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Nordwestmecklenburg Ein Kühlwagen für die Tafel
Lokales Nordwestmecklenburg Ein Kühlwagen für die Tafel
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07:25 13.10.2018
Lebensmittel werden über die Tafel verteilt. Quelle: Irene Burow
Grevesmühlen

Die Grevesmühlener Tafel sorgte in den vergangenen Jahren nicht nur für positive Schlagzeilen. Beschwerden von Klienten über den Vorsitzenden, Querelen innerhalb des Vorstandes und Streit über die Verteilung der Lebensmittel von großen Supermärkten an andere Tafeln aus der Umgebung. Sogar Anzeigen hatte es untereinander gegeben. Bisweilen erweckte die Einrichtung den Eindruck, dass sie selbst Hilfe benötigte. Anfang des Jahres dann der Umbruch. Claus Adamoschek gehört inzwischen nicht mehr zur Tafel.

Der Vorstand stellte sich neu auf. Nach wie vor ist Jürgen Schulte Vorsitzender der Grevesmühlener Tafel, ihm zur Seite steht seit Februar der Selmsdorfer Christian Ahlbeck, der das SPD-Büro in Grevesmühlen führt, und viele Jahre Erfahrung aus der Kommunalpolitik mitbringt. „Es läuft inzwischen“, lautet das Fazit von Christian Ahlbeck. „Natürlich hakt es immer mal wieder, wir wissen, dass Jürgen nicht immer einfach ist, aber die Frauen, die hier ehrenamtlich arbeiten, wissen, wie sie mit ihm umgehen müssen.“ Rund 200 Klienten hat die Tafel in Grevesmühlen, dazu kommen jeweils 20 in den Außenstellen Klütz und Schönberg. Damit sei laut Christian Ahlbeck das Limit vorerst erreicht. „Mehr ist im Moment nicht machbar.“ Und deshalb will der Verein investieren.

Christian Ahlbeck hat einen Antrag bei einer Stiftung gestellt, um ein Kühlfahrzeug anzuschaffen. Zwar verfügt der Verein über einen großen Transporter, aber der hat keine Kühlmöglichkeit. Lieferungen der Molkerei Arla oder der Bio-Molkerei Dechow kann die Tafel in Grevesmühlen zwar empfangen. Aber dann springt das Unternehmen „Nordischer Gastro Service“ mit seinen Fahrzeugen ein, um die Kühlkette einzuhalten. „Das kann aber keine Dauerlösung sein“, so der stellvertretende Vorsitzende. Die Aussichten auf eine Förderung stehen nicht schlecht, in den nächsten Monaten gibt es eine Meldung, ob Ahlbeck auf Sponsorensuche gehen kann oder nicht. „Denn die Stiftung würde etwa 10 000 Euro geben, der Wagen kostet aber um die 30 000 Euro. Das müssten wir über Spenden und einen kleinen Eigenanteil reinholen. Ich bin mir sicher, dass das machbar ist.“ Den alten Transport würde die Tafel dann abstoßen. „Zwei Fahrzeuge können wir nicht finanzieren.“

Bis Ende 2014 hatte es in Grevesmühlen eine Tafel gegeben, die von der Arbeiterwohlfahrt betrieben wurde. Sie gab das Projekt aufgrund von Personalproblemen auf. Lange Zeit wurde ein Nachfolger gesucht. 2015 gründete sich schließlich der neue Verein, doch die Neueröffnung zog sich über Monate hin. Im juni 2016 schließlich nahm die Tafel in der Wismarschen Straße in Gresvesmühlen ihre Arbeit auf.

Michael Prochnow

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