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Nordwestmecklenburg Großeinsatz auf der A 20
Lokales Nordwestmecklenburg Großeinsatz auf der A 20
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21:22 10.12.2015
Ingo Tarreck (r.) musste pusten. Das Messegerät bescheinigte kurz darauf, dass der Transporterfahrer keinen Alkohol getrunken hatte. Auch die Fahrzeugpapiere waren in Ordnung. Fotos (4): Norbert Wiaterek

Rot blinkende Polizeikellen bekamen gestern — am späten Nachmittag und am Abend — viele Auto- und Lkw-Fahrer, die auf der Autobahn 20 von Wismar in Richtung Rostock unterwegs waren, zu sehen. Auf der Raststätte „Selliner See Süd“ kurz hinter der Anschlussstelle Zurow führten mehr als 120 Beamte umfangreiche Kontrollen durch. Der Großeinsatz dauerte sechs Stunden. Ab 15.30 Uhr waren die beiden A 20- Fahrbahnen dicht, alle Fahrzeuge wurden über den Parkplatz geleitet und einige dann gezielt herausgewunken. Ein Blitzer mahnte, die erlaubte Geschwindigkeit von 40 Kilometern in der Stunde einzuhalten. Zwischenzeitlich hatte sich ein Rückstau von mehr als zwei Kilometern gebildet.

Autofahrer, die sich nicht überprüfen und deshalb die A 20 früher verlassen lassen wollten, hatten Pech: Polizisten waren auch auf dem Pendlerparkplatz an der Abfahrt Zurow im Einsatz.

75 Absolventen der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege aus Güstrow sowie etwa 40 Beamte aus den Polizeiinspektionen Wismar und Schwerin kontrollierten die Autos.

Führerscheine, Zulassungen und Erste-Hilfe-Kästen wollten die Frauen und Männer mit den gelben Westen sehen. Sie schauten sich bei den Fahrzeugen unter anderem den Zustand der Scheinwerfer und der Reifen an und überprüften, ob Ladungen richtig gesichert waren. Viele Autofahrer mussten bei Alkoholtests pusten. „Außerdem kontrollieren wir bei dieser europäisch koordinierten Kampagne zur Verkehrssicherheit, ob Fahrzeugführer angeschnallt sind, ob sie Drogen genommen haben oder ob Medikamentenmissbrauch vorliegt“, informierte der Leiter des Autobahn- und Verkehrspolizeireviers Metelsdorf, Andreas Krätzschmar. Rauschgiftsuchhunde standen bereit. Die Polizisten wurden von vier Mitarbeitern des Zolls und weiteren Experten, darunter fünf Uniformierten aus Polen und weiteren europäischen Ländern, unterstützt.

Audi-Besitzerin Jana Aust blieb gelassen. „Die Sicherheit geht vor“, sagte die Hamburgerin. Chris Reiß aus Heide meinte nach dem Alkoholtest: „Ist nicht so schlimm. Was sein muss, muss sein.“ Mit einem Lächeln quittierte Zbignew Korczyn aus Stettin die Aktion: „Auch in Polen steht die Polizei am Straßenrand. Ist doch normal.“ Anderen Fahrern passte die Kontrolle dagegen gar nicht. „Ich verliere wertvolle Zeit“, schimpfte ein Audi-Fahrer aus Dresden. Auch Ralf Peter Rieck war wütend. Der Fahrer eines Peugeot mit finnischem Nummernschild, der nach Rostock wollte, hatte nicht bedacht, dass Reifen mit Spikes, also mit kleinen Stiften, auf deutschen Straßen nicht erlaubt sind. Rieck musste seinen Peugeot stehen lassen. Ihn erwartet nun ein Ordnungswidrigkeitsverfahren, ein Bußgeld über 50 Euro und ein Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei.

An sich zog die Polizei am Abend jedoch ein positives Fazit.

Norbert Wiaterek

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