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Nordwestmecklenburg Gesundes Wachstum in Dassow
Lokales Nordwestmecklenburg Gesundes Wachstum in Dassow
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10:53 01.04.2016
Wirtschaftsminister Harry Glawe (l.) schenkt Aqvida-Chef Wolfgang Heinze zum Richtfest in Dassow einen kleinen Strandkorb. Quelle: Fotos: Jürgen Lenz
Dassow/Hamburg

Im beschaulichen Mecklenburg investiert das Hamburger Unternehmen Aqvida zwölf Millionen Euro in ein neues Arzneimittelwerk und schafft 26 Arbeitsplätze . „Dassow hat uns von Anfang an sehr gut gefallen“, sagt Aqvida-Geschäftsführer Wolfgang Heinze. Gestern feierte die Firma im Gewerbegebiet „Holmer Berg“ Richtfest für den Bau.Wolfgang Heinze betonte vor Gästen aus Politik und Wirtschaft: „Die Zusammenarbeit zwischen Hamburg und Dassow wird ein entscheidender Erfolgsfaktor für das Unternehmen sein.“

Medizinunternehmen investieren und schaffen neue Jobs / Alle Grundstücke im Gewerbegebiet sind verkauft.

Die Zusammenarbeit zwischen Hamburg und Dassow wird ein entscheidender Erfolgsfaktor für das Unternehmen sein.“Wolfgang Heinze, Geschäftsführer Aqvida

Bereits erfolgreich ist die stadteigene Grundstücksgesellschaft Dassow mit der Vermarktung des Gewerbegebietes. Obwohl die Stadt es zwei Mal erweitern ließ, stellt Bürgermeister Jörg Ploen (SPD) wieder fest: „Es sind alle Grundstücke verkauft.“ 15 Firmen mit mehr als 800 Beschäftigten sind im Gewerbegebiet tätig. Größter Arbeitgeber ist Euroimmun. Zurzeit lässt der international erfolgreiche Spezialist für medizinische Labordiagnostika gegenüber seinem Dassower Werk ein „Haus der Ingenieure“ errichten. Finanzvorstand Axel Blankenburg beziffert die Baukosten auf zwölf Millionen Euro. Mitte 2017 solle der Neubau bezogen werden.

Die Aqvida GmbH will in Dassow ab Ende 2016 Medikamente für die Krebstherapie herstellen. „Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung hat sich das Unternehmen entschieden, sämtliche Fertigungsschritte der Medikamente unter einem Dach zu konzentrieren“, erläutert die Landeswirtschaftsfördergesellschaft „Invest in MV“. Sie begleitet die Ansiedelung. Ihr erklärtes Ziel: Unternehmen unterstützen, die in Mecklenburg-Vorpommern investieren und expandieren wollen.

Die international agierende Aqvida GmbH entschied sich nicht wegen der Schönheit von Natur und Landschaft für Mecklenburg. Zunächst sprach der gute Ruf von „Made in Germany“ dafür, nicht im Ausland zu produzieren, sondern in Deutschland. Die Resonanz der Kunden und potenziellen Kunden auf diese Entscheidung ist nach Wolfgang Heinzes Auskunft sehr positiv. Es gab aber noch ein anderes, ausschlaggebendes Argument: Fördermittel. Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) nennt die Summe: „Wir als Land beteiligen uns mit fünf Millionen.“Landrätin Kerstin Weiss (SPD) spricht von einem „wichtigen Bekenntnis für den Wirtschaftsstandort Nordwestmecklenburg“. In Dassow entwickele sich ein Zentrum medizinischer Unternehmen. Gut ist das viele Gewerbe auch für die Stadtkasse. Wie berichtet, zahlten Betriebe in Dassow 2015 insgesamt über 1,8 Millionen Euro an Gewerbesteuern.

Von Jürgen Lenz

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