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Nordwestmecklenburg Grevesmühlen: Platzt das Projekt Senioren-WG? Die städtische Wohnungsbaugesellschaft als Ideengeber registriert bisher wenig Interesse aus der Bevölkerung / Im Wohngebiet „Mühlenblick“ könnte ab Oktober gebaut werden
Lokales Nordwestmecklenburg Grevesmühlen: Platzt das Projekt Senioren-WG? Die städtische Wohnungsbaugesellschaft als Ideengeber registriert bisher wenig Interesse aus der Bevölkerung / Im Wohngebiet „Mühlenblick“ könnte ab Oktober gebaut werden
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21:18 22.08.2016
Die Schulstraße in Grevesmühlen bleibt vorerst gesperrt. In wenigen Wochen soll der Gebäudekomplex (rechts) abgerissen werden. Baubeginn für neue Mietwohnungen ist im kommenden Jahr. Ob das Projekt Senioren-WG darin umgesetzt wird, steht noch in den Sternen. Quelle: Fotos: Jana Franke

Verwerfen will Uta Woge, Geschäftsführerin der städtischen Wohnungsbaugesellschaft (Wobag) in Grevesmühlen, das Projekt noch nicht. Die Idee, im Eckhaus in der August-Bebel-Straße/Schulstraße in Grevesmühlen eine Wohngemeinschaft mit Senioren zu ermöglichen, stößt bisher allerdings auf wenig Interesse. „Noch halten wir aber daran fest“, sagt Uta Woge entschlossen.

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Verwerfen will Uta Woge, Geschäftsführerin der städtischen Wohnungsbaugesellschaft (Wobag) in Grevesmühlen, das Projekt noch nicht.

Umfragen beim Stadtfest im Juni und im sozialen Netzwerk Facebook hätten ergeben, dass der Bedarf nicht da zu sein scheint – oder aber, dass die Leute vorsichtig sind. Denn eine WG muss eben passen;

entsprechende Leute müssen sich finden, die zusammen unter einem Dach leben wollen. Die Idee war es, dass sich fünf bis sechs Senioren eine größere Wohnung mit Gemeinschaftsküche teilen.

Ob mit oder ohne Senioren-WG: der Bau neuer Mietwohnungen mitten im Herzen Grevesmühlens soll in Angriff genommen werden. Der Abbruch des maroden Gebäudes im Zentrum soll im Spätherbst beginnen.

Erhalten bleibt nichts. Die Denkmalschutzbehörde des Landkreises stimmte dem Komplettabriss unter der Bedingung zu, dass ein kleinteiliger Bau wie schon in der Schulstraße vorhanden realisiert wird.

„Wenn die WG nicht entsteht, dann werden wir aus der geplanten großen Wohnung drei Mietwohnungen machen“, verrät Uta Woge. 16 Wohnungen könnten somit über drei Etagen geschaffen werden. Der jetzige Keller wird zu einer Tiefgarage für die Mieter. Zusätzlich ist eine Gewerbefläche geplant. Interessenten gebe es laut Uta Woge bereits. Der Vorplatz an der August-Bebel-Straße soll dementsprechend mitgenutzt werden.

Baubeginn auf der mehr als 2000 Quadratmeter großen Grundstücksfläche könnte schon im nächsten Jahr sein, Fertigstellung im Frühjahr 2018. So lange wird auch die Schulstraße gesperrt sein. Momentan sucht die Wobag das Gespräch mit den Nachbarn der zukünftigen Baustelle, die darüber informiert werden, dass der Abbruch nach vorne, also in Richtung August-Bebel-Straße, durchgeführt wird. Von hinten über die Kirchstraße würden sich die Baufahrzeuge aufgrund der engen Verhältnisse festfahren, so die Begründung.

Wohngebiet „Mühlenblick“: Vermarktung ab September

Die Erschließungsarbeiten im neuen Wohngebiet „Mühlenblick“ in der Nähe der Klützer Straße in Grevesmühlen sind so gut wie abgeschlossen, die Gesellschaft für Kommunales Bauen (GKB) als Tochter der Wobag will im September mit der Vermarktung beginnen, sodass Häuslebauer im Oktober loslegen könnten. „Sechs Grundstücke sind bereits verkauft“, informiert Uta Woge. Insgesamt 21 Häuser sollen entstehen, für viele Grundstücke gebe es bereits Interessenten, einige wenige sind noch frei. Im direkten Umfeld befinden sich die ehemals vom Landwirtschaftsbetrieb genutzten Schweineställe, die noch in diesem Jahr abgerissen werden sollen.

„Am Wasserturm“

wird aufgehübscht

Fast fertig sind ansässige Malerfirmen und Daniel Wrede mit der Gestaltung der Fassaden im Wohngebiet „Am Wasserturm“. Derzeit dauern die Arbeiten an dem aufgebrachten großen Schiff an, das an der Ecke des Aufgangs Nummer 11 ausgebessert wird. Mitte September soll das Gerüst abgebaut werden. Zuletzt hatten die Wohnblöcke „Am Wasserturm“ 1998 einen Anstrich bekommen. Auf die Miete umgelegt werden die Verschönerungsarbeiten nicht, wie Uta Woge betont. „Das gehört zum schönen Wohnen dazu“, sagt sie.

Kontakt Wobag: ☎ 0 38 81/7 83 70

Jana Franke

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