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Nordwestmecklenburg Sechs Kulturbanausen, ein Gedanke: Kneipennacht
Lokales Nordwestmecklenburg Sechs Kulturbanausen, ein Gedanke: Kneipennacht
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10:18 09.02.2019
Holen am 27. April mit der Kneipennacht Musik nach Grevesmühlen: (v.l.) Stefan Baetke, Jörn Buttkewitz, Burkhard Milverstädt, Horst Deininger und Daniel Wiesjahn (nicht im Bild: Maik Gutow) als die "Kulturbanausen Grevesmühlen". Quelle: JANA FRANKE
Grevesmühlen

Wie das eben so ist, wenn man zusammensitzt, ein Feierabend-Bierchen trinkt und herumspinnt, was man gemeinsam alles so veranstalten könnte: Dann entstehen meistens die besten Ideen. So ähnlich war es auch bei Stefan Baetke (38), Jörn Buttkewitz (53), Burkhard Milverstädt (67), Horst Deininger (59), Maik Gutow (49) und Daniel Wiesjahn (41). Musikalisch sind sie alle auf anderen Pfaden unterwegs: Der eine mag Country, der andere Abba-Hits, einer lieber deutsche Musik, der andere wiederum lieber englische. Aber in einem sind sich alle sechs einig: Livemusik kommt immer an. Warum also nicht Bands in die Stadt holen? Wismar und Boltenhagen machen es vor. Nun soll es auch eine Kneipennacht in Grevesmühlen geben. Am 27. April ist es so weit.

Vier Gastronomen haben ihr Mitwirken bereits zugesagt. Bühnen werden im Café Kaffeebrenner am Bahnhof, im Keller das Alten Rathauses, im La Piazza Athen und in Gödels Kantine in der Malzfabrik aufgebaut. Andere, wie Café Körner oder das Hotel am See, hätten gern mitgemacht, aber da die Idee des Sextetts ziemlich spontan entstanden ist, mussten die Geschäftsführer wegen Familienfeiern in ihren Häusern passen.

Mit der Idee der Kneipennacht ist auch der Name der sechsköpfigen Truppe kreiert worden: KuBa. Das steht für Kulturbanausen Grevesmühlen. Derzeit wird an der Internetseite gefeilt (www.kulturbanausen-grevesmuehlen.de). Auf der wird demnächst auch das Programm der Musiknacht veröffentlicht – ebenso weitere Veranstaltungen, für die das Sextett verantwortlich zeichnet.

Bands waren für die Kneipennacht schnell gefunden. Der eine kennt den, der andere den – und schon war eine bunte Truppe zusammengestellt. Ed Lips, ein Alleinunterhalter aus Hamburg, wird in der Malzfabrik aufspielen. Er wirbt damit, dass er eine Gitarre, eine Mundharmonika und Tausende Songs hat. Kew Kelp, was umgangssprachlich als Seetang übersetzt wird, wird im Keller des Alten Rathauses erwartet. Mit von der Partie ist Daniel Wiesjahn von KuBa. Erst vor einem Jahr ist der Erzieher, er arbeitet in der Kita „Am Lustgarten“, von Oranienburg nach Grevesmühlen gezogen. „Es war mir zu ruhig hier. Und so kam die Idee der Kneipennacht“, erklärt der 41-Jährige. Wer ihn vorab einmal singen hören möchte, der sollte sich den 16. März im Kalender notieren. Dann ist er im Keller des Alten Rathauses zu erleben. 19 Uhr geht es los, am Anschluss spielt Jörn Buttkewitz als DJ QBaT Musik vom Band.

Wer darf bei der Kneipennacht nicht fehlen? Richtig: Matze Buhse. Er wird seine Fans und die, die es noch nicht sind und dann bestimmt werden, im La Piazza Athen erfreuen. Mario Wehr vom Café Kaffeebrenner konnte das Duo DieBe aus Lübeck überzeugen, mit Rock- und Popsongs nach Grevesmühlen zu kommen. Zugesagt haben den Kulturbanausen auch Friesling aus Mallentin und Eddie Petow aus Lübeck. „Wenn sich jetzt noch der eine oder andere Gastronom zum Mitmachen entscheiden, kann er sich gern bei uns melden“, wirbt Stefan Baetke. Möglich ist das unter burkhard@milverstaedt.de, bei Gutow-Elektronik und bei Jannys Eis.

Die Musiknacht startet am 27. April um 19 Uhr in den beteiligten Restaurants. Die Gäste können vorab ein Bändchen erwerben, mit dem sie überall Zutritt haben. Ein Preis steht noch nicht fest, da KuBa noch mitten in den Planungen ist. Ab 20 Uhr fährt ein Shuttlebus regelmäßig die Gaststätten vom Bahnhof aus an. Die Stadtverwaltung Grevesmühlen unterstützt die Veranstaltung mit dem Drucken von Flyern und Plakaten. Auch den Shuttlebus stellt sie zur Verfügung. Für 1 Uhr ist die letzte Tour geplant. Dann ist aber längst nicht Schluss. DJ QBaT und Maik Gutow werden zur Aftershow-Party im Wintergarten des Kaffeebrenners auflegen. „Wir sind guter Hoffnung, dass die Kneipennacht gut angenommen wird. Selbst mit einem – nicht zu erwartenden – Misserfolg lassen wir uns nicht entmutigen und starten im Herbst eine Wiederholung“, verrät Daniel Wiesjahn.

Jana Franke

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