Angebote des Betriebssports nutzen. Angeboten werden Zumba, Fußball, Volleyball, Rudern, Drachenboot und Rennradfahren. „Oft gründen sich Sportgruppen, weil ein Kollege Interesse daran hat. So ist jüngst die Rennradgruppe entstanden“, resümiert Annekathrin Staub. In Gemeinschaft treten laufbegeisterte Mitarbeiter sogar bei Wettkämpfen wie den Marathon in Lübeck an. „110 Kollegen gingen 2017 an den Start.“ Für die Fitness ihrer Mitarbeiter bieten auch die Eggerwerke in Wismar einige Programme an – angefangen von Vergünstigungen für den Fitnessstudiobesuch bis hin zur Massage. „Einmal im Monat kommt ein mobiler Physiotherapeut vorbei“, berichtet Finanz-Geschäftsführer Jürgen Buck. Die Termine, für die sich die Mitarbeiter ausstempeln, seien immer schnell vergeben. Zudem gebe es Betriebssportvereine für Laufen, Fußball, Bowling und Drachenboot.

Nicht nur körperliche Fehlhaltungen, sondern auch private Probleme, die die Mitarbeiter mit zur Arbeit bringen, machen krank. Deshalb bietet Egger den Arbeitnehmern die Möglichkeit einer Telefonberatung eines externen Unternehmens in Lübeck, dessen Hotline 24 Stunden geschaltet ist.

Jana Franke

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