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Nordwestmecklenburg Große Investitionen in den Brandschutz
Lokales Nordwestmecklenburg Große Investitionen in den Brandschutz
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18:23 03.06.2017
Schlüssel für Mannschaftstransportwagen hat der Lüdersdorfer Bürgermeister Erhard Huzel bereits an Feuerwehrleute übergeben.

. Die Gemeinde Lüdersdorf investiert in diesem und im kommenden Jahr massiv in den Brandschutz. So sieht es der Haushaltsplan vor, den die Gemeindevertreter in dieser Woche einstimmig beschlossen haben. Sie setzen damit ihre Politik der letzten beiden Jahre fort.

Ausgabenpolitik der Gemeinde Lüdersdorf 2017 und 2018: Feuerwehren und Hort stehen ganz oben.

Für 2017 sind 80000 Euro eingestellt für den Kauf von Grundstücken in den Ortsteilen Schattin und Palingen, auf denen Feuerwehrgerätehäuser errichtet werden sollen. Für deren Bau werden 2018 jeweils bis zu 800000 Euro bereitgestellt – vorausgesetzt, die Gemeinde Lüdersdorf bekommt für diesen Zweck Zuschüsse des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Eingeplant sind je 250

000 Euro.

Um die Anträge auf Zuschüsse und Baugenehmigungen beantragen zu können, muss Lüdersdorf fertige Pläne vorlegen. Dafür sind in diesem Jahr jeweils 40000 Euro eingestellt.

Für den Bau einer Fahrzeughalle für die Ortswehr Neuleben/Boitin-Resdorf und den teilweisen Umbau des dortigen Gerätehauses sieht der Haushalt für 2017 bis zu 180000 Euro und für 2018 bis zu 60000 Euro vor. Erhoffte Zuschüsse: 50000 Euro. Für den Bau eines Feuerwehrgerätehauses in Wahrsow sind im Haushalt 2017 655000 Euro einstellt. Hinzu kommen 310000 Euro, die bereits im Haushalt 2016 eingeplant waren. Erhoffter Zuschuss des Landes hier: 290000 Euro.

Für den Bau von Löschwasserzisternen in Ortsteilen der Gemeinde sind für dieses und kommendes Jahr je 70000 Euro eingestellt, für den Kauf von Feuerwehrfahrzeugen 2017 insgesamt 700000

Euro einschließlich 316700 Euro an Zuschüssen von Land und Kreis. Hinzu kommen geplante Investitionen in Hydranten und in Ausrüstungsgegenstände, die die ehrenamtlichen Brandschützer für ihre Arbeit brauchen.

Der Finanzausschussvorsitzende Volker Thiel (CDU-Fraktion) sprach am Dienstagabend von einem „Nachholbedarf im investiven Bereich“. Hintergrund ist ein Gefahrenabwehrbedarfsplan, der teils gravierende Defizite bei der Unterbringung und Ausrüstung der Ortswehren aufzeigt und den die Gemeindevertretung nach eigenem Bekunden abarbeiten will. Volker Thiel machte auch klar: „Es wird verwaltungstechnisch bei einigen Maßnahmen schwierig, sie im geplanten Zeitraum durchzuführen.“ Die Gemeindevertreter würden jedoch alles unternehmen, damit die notwendigen Gelder bereitgestellt werden.Das gilt ebenso für den geplanten Neubau eines Hortes an der Grundschule in Herrnburg und die damit verbundenen Planungen. Für 2017 haben die Gemeindevertreter am Dienstagabend 300000

Euro eingestellt, für das kommende Jahr 2,5 Millionen Euro. Bisher findet die Hortbetreuung in der kinderreichen Gemeinde teilweise in Containern statt.

Kommune zehrt von Substanz

Ein Defizit von 962700 Euro weist der am Dienstagabend beschlossene Haushalt der Gemeinde Lüdersdorf auf. Darin enthalten sind 360800 Euro an Abschreibungen auf das gemeindeeigene Vermögen.

Diese Summe bringt die Kommune bei weitem nicht auf. Das bedeutet: Sie zehrt weiter von ihrer Substanz. Um möglichen Liquiditätsengpässen in 2017 vorzubeugen, hat die Gemeindevertretung einen Kredit zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit von bis zu 650000 Euro gebilligt.

Jürgen Lenz

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