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Nordwestmecklenburg Grieben beweist wieder Dorfzusammenhalt
Lokales Nordwestmecklenburg Grieben beweist wieder Dorfzusammenhalt
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18:20 27.06.2016
Thomas Lenz sorgte für beste Unterhaltung bei den Gästen. Er las aus seinen Büchern „Kaum zu glauben“ vor. Quelle: Fotos: Steffen Oldörp

Ausgelassene Stimmung am Sonnabend in Grieben. Und das trotz des regnerischen Wetters. In dem kleinen Ort bei Schönberg feierten die Einwohner ihr Dorffest. Zahlreiche Griebener waren zur Feuerwehr gekommen, um zu klönen, den Kindern und Enkelkindern beim Spielen zuzuschauen und gemeinsam Spaß zu haben. Seit Jahren schon, erzählt Bürgermeister Frank Lenschow, gibt es in Grieben ein Dorffest. „Mal ein großes, mal ein kleines. In diesem Jahr ist es etwas kleiner. Wichtig ist, dass es jedes Mal sehr gemütlich ist.“ Das war es am Sonnabend.

Einwohner feiern jährliches Fest diesmal auch mit einer Rallye durch den Ort und lauschen begeistert den Geschichten von Thomas Lenz.

So etwas muss aber auch immer gepflegt werden, da wir in einer Zeit leben, in der die meisten außerhalb arbeiten und sich deshalb weniger sehen.“Bürgermeister Frank Lenschow

über das Dorffest

Vor dem Feuerwehrgerätehaus war eine Hüpfburg aufgebaut. Im Gebäude griff Christine Voß (37) zum Pinsel und malte Lina Seiler (2) aus Grieben einen Regenbogen auf die Stirn, die darüber vor Glück strahlte. Schüler der Kreismusikschule „Carl Orff“ spielten den Besuchern bei Kaffee und Kuchen mehrere Ständchen. Und Thomas Lenz erzählte den gut gelaunten Gästen Geschichten aus seinen Büchern „Kaum zu glauben“. Er wohnt nur zwei Dörfer weiter in Roxin. „Deshalb ist es schön, ihn mal hier zu haben“, betonte Bürgermeister Frank Lenschow.

Seit acht Jahren ist Thomas Lenz eigenen Worten zufolge der „Klugscheißer vom Dienst“ beim Radiosender NDR 1 Radio Mecklenburg-Vorpommern. Jeden Tag erzählt der studierte Theologe den Hörern Wissenswertes über Themen wie Männer und Frauen, Tiere und Pflanzen, Erdkunde und vieles mehr. „Über alles Mögliche, worüber man in der Schule noch gesagt hat: Oh, ist das öde“, so Lenz, der sich als sehr neugierig bezeichnet und findet: „Eigentlich ist das gar nicht öde.“ Auch fürs Publikum in Grieben nicht, dem er zum Beispiel die Fragen beantwortete, ob auch Männer Orangenhaut (nein) kriegen können und in welchem Land die wenigsten Kinder geboren werden (Vatikan).

Nicht nur Kleinkinder und Erwachsene amüsierten sich bestens beim Dorffest, auch die älteren Kinder und Jugendliche. Sie begaben sich bei einer Dorfrallye auf Entdeckungstour durch Grieben. Höhepunkt des Spiels laut Bürgermeister Lenschow: Das Ausbuddeln einer Schatzkiste. Besonders freute sich Griebens Bürgermeister, dass alle Einwohner des Dorfes mitangepackt und das Fest gemeinsam organisiert hatten. Das zeige, wie gut der Dorfzusammenhalt ist. „So etwas muss aber auch immer gepflegt werden“, so Lenschow, „da wir in einer Zeit leben, in der die meisten außerhalb arbeiten und sich deshalb weniger sehen.“ Gerade deswegen sei aus Sicht des Bürgermeisters so ein jährliches Dorffest besonders wichtig.

Steffen Oldörp

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