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Nordwestmecklenburg Schulcampus: Grevesmühlen muss beim Konzept nachlegen
Lokales Nordwestmecklenburg Schulcampus: Grevesmühlen muss beim Konzept nachlegen
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12:54 11.03.2019
Die Wasserturmschule aus der Vogelperspektive Quelle: Ronald Gross
Grevesmühlen

Allein der Beschluss der Stadtvertreter zum Auftakt der Planungen für den Bau des Schulcampus in Grevesmühlen war ein Kraftakt, der sich über etlicheMonate hinzog. Diese Hürde hat die Stadt inzwischen genommen, nun wartet die nächste. Vor wenigen Tagen haben Vertreter von Energie-, Bildungs- und Finanzministerium sowie Mitarbeiterinnen des BBL (Betrieb für Bau und Liegenschaften des Landes, Anm. d. Red.) Grevesmühlen einen Besuch abgestattet und sich ein Bild von der Situation an der Regionalen Schule am Wasserturm sowie der Grundschule am Ploggensee gemacht. „Das hängt einfach damit zusammen, dass eine nicht unerhebliche Summe an Fördermitteln in diesen Projekt fließen soll, deshalb ist es völlig legitim, dass die einzelnen Behörden sich vor Ort informieren“, so Bürgermeister Lars Prahler, der bei dem Termin auch durchaus kritische Fragen beantworten musste.

Die 19 Wohnblöcke des heutigen Ploggenseerings entstanden von 1970 bis 1974. Die Fläche diente zuvor als Gartenland. Reste davon sind noch unten links auf dem Fotos zu erkennen. Heute befindet sich dort ein Parkplatz und die sogenannte Bürgermeisterwiese, auf der bis 2030 ein Schulcampus geplant ist. Die heutigen Ploggenseeschule ist am 30. August 1969 mit einem großen Volksfest eingeweiht worden. Quelle: Udo Meier

Die Stadt plant auf der Bürgermeisterwiese, dem freien Gelände zwischen der Regionalschule, der Diakonie und der Grundschule ein neues, komplexes Gebäude, das zusammen mit den umliegenden Bauten und der Diakonie den Schulcampus bilden soll. Der grobe Finanzrahmen liegt derzeit bei knapp 50 Millionen Euro, von dem die Stadt ungefähr ein Zehntel selbst tragen würde. „Die Summe klingt gewaltig“, sagt Lars Prahler. „Aber man muss auch bedenken, welchen Umfang die Arbeiten haben und dass wir nicht nur darüber reden, ein neues Gebäude auf die Wiese zu setzen.“ So sollen die Wasserturmschule und die Grundschule im ersten Bauabschnitt zusätzliche Räume erhalten.“ Das brauchen wir, um mit den Umbauten der bestehenden Gebäude beginnen zu können.“ Denn der Bau werde sich über mehrere Abschnitte und Jahre bewegen. „In einem Rutsch ist das ohnehin nicht zu schaffen.“

Die konkreten Ideen muss Prahler nun bis zum 18. März erneut schriftlich darlegen und an die Ministerien schicken. „Wir sind dabei, unsere Hausaufgaben zu machen. Es gibt den Beschluss, den Schulcampus umzusetzen, und jetzt setzen wir alles daran, dass das auch in den kommenden Jahren passieren wird.“ Vertreter der Behörden hatten Bedenken geäußert hinsichtlich der beachtlichen Um- und Neubauten und nach einfacheren Lösungen gefragt. „Aber wenn man das Thema Lernen unter neuen Bedingungen und die Inklusion ernst nehmen will, dann geht das nur mit einem Neubau“, betont Lars Prahler.

In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Verzögerungen bei der Planung gegeben, da aus den Reihen der SPD Kritik an der Gesamtkonzeption kam. So hatten sich sich Verwaltung und die Mehrheit der Stadtvertreter bereits darauf geeinigt, dass die Gebäude der Förderschule nicht mit in die Planungen einbezogen werden soll, dass das Haus und die vorhandene Aula auch mit diversen Umbauten nur schwer in das Konzept integrieren lasse. Doch inzwischen haben sich alle Seiten darauf, geeinigt, der Schulcampus wird ohne die Förderschule geplant.

Michael Prochnow

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