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Nordwestmecklenburg Grevesmühlen: Neue Hortplätze kommen gut an
Lokales Nordwestmecklenburg Grevesmühlen: Neue Hortplätze kommen gut an
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19:12 26.09.2016
Die Grundschule „Am Ploggensee“ hat drei Räume für zusätzliche Hortplätze zur Verfügung gestellt. Quelle: Fotos: Daniel Heidmann

Den Eltern in Grevesmühlen stehen seit Beginn des neuen Schuljahres 48 weitere Hortplätze zur Verfügung. In der Grundschule „Am Ploggensee“ hat das Diakoniewerk im nördlichen Mecklenburg drei Räume in einem Trakt gemietet, die über die Sommerferien zu Horträumen umgestaltet wurden. Allein hier entstanden 44 weitere Betreuungsplätze. In der gegenüberliegenden Kita „Am Ploggensee“, die für die Betreuung der Hortkinder verantwortlich ist, konnte die Kapazität um vier Plätze erweitert werden.

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Die Grundschule „Am Ploggensee“ hat drei Räume für zusätzliche Hortplätze zur Verfügung gestellt.

Das ist ein Provisorium für die nächsten zwei, drei Jahre. Wir wollen eine Lösung finden, die langfristig funktioniert.“Lars Prahler,

Bauamtsleiter

„Dank der verbindlichen Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung konnte das gemeinsame Ziel erreicht werden, der Nachfrage gerecht zu werden“, sagte Kirsten Balzer, Geschäftsführerin des Diakoniewerks, bei einer offiziellen Begehung in der Ploggenseeschule. Im April habe sie von der Stadt die Anfrage erhalten, ob die Kapazitäten in der Kita erweitert werden könnten. Die Rede war von 80 fehlenden Hortplätzen. Keine Chance, musste Balzer feststellen. Es fehlten die Räume. „Dann haben wir uns mit der Stadt Gedanken gemacht“, sagte Balzer.

Grevesmühlens Bürgermeister Jürgen Ditz (ptl.) ist froh über die Entwicklung der zurückliegenden Monate. „Durch die Kooperation mit dem Diakoniewerk konnten wir neue Plätze ansiedeln. Das ist ein erster Schritt“, sagte er. Es gebe weitere Pläne, sogar den „vagen Gedanken“ eines Neubaus. „Wir beschäftigen uns intensiv mit diesem Thema und sind auf der Suche nach Partnern. Denn alleine schaffen wir das nicht“, so Ditz.

Die drei von der Grundschule bereitgestellten Räume sind jeweils etwa 50 Quadratmeter groß und über den Sommer renoviert worden. Es wurden neue Fußböden verlegt und Malerarbeiten durchgeführt. „Es waren geringe Kosten, etwa 15000 Euro“, berichtete Bauamtsleiter Lars Prahler. Eine große Herausforderung sei es gewesen, innerhalb weniger Wochen bis zum Schulbeginn zusätzliche Erzieher für die neuen Hortkinder zu finden – das ist gelungen. „Alles wurde rechtzeitig fertig, die neuen Erzieher sind im Einsatz. Wir freuen uns über das Ergebnis“, sagte Gabriele Krinke, Leiterin der Kita. Die Räume sind mit gemütlichen Couchecken und Spielsachen, aber auch mit Plätzen zum Kreativwerden ausgestattet.

Prahler stellte klar, dass die Räumlichkeiten ein Provisorium für die nächsten zwei oder drei Jahren darstellen. „Wir haben mehr vor und wollen eine Lösung finden, die langfristig funktioniert.“

Dabei soll das Thema Inklusion vertieft werden. Es gebe dafür Kooperationsmodelle mit der Diakonie. „Und es ist gut, dass das in Grevesmühlen passiert“, sagte der Bauamtsleiter.

Kirsten Balzer sprach bei der Gelegenheit auch allen Verantwortlichen der Grundschule und der Kita ihren Dank für das große Engagement in den vergangenen Wochen aus. Eine Arbeitsgruppe hatte sich in mehreren Sitzungen mit dem Vorhaben auseinander gesetzt. Und der Einsatz hat sich gelohnt. „Wir haben bereits erste Rückmeldungen erhalten. Die Kinder fühlen sich wohl und finden die Räume toll“, sagte Regina Pfuhl, Geschäftsbereichsleiterin für Kitas und Frühförderung bei der Diakonie. Der Unterricht in der Grundschule ist durch die Bereitstellung der Räume für den Hort derweil in keiner Weise eingeschränkt, betonte Schulleiterin Martina Olbrisch. „Das beeinflusst nichts negativ. Wir waren von Anfang an optimistisch, das alles hinzubekommen.“

Auch die Eltern sind vom neuen Angebot begeistert. In der Vergangenheit habe das Thema Schulwegbegleitung immer wieder Sorgen bereitet. Nun besuchen die Erstklässler nach dem Schulunterricht im gleichen Gebäude den Hort. „Ich bin sehr erleichtert. Ich muss mir keine Sorgen um mein Kind machen, weil Verkehr oder Ampeln entfallen“, meinte Rebecca Apmann. Ihre Tochter Junia-Michéle ist jetzt im Hort untergekommen. Die Siebenjährige hat bereits einen Lieblingsplatz in den neuen Horträumen gefunden: den Kickertisch. Die Siebenjährige hat den Verantwortlichen bei der Begehung gezeigt, wie gut sie bereits im Tischfußball ist.

Daniel Heidmann

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